Jedi-Maximus schrieb:Eigentlich wurde der Thread erst neulich von der Moderation ins Bereich Wissenschaft verschoben nachdem ich das schrieb. Davor war es im Bereich Unterhaltung. Und da schrieb ich halt meine Meinung. Was ist so kriminell da dran?
Du kannst auch im Wissenschaftsbereich Deine Meinung kundtun. Ist nur irrelevant, keine Diskussionsgrundlage, kein Argument oder sonsterwas.
Nur kommst Du mitnichten hier nur mit "Meinung" daher. Da wunderst Du Dich über das
Jedi-Maximus schrieb am 13.03.2025:Vorurteil in vielen Köpfen der Wissenschaftler, dass der Zufall, also zufällige Mutationen, die zum Vorteil der Art beitragen, die Evolution vorantreiben
und stellst damit klar, daß Du dieses Vorurteil für einen Fakt hältst. Würdest Du nur meinen, das könnte ein Vorurteil sein - wie solltest Du Dich darüber wundern können??? Ergibt Null Sinn.
Nee Du, da kannst Du Dich nicht rausmogeln mit "ja nur Meinung". Du behauptest Tatsachen. Und hast nicht mal den Ar*** in den Hosen, dazu zu stehen.
Jedi-Maximus schrieb:Du willst also Belege:
Im folgenden Artikel geht es darum:
Die Evolution spielt mit gezinkten Würfeln
Echt jetzt? Daß es verschiedene DNA-Reparatur-Mechanismen gibt, ist lang bekannt. Die Verwunderung jetzt besteht einzig darin, daß diese Reparaturen schwerpunktmäßig bei essentiellen Genpassagen stattfinden, in anderen, weniger neuralgischen Genpassagen, treten Mutationen durchaus häufiger auf, werden also seltener repariert.
Und das ist gemeint mit dem etwas reißerischen "Mutationen sind nicht zufällig". Jede einzelne Mutation ist in ihrem Auftreten wie in ihrem Inhalt als Code zufällig. Nicht zufällig ist, in welchen Bereichen Mutationen verstärkt korrigiert werden. Die Verteilung von Mutationen ist also nicht zufällig.
Und das ist kein Wunder. Denn sowohl das Aufkommen von DNA-Reparatur-Mechanismen als auch die Priorisierung bestimmter Genpassagen für einen Schutz vor Veränderung ist ---> das Ergebnis von Selektion.
Das Unverständliche daran, also das Wundersame, ist doch dies: wieso gibt es Genpassagen, die nicht den maximalen Schutz vor De-Novo-Mutationen genießen? Wieso ist es "Absicht" (i.S.v. kein Zufall), Mutationen in verschiedenen Bereichen stärker zuzulassen.
Dabei gibt es auch dafür schon längst Erklärungen. Manfred Eigen hat Anfang der Siebzigerjahre mal nen Vortrag zum "Urgen" gehalten, sprach nebenbei auch über die Mutationsgeschwindigkeit. Er stellte sich bzw. den Zuhörern die Frage, was wäre, wenn die Mutationsrate deutlich niedriger oder höher läge als real. Zu schnell hieße, daß bei sexueller Vermehrung die verschiedenen Individuen einer Population über kurz oder lang sehr verschiedenes Erbgut entwickeln würden, welches nicht mehr zueinander paßt und wie bei Bastardisierung (Beispiel Pferd und Esel) nur noch sterile Nachkommen entstehen ließe. Bei zu hoher Mutationsrate würden die Arten also zwingend aussterben.
Bei zu langsamer Mutationsrate dagegen werden nicht genügend Variationen aufgebaut, der Genpool wäre recht arm. Da in geologischen Maßstäben jedoch ständig planetar Umweltveränderungen auftreten, müssen Arten auf selbige reagieren können. Sie benötigen also einen reichhaltigen Pool an Varietäten, ansonsten kommen sie den Veränderungen nicht hinterher und sterben aus, weil es zu kalt, zu trocken, zu lichtarm oder wasweißich geworden ist.
Auch da setzt Selektion knallhart ein, eine Spezies mit zu langsamer Anhäufung neuer Varietäten im Genpool (weil zu wenige Mutationen beibehalten wurden) aussterben zu lassen. Ergo überleben nur solche, die nur bei essentiellen Genpassagen radikal aufräumen, ansonsten aber mehr Mutationen zulassen.
Ja natürlich ist es "kein Zufall", wo Mutationen selten sind und wo häufiger. Dennoch ist jede Mutation schlicht Zufall.
Nur weil dieser Labor-Vogel da gleich ne Verschwörung draus macht, ist es keine. Nix mit gezinkten Karten! Bullshit!
Jedi-Maximus schrieb:Es ist also mehr oder weniger ein kontrollierter Zufall
Nope. Einfach nur Selektion. Especially die Ausselektion der Ausschußware. Übrig bleibt der genpassagenweise unterschiedliche Umgang mit Mutationen.
Jedi-Maximus schrieb:Komplexere Wesen müssten doch ein komplexeres Genom haben, oder?
Nicht daß das noch nicht gekommen wäre (und nicht, daß von Dir dazu schon Antwort gekommen wäre), aber gerne nochmal: Was verstehst Du unter "komplexere Wesen". Sagen wir mal gegenüber so einem Lungenfisch. Und was bitteschön ist jetzt ein komplexeres Genom? Drei statt zwei Stränge? Fünf statt vier Basen? Basenquadrupletts statt -tripletts? Oder meinteste nur wieder mal "längeres / größeres Genom"? Wo dann auch wieder die Frage käme: wieso muß das dann länger sein?
Dein "Komplexere.. müßten doch ... oder?" kommt ja als Argument daher, als Argument gegen die natürliche, zufällige bzw. nur durch Selektion gerichtete Evo. Also sollteste Dein "Argument" erst mal selbst fundieren. Wo bist Du denn darauf eingegangen, wie "weniger komplex" sowas wie der Lungenfisch nu sei? Wo bist Du auf Heide-Witzka und dessen Erklärung des Genom-Anwachsens eingegangen?
Du ignorierst einfach nur und wiederholst Deine Mantren. Das ist kein Diskutieren.
Jedi-Maximus schrieb:nocheinPoet schrieb:
Unfug, Einstein war gläubig, auch ich bin gläubig, wobei man meinen Glauben nicht so als Christentum bezeichnen kann, er kommt aus der Philosophie und sehr vielen Gedanken und Meditation.
Freut mich das zu hören.
Übrigens bin ich ebenfalls gläubig, konkret bin ich Christ. Deinem
Jedi-Maximus schrieb:Abgesehen davon hätte ich zum Thema Evolution auch was. Hier herrscht aber bei vielen Usern argwöhnische, ja eisige Atmosphäre. Ich habe den Eindruck die meinen, wenn du gläubig bist, dann bist du unser Feind.
gehen die "vielen User[
n]" flöten, und Dein "Eindruck scheint dann doch mehr ein Vorurteil zu sein. Heide_witzka immerhin wird sich nicht "gläubig" nennen, aber dem haste ja schon ein besseres Verhalten zugestanden, auch der fällt aus Deinen "vielen Usern" raus...
Klemm Dir doch einfach solche Pauschalunterstellungen. Die stiften nur böses Blut, helfen nicht bei der Sachdiskussion.