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Merkel am Ende?

3.072 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Politik, Angela Merkel, Koalition ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Merkel am Ende?

04.06.2020 um 14:01
Zitat von 1.21Gigawatt1.21Gigawatt schrieb:Statt darüber zu reden wie man Flüchtlinge abhalten kann oder los wird, sollten wir lieber darüber reden wie viel Zuwanderung wir brauchen um unsere Sozialsysteme am Leben zu halten und unsere langfristigen wirtschaftlichen Aussichten zu verbessern.
Beim Querlesen hier im Forum gab es sehr lange Diskussionen ob wir nicht ein BGE brauchen weil es immer weniger Jobs gibt.
Wenn es zukünftig weniger Jobs gibt, glaube ich nicht dass Migration richtig ist, eher das Gegenteil.


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Merkel am Ende?

04.06.2020 um 14:34
Zitat von BarryLyndonBarryLyndon schrieb:Das es ein "europäisches Problem" ist sehe ich nicht. An der Koalition der Willigen haben sich mehrere europäische Staaten beteiligt, Libyen war mehr denn je ein europäisches statt amerikanisches Unterfangen.
Es war ein abweichendes Unterfangen von Frankreich und Italien, Merkel spielt nur die Nebenrolle.
Ein akut europäisches Problem wurd und wird es durch Flüchtlinge etc
Zitat von BarryLyndonBarryLyndon schrieb:Und das ist kein von außen aufgenötigtes Problem, sondern entspringt der deutschen Linie, stets und überall auf Multilateralismus zu setzen.
Nicht unbedingt .
Es reicht ja ein Blick quer durch die Parteienlandschaft wer wie gegenüber Russland agieren will-und da ist Merkel nicht grad appeaser Nummer eins.
Zitat von BarryLyndonBarryLyndon schrieb:Das zu brechen bedarf es gar keines Militärgangs, da reicht schon ein Politikwechsel.
Keine Ahnung welche Partei dir vorschwebt für diese Fragen.
Zitat von BarryLyndonBarryLyndon schrieb:Von Bling Bling sind die weit weg.
Was bedeutet das es Italienern katastrophal schlechter geht ?


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Merkel am Ende?

04.06.2020 um 15:03
@Gildonus
Ich weiss zwar beim besten Willen nicht, was du an der Art der Bewältigung der Coronakrise auszusetzen hast, aber ich wiederhole mich gerne. Ich bin froh, hier zu sein und bin das erste Mal seit Ewigkeiten mit dem Handeln der Regierung zufrieden. In Sachen Corona Politik. Ausser dass die Öffnung etwas zu früh kam.
Wenn ich mir andere Länder anschaue, kann ich hier für die dt Regierung nur sagen. Gut gemacht.


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04.06.2020 um 17:30
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das simplifiziert nun doch sehr. Nicht jede Migration ist ein Gewinn. Eine gezielte Migration von Fachkräften wäre ein Gewinn. Das sind jetzt aber nicht 1.700.000 Fachkräfte ins Land gekommen.
Migration von hauptsächlich Fachkräften wäre eine Katastrophe, da das ja bedeutet, dass reiche westliche Länder die Leistungsträger ärmerer Länder abziehen. Das verschärft die Probleme dort nur.

Bei Migration von Flüchtlingen geht es hauptsächlich darum hier die Möglichkeiten und Hilfestellungen zu schaffen, dass die Leute die hier her kommen gut ausgebildet werden und Jobs finden.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:So falsch eine globale Verurteilung von Migration wäre ist auch eine völlig unkritische Jubelhaltung völlig unangemessen.
Anzuerkennen, dass weder unser Wirtschaftssystem noch unsere Sozialsysteme langfristig mit sinkenden Bevölkerungszahlen und einer überalternden Bevölkerung funktionieren können bedeutet nicht, dass man Migration unkritisch als einfache Lösung sieht.

Aber die Tatsache, dass reiche Länder an Bevölkerungsschwund leiden, während viele Arme Länder ihren vielen Einwohnern nicht genug Chancen bieten können, führt von ganz alleine zu Migration.
Menschen sind immer gewandert und ihre Wanderungen hatte fast immer die selben Ursachen: Ein Mangel an Möglichkeiten und die Hoffnung auf Besserung.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Beim Querlesen hier im Forum gab es sehr lange Diskussionen ob wir nicht ein BGE brauchen weil es immer weniger Jobs gibt.
Wenn es zukünftig weniger Jobs gibt, glaube ich nicht dass Migration richtig ist, eher das Gegenteil.
Das ist eine Frage des Wirtschaftssystems und der Zeitspanne, die man betrachtet.
Aktuell haben wir ein neoliberal-kapitalistisches System, das sich einzig um Profitmaximierung dreht.
In einem solchen System werden Arbeitskräfte wenn möglich wegrationalisiert. Ein solches System achtet nicht auf Sozialsysteme, den gesellschaftlichen Sinn und Zweck von Arbeit, oder auf Nachhaltigkeit. Die ideale Fabrik in diesem System wäre vollautomatisiert und produziert reinen Gewinn ohne jegliche Lohnkosten. Davon hat die Gesellschaft aber nix.

In diesem System wird ein BGE früher oder später unumgänglich, da es irgendwann nicht mehr genug Arbeit gibt und vor allem, weil Arbeit als fairer Verteilungsmechanismus für die geschaffenen Werte nicht mehr funktioniert.

An diesem System fest zu halten wäre fatal.
Arbeit darf nicht länger nur simples Nebenprodukt der profitorientierten Planung von privaten Konzernen sein.
Stattdessen muss Arbeit als Soziale Funktion in einer Gesellschaft verstanden werden, die beschäftigt, Möglichkeiten bietet, Vermögen gerecht verteilt, erfüllt und gesellschaftlich Positives bewirkt. Das bedeutet, dass es auch viel Arbeit geben wird die sich finanziell nicht lohnen wird.
Aber wir müssen von dem Verständnis von Arbeit im kapitalistischen Kontext weg kommen, denn letztendlich geht es nicht um Gewinne sondern um Menschen. Raus aus dem "stahlharten Gehäuse der Hörigkeit".

Das hat dann einiges zur Folge: Zum einen werden sinnlose Konstrukte wie die 40-Stunden-Woche oder das 2-Tage-Wochenende wegfallen. Nachfrage nach Arbeitskraft wird nicht länger das Jobangebot bestimmen sondern vielmehr das Angebot. Arbeit wird nicht nur eine Dienstleistung des Arbeitnehmers sein, sondern auch eine Leistung des Arbeitgebers.
Der freie Markt bestimmt nach wie vor eine Grundlast die an menschlicher Arbeit notwendig ist, aber mit fortschreitender Technik werden die geschaffenen Werte immer weniger von Menschen abhängen. Westliche Industrien werden in nicht allzu langer Zeit relativ automatisiert Wert schöpfen und diese Werte dürfen dann nicht hauptsächlich in private Taschen wandern, sondern müssen dazu dienen unser gesellschaftliches System zu finanzieren.

Migration wir vor Allem bei einem solchen neuartigen Verständnis von Arbeit wichtig und vor Allem auf lange Sicht. Zum Einen geht es um Vielfalt, zum anderen um Demographie.

Ein Rentensystem hängt nicht wirklich davon ab wieviele junge Menschen es im Verhältnis zu alten Menschen gibt. Eine Gesellschaft schöpft entweder genug Wert um Rente zu finanzieren oder sie tut es nicht. Wenn unsere Wertschöpfung automatisiert wird könnten wir ebenso eine komplett veraltete Gesellschaft haben und allen trotzdem ihre Rente auszahlen.
Mittelfristig hilft Migration bei unserer bestehenden Rentenlogik, aber langfristig geht es bei Migration vor allem darum die Gesellschaft dynamisch und am Leben zu halten, ganz unabhängig von finanziellen Faktoren.


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Merkel am Ende?

04.06.2020 um 18:32
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das sind jetzt aber nicht 1.700.000 Fachkräfte ins Land gekommen.
Bei der Annahme von Flüchtlingen war das nie die Intention und wurde auch nicht so kommuniziert. Man wollte den Menschen einen sicheren Hafen bieten (durch Asyl und grundsicherende Leistungen) und die Möglichkeit, eine eigene, selbstständige Existenz aufzubauen (durch spätere Qualifizierungmaßnahmen und Jobvermittlung).

Aber es sind junge Leute, die auch lernfähig sind, da wird man sicherlich viele Leute in zumindest mittelmäßig anspruchsvolle Berufe bringen können. Und Einige werden auch hochspezialisierte Berufe ergreifen. Wenn sie schon mal da sind, darf man sie nicht vernachlässigen. Den Fehler hat man mit früheren Gastarbeitern, die geblieben sind, gemacht.

Für die demographische Entwicklung ist das günstig, weil langfristig ein großer Teil der eingeborenen Bevölkerung in Rente geht und zu wenig junge Bevölkerung nachkommt. Und die Anwerbung bereits qualifizierter Spezialisten aus dem Ausland klappt nicht so recht.


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04.06.2020 um 18:59
Zitat von 1.21Gigawatt1.21Gigawatt schrieb:Migration von hauptsächlich Fachkräften wäre eine Katastrophe, da das ja bedeutet, dass reiche westliche Länder die Leistungsträger ärmerer Länder abziehen. Das verschärft die Probleme dort nur.

Bei Migration von Flüchtlingen geht es hauptsächlich darum hier die Möglichkeiten und Hilfestellungen zu schaffen, dass die Leute die hier her kommen gut ausgebildet werden und Jobs finden.
Wie meinst Du das? Im vorherigen Beitrag hast Du erklärt dass wir Migration brauchen um den Sozialstaat erhalten zu können - die Migranten, auch nach einer Ausbildung hier müssen noch mehr wirtschaften und Abgaben zahlen um ihre Kosten zu decken und den Sozialstaat zu finanzieren und zwar in kürzerer Zeit.
Außerdem wie willst Du gut ausgebildeten Kräften an der Migration verhindern, wenn hier jeder sich ohne Identität nieder lassen kann?
Zitat von 1.21Gigawatt1.21Gigawatt schrieb:In diesem System wird ein BGE früher oder später unumgänglich, da es irgendwann nicht mehr genug Arbeit gibt und vor allem, weil Arbeit als fairer Verteilungsmechanismus für die geschaffenen Werte nicht mehr funktioniert.
Und nochmal: für was dann Migration? Du schwankst zwischen "braucht man für den Sozialstaat" und "es gibt keine Jobs für alle".
Zitat von 1.21Gigawatt1.21Gigawatt schrieb:An diesem System fest zu halten wäre fatal.
Ich wüßte nicht was an diesem System falsch ist, immer wollen "alle" am besten hierher, 30-40 Millionen haben hier in paar Jahrzehnten ihren Platz gefunden.


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Merkel am Ende?

04.06.2020 um 19:55
Zitat von JedimindtricksJedimindtricks schrieb:Keine Ahnung welche Partei dir vorschwebt für diese Fragen
Gar keine, in der Frage sind sich selbst die "Fundamentaloppositionellen" der AfD mit der Regierung einig. Von der Gesellschaft mal abgesehen, da erfreut sich Russland ja auch regelmäßig größerer Beliebtheit.

China wird das Land als Lieblingsdiktatur der Deutschen aber mittelfristig ablösen. :)
Zitat von 1.21Gigawatt1.21Gigawatt schrieb:Migration von hauptsächlich Fachkräften wäre eine Katastrophe, da das ja bedeutet, dass reiche westliche Länder die Leistungsträger ärmerer Länder abziehen. Das verschärft die Probleme dort nur.

Bei Migration von Flüchtlingen geht es hauptsächlich darum hier die Möglichkeiten und Hilfestellungen zu schaffen, dass die Leute die hier her kommen gut ausgebildet werden und Jobs finden.
Die Migration die wir erleben bringt nicht bettelarme Habenichtse ins Land, sondern im Herkunftsland vergleichsweise Bessergestellte. Die Ärmsten können sich eine Flucht gar nicht leisten, denn die ist nämlich ein ziemlich kostspieliges Unterfangen und für sie Bedarf es einer guten Vernetzung. "Armutsmigration nach Europa ist ein Mythos" - man lese hier nach:

https://www.spiegel.de/politik/ausland/fluechtlinge-aus-afrika-armutsmigration-nach-europa-ist-ein-mythos-a-1276011.html

Das ist auch kein Samariterdienst, um "Möglichkeiten und Hilfestellungen zu schaffen", damit erworbene Fähigkeiten dann beim Aufbau einer soliden Wirtschaft in der Heimat eingesetzt werden, sondern dient eigenen Interessen. Von den "Leistungsträger(n) ärmerer Länder" haben die betroffenen Staaten auch nicht viel, denn zurück geht keiner, wenn er es hier wirklich geschafft hat und die Rückkehr in die Herkunftsgesellschaft nicht attraktiver erscheint. Logisch, würde ich auch nicht machen.

Die deutsche Realität sieht dagegen ziemlich trist aus: kaum Fachkräfte, dafür viele Beschäftigungsverhältnisse mit geringer Bezahlung und kaum Qualifikationsansprüchen. Die "Streber der globalen Gesellschaft" haben es sich anscheinend bequem darin gemacht, die Drecksjobs Ausländern zu überlassen und sich dafür gegenseitig auf die Schulter zu klopfen.

https://www.zeit.de/2018/52/migration-fluechtlinge-geringqualifizierte-jobs-arbeitsplaetze (Archiv-Version vom 23.12.2018)

Der Brain Drain ist nachteilig für die Länder der abgeworbenen Arbeitskraft, aber auch im beiderseitigen Einvernehmen. Für Einwanderer ist nicht nur die wirtschaftliche Perspektive besser, oft spielt auch der Faktor Freiheit eine große Rolle. Ich kenne viele Iraner, für die das einer der Hauptfaktoren war. Armut ist also nur ein Teil der Wahrheit.


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04.06.2020 um 20:33
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Im vorherigen Beitrag hast Du erklärt dass wir Migration brauchen um den Sozialstaat erhalten zu können
Der Sozialstaat bzw. vor allem unser Rentensystem ist ein demographisches Solidaritätssystem.
Migration ist sowas wie ein demographischer Cheatcode.
Langfristig wird aber auch Migration das Problem nicht Lösung und wir müssen grundlegende Änderungen an der Funktionsweise bzw. vor allem Finanzierungsweise unseres Sozialstaats vornehmen.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Außerdem wie willst Du gut ausgebildeten Kräften an der Migration verhindern, wenn hier jeder sich ohne Identität nieder lassen kann?
Ich will sie nicht daran hinder, ich will es nur nicht fördern.
Faire Investitionen in Afrika, die Möglichkeiten, Sicherheit und Stabilität für die Menschen dort schaffen, sind der beste Weg um Flucht zu verhindern.
Aber damit sind wir reichlich spät dran und unsere Jahrhunderte lange Ausbeutung des Kontinents führt nun dazu, dass die Menschen auf ihrer Suche nach einem besseren Leben ihren Blick auf Europa werfen.
Das ist ein legitimer Wunsch den man den Menschen nicht verwehren kann und als Land mit einem demographischen Problem sowie Landflucht und einem immer leerer werdenden Osten sehe ich hier in erster Linie eine Win-Win Situation.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Und nochmal: für was dann Migration? Du schwankst zwischen "braucht man für den Sozialstaat" und "es gibt keine Jobs für alle".
Ja. Ist richtig so. Hängt davon ab welches Wirtschaftssystem wird über die nächsten 100 Jahre haben werden.
In beiden Fällen wäre Migration eine Bereicherung.
Zitat von AbahatschiAbahatschi schrieb:Ich wüßte nicht was an diesem System falsch ist
Es ist nicht nachhaltig, es führt zu extremer Ungleichheit, es untergräbt demokratische Strukturen, es folgt dem Prinzip der Profitmaximierung anstatt gesellschaftlichen Nutzen als Ziel zu formulieren.

Der erste Punkt ist schon gravierend genug. Wenn etwas nicht nachhaltig ist, dann bricht es früher oder später zusammen bzw. zerstört die Grundlage auf der es aufgebaut ist.
Im neoliberalen Kapitalismus liegt das daran, dass das ganze Systeme auf ewiges, endloses Wachstum angewiesen ist und Ressourcen als unerschöpfbar und Umweltverschmutzung als irrelevant einordnet.


Versuchen wir doch mal die Zukunft vorher zu sagen:
Was passiert wenn wir so weiter machen wie bisher?
Die Globale Temperatur steigt immer schneller, der Meeresspiegel steigt, fruchtbare Zonen verschieben sich.
Die Konsequenz?
Milliarden Klimaflüchtlinge müssen ihre Heimat für immer verlassen, da sie entweder unter Wasser liegt oder nicht länger geeignet ist um Menschen zu ernähren. Das bedeutet dutzende Millionen von Flüchtlingen jedes Jahr über viele Jahrzehnte hinweg.
Absurde Kosten um neue Städte, Infrastruktur, Handelsrouten usw. zu errichten um diese massiven Völkerwanderungen zu stemmen und den Leuten neue Perspektiven zu bieten.
Oder alternative Genozide an den frei erfundenen Linien die wir auf Karten gemalt haben.


Wir haben die Wahl zwischen diesem Szenario, oder einem Systemwechsel jetzt.
Die Konsequenzen des Klimawandels werden sich nicht mehr abwenden lassen. Aber das Ausmaß der Konsequenzen lässt sich beeinflussen.
Je schneller wir handeln umso langsamer und umso weniger extrem werden die Klimaveränderungen ablaufen und Zeit ist alles hier.
Ob 500 Millionen Menschen durch steigende Meeresspiegel über 30 Jahre ihr Heimat verlieren, oder ob 100 Millionen Menschen über 80 Jahren ihre Heimat verlieren. Das macht einen riesigen Unterschied.


Wir müssen jetzt ein System finden, dass den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen ist.
Das System, dass die wir aktuell haben ist es nicht. Es hat viele der Probleme die wir jetzt haben überhaupt erst verursacht.


Wir müssen einen Weg zu Leben finden, der Wohlstand und Nachhaltigkeit auf einen Nenner bringt. Ein System, dass den Konsum verehrt kann das nicht.


All das ist eine Frage von Gerechtigkeit und Macht.
Gerechtigkeit ist ein konfuses Konzept, dass allgemein schwer zu definieren ist, uns im Einzelfall aber sagen kann welche Zustände gerecht und welche ungerecht wären.
Macht ist ein weiteres konfuses Konzept das auf vielen Ebenen wirkt und bestimmt in welche Richtung wir uns entwickeln.
Historisch gesehen war Macht stets auf wenige zentralisiert und Gerechtigkeit abhängig von deren Wohlwollen.
Seitdem es die ersten Demokratien gibt, haben wir angefangen Institutionen zu erfinden, die Macht repräsentieren sollen und die Allgemeinheit mit einbeziehen.
Wir haben aber auch Institutionen erschaffen, die Macht substituieren durch bspw. Geld und über unser Finanzsystem extrem viel Macht aus dem Griff der öffentlichen, demokratischen Institutionen entfernen.


Genau wie die Menschen in den USA gerade versuchen Gerechtigkeit einzufordern und durchzusetzen gegen ein etabliertes Machtgefüge, dass Ungerechtigkeit zur Folge hat, so werden wir alle uns gegen irgendwie geartete Machtgefügen durchsetzen müssen um Gerechtigkeit im 21. Jahrhundert zumindest nicht komplett aus den Augen zu verlieren.


Neu ist diese Erkenntnis nicht unbedingt. Max Weber schreib Anfang des 20. Jahrhunderts (1904) von dem "stahlharten Gehäuse der Hörigkeit" und meinte damit die kapitalistische Logik und Rationalität, die unser Leben und Handeln bestimmt in einer Gesellschaft die um eben jene Logik errichtet worden ist.
Er mutmaßte, dass wir Menschen darin gefangen sein werden "bis der letzte Zentner fossilen Brennstoffs verglüht ist".

Er beendete diesen Text wie folgt:
Niemand weiß noch, ob am Ende dieser Entwicklung ganz neue Propheten oder eine mächtige Wiedergeburt alter Gedanken und Ideale stehen werden, oder aber – wenn keins von beiden – mechanisierte Versteinerung, mit einer Art von krampfhaftem Sich-wichtig-Nehmen verbrämt. Dann allerdings könnte für die ‚letzten Menschen‘ dieser Kulturentwicklung das Wort zur Wahrheit werden: ‚Fachmenschen ohne Geist, Genussmenschen ohne Herz: dies Nichts bildet sich ein, eine nie vorher erreichte Stufe des Menschentums erstiegen zu haben.


Letztendlich ist das alles eine Frage des Menschenbilds. Was wollen wir, was sollen wir, wie sind wir und was können wir?
Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir sie aber erstmal stellen können. Aktuell stellt sich unsere Gesellschaft nur eine Frage: Lohnt sich das finanziell?


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Merkel am Ende?

04.06.2020 um 21:42
Hallo @alle !



Weil ich heute mehrfach wegen meiner letzten Beiträge geaadet wurde, greife ich die noch einmal auf, obwohl es schwierig ist die Kritik an der Pandemiebekämpfung in einem Merkelthread unterzubringen. Ich hoffe ich beantworte dabei die wesendlichen Fragen an mich.Ich kann es mir dabei aber nicht verkneifen einige Seitenhiebe auszuteilen. Wer von mir gemeint ist, wird es schon merken. :D :D :D

Es war eine bekannte Forderung der Generation APO, den "Proto - Wutbürgern", das die Wähler "kritisch denken" sollen und sich nicht von Politiker Sprechblasen oder dem Vordergründigen einlullen lassen sollen. Da so etwas auch zur Schulausbildung im weiteren Sinn gehört, wundert es mich doch das so wenige Bundesbürger die Kunst beherrschen selber zu denken. Manchmal glaube ich die Bürger leben auf einem Ponyhof und halten die Pandemiebekämpfung für eine Showeinlage, bei der man sich ein bischen gruselt und dann applaudiert.


Als normaler Wutbürger erwartet man eigendlich im Falle einer Pandemie das ein medizinisch geschulter Mitarbeiter von Jens Span, also kein Politikwissenschaftler, Praktikant oder Bankkaufmann, eine Schublade öffnet und eine Art To - Do Liste rausholt und das die umgesetzt wird. Im Gesundheitsministerium scheint es aber weder das Eine noch das Andere zu geben. Die Vorbereitung war schon sehr mangelhaft.

Jeder normale Wutbürger sollte so langsam gemerkt haben das die Zahlen und Hochrechnungen, die man verwendet hat um eine Einschränkung der Bürgerrechte vorzunehmen, die Wirtschaft abzuwürgen und den Staatshaushalt auf Jahre zu überschulden einfach nur falsch waren. Mit "Falsch" meine ich nicht ein "bischen" falsch, so wie es mal passieren kann, sondern so "richtig" falsch, so als wenn man den sprichwörtlichen Affen mit seinen Dartpfeilen mit der Ermittlung beauftragt hätte.

Das man jetzt versucht die Schuld auf die Chinesen zu schieben, ist schon ärmlich. Unsere Fachleute haben es versäumt "richtig" zu fragen und bekannte Daten "richtig" auszuwerten. Überhaupt hat man die Methoden der Asiaten, wie Mundschutz tragen, eher negiert als ernst genommen. Ich verweise in den Fall gerne auf die Daten aus Italien, weil die Italiener auch die Zahl der Vorerkrankungen publiziert haben und die auf Wikipedia abrufbar sind. Da sollte ein Blick reichen um zu erkennen, das der Virus sehr wählerisch ist und die Einschätzung des RKI eher "Phantasiezahlen" sind. Die Recherchearbeit war folglich ebenfalls mangelhaft.

Der Fokus bei den schweren Krankheitsverläufen lag von Anfang an auf hochbetagte Menschen mit Gefäßerkrankungen (!) und da hätte man konkret ansetzen können, statt alles lahm zu legen. Um das Gesundheitssysthem vor Überlastung zu schützen, hätte man auch die Zahl der Beatmungsgeräte erhöhen können, falls es in Deutschland überhaupt erforderlich wäre.

Als Wutbürger sollte man sich auch über einiges Andere wundern. Der Lock down wurde damit begründet man müsse die "Kurve pressen" damit unser Gesundheitssysthem nicht überlastet wird und nicht darum die Krankheit "auszuhungern". Jetzt, wo diese Gefahr eher unwarscheinlich geworden ist geht es auf einmal darum die R - Zahl unter 1 zu halten. Merkt da einer was ?

Einem Wutbürger sollte auch auffallen, das man Pläne, wie z.B. der Eurobond, die man in normalen Zeiten ablehnen würde oder bereits abgelehnt hat, mit einem "Kampf dem Coronevirus Label" erneut vorstellt. Die erhöhte Kaufprämie für E - Autos fällt auch in die Kategorie Etikettenschwindel.

In Brasilien möchte ich auch nicht leben und am wenigsten in einem der zahlreichen Favelas. Beengte Lebensverhältnisse, wie in Heimen oder Slums, fördern die Übertragung von Krankheiten. H. Bolsonaro macht vermutlich das Einzige, was er machen kann - eben nichts !


Von Politabenteurern und Wutbürgern, wie den frühen Joschka Fischer oder Jutta Dithfurt, halte ich nicht sonderlich viel. Immerhin muß man denen zugute halten, das sie öffendlichkeitswirksam unangenehme Fragen stellen konnten und weil sie gehört wurden, mußte die Politik daraufhin handeln. Diesen Druck sehe ich heute nicht mehr und das ist einer der Gründe weshalb Kanzler Merkel "ihre Ruhe" hat.

Wenn Frau Merkel erst letztes Jahr gewählt worden wäre oder den Ehrgeiz hätte erneut zum Kanzler gewählt zu werden, wäre sie zunächst gefordert einen neuen Gesundheitsminister einzusetzen. Ein Bauernopfer tut immer gut und das Ministerium muß reformiert werden. Ähnliches gilt für die nationale wie auch internationale Zusammenarbeit. So kann Frau Merkel die Arbeit auf ihren Nachfolger abwälzen und hat wenig zu befürchten. Ich sehe einen enormen Aufklärungsbedarf z.B. weshalb es keine To - Do Liste gab, weshalb man falsche Zahlen verwendet hat, wie es um die eigene Recherche steht und weshalb man nicht sofort (!) auf die Obduktionsergebnisse aus Hamburg reagierte, sie bestätigen eigendlich nur die Richtigkeit der ilalienischen Angaben.

Als Kanzler würde ich solche Fragen auch nicht beantworten wollen, sondern auf den Gesundheitsminister zeigen und der zeigt auf die Landesfürsten. Irgendwie war dann keiner verantwortlich und die Einzigen, denen ich zutraue dagegen anzustinken, ist....... ich streube mich davor es zu tippen ..... die AFD.



Gruß, Gildonus


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Merkel am Ende?

04.06.2020 um 22:28
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Der Fokus bei den schweren Krankheitsverläufen lag von Anfang an auf hochbetagte Menschen mit Gefäßerkrankungen (!) und da hätte man konkret ansetzen können, statt alles lahm zu legen. Um das Gesundheitssysthem vor Überlastung zu schützen, hätte man auch die Zahl der Beatmungsgeräte erhöhen können, falls es in Deutschland überhaupt erforderlich wäre.
Okay. Alte Menschen schützen. Zu Hause einsperren, staatlich mit Grundnahrungsmitteln versorgen, fertig. Ja, wäre einfach gewesen. Die "paar" toten Jugendlichen und Mitt-40er, ja mei, die sind dann halt einfach Beifang.
In anderen Altersgruppen hätte es zwar wesentlich weniger schwere Krankheitsverläufe gegeben, und prozentual zu Älteren auch weniger Todesfälle - aber du kannst dich ja mal selber fragen wie es gewesen wäre, wenn in der Lebensmittelindustrie auf einmal 50 Infizierte rumrennen und in deinen Salat atmen.

Ein ganz praktikables Beispiel dafür ist Westfleisch. Da spricht man von Skandal - und keine Sau schert sich darum, dass man solche Zahlen von Infizierten bundesweit in den Firmen und Unternehmen hätte haben können. Und das völlig unkontrolliert und (dann) nicht eindämmbar.

Wenn das Gesundheitssystem bei den gemeldeten und kontrollierbaren Fällen schon so arg gebeutelt wurde kannst du dir ja mal ausrechnen wie es wohl ausgesehen hätte wenn es keinen Lockdown gegeben hätte. In den USA gibt es 1,9 Mio bestätigter Infektionen. 10x so viele wie in Deutschland, bei nur 4x so hoher Einwohnerzahl.

Übrigens: Die USA sind mit der Pandemie lascher umgegangen als Deutschland. Also quasi so, wie du es dir gewünscht hättest.


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Merkel am Ende?

05.06.2020 um 00:02
Eigentlich sollte sich doch inzwischen rumgesprochen haben, dass es auch bei jungen und gesunden Menschen zu schweren Krankheitsverläufen kommen kann und das selbst genesene Patienten unter schweren Langzeitfolgen leiden können.


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Merkel am Ende?

05.06.2020 um 09:01
Erfreulicherweise habe ich in
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Der Fokus bei den schweren Krankheitsverläufen lag von Anfang an auf hochbetagte Menschen mit Gefäßerkrankungen (!) und da hätte man konkret ansetzen können, statt alles lahm zu legen.
eine Zusammenfassung gefunden.
Und auch die zusammenfassende Lösung:
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Irgendwie war dann keiner verantwortlich und die Einzigen, denen ich zutraue dagegen anzustinken, ist....... ich streube mich davor es zu tippen ..... die AFD.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Als normaler Wutbürger erwartet man eigendlich im Falle einer Pandemie das ein medizinisch geschulter Mitarbeiter von Jens Span, also kein Politikwissenschaftler, Praktikant oder Bankkaufmann, eine Schublade öffnet und eine Art To - Do Liste rausholt und das die umgesetzt wird.
Hätte also die AfD das Sagen, hätte also Deiner Meinung nach ein medizinisch geschulter Mitarbeiter eines AfD-Gesundheitsministers eine Art To - Do Liste rausholt und die umgesetzt.(?)

Damit es bei keiner Nullaussage bleibt:
Was würde auf der To-Do Liste der AfD stehen? @Gildonus ?


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Merkel am Ende?

06.06.2020 um 12:02
Hallo @chriseba , hallo @Zarastro , hallo @alle !
Zitat von chrisebachriseba schrieb:Okay. Alte Menschen schützen. Zu Hause einsperren, staatlich mit Grundnahrungsmitteln versorgen, fertig. Ja, wäre einfach gewesen. Die "paar" toten Jugendlichen und Mitt-40er, ja mei, die sind dann halt einfach Beifang.
Also, so möchte ich auch nicht verstanden werden.

Es ist nicht das Staatsziel dich oder sonstwen vor Krankheiten zu schützen.
Das ist und das bleibt euer ganz persönliches Lebensrisiko !

Staatsziel war es unser Gesundheitssysthem vor Überlastung zu schützen und deshalb die Bemühungen die "Kurve zu plätten".

Nun kristalisiert es sich heraus das die vermutete Gefahr auf Zahlen und Hochrechnungen basieren, die einfach nur falsch (!) waren und das es bei einer angemessenen Überprüfung hätte auffallen müssen. Ich finde die Bundesregierung schuldet uns allen eine gute Erklärung weshalb sie wegen vermeidbaren Fehlern die ganze Wirtschaft lahm legt. Der Spaß soll nach verschieden Hochrechnungen 1,5 - bis 2 Billionen Euro kosten.

Der herz - und zuckerkranke "Opa Willi" ( Hochrisikopatient ) könnte sich recht gut selbst schützen.
Das fängt damit an das er nicht mit seinen Enkeln schmust. Er ist als mündiger Bürger erst einmal für sich selbst verantwortlich.


Gruß, Gildonus


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Merkel am Ende?

06.06.2020 um 15:15
@Gildonus
Ach ja, dann verraten Sie uns doch bitte auch die richtigen (!) Zahlen und Hochrechnungen, wenn Sie über ein solch umfängliches Wissen verfügen!

Sind die Ergebnisse zu hypothetischen Staatsverschuldungen denn wenigstens korrekt hochgerechnet?

Gruß Lexter

Edit: Es kamen in den letzten Tagen übrigens praktizierende Intensivmediziner zu Wort, die eindeutige sagen, dass ihnen dieser frühe und „harte“ Lockdown den Arsch gerettet hat! Auf deren Meinung baue ich irgendwie mehr, als auf Ihre oder die anderer YouTube-Universitätstrollen...


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Merkel am Ende?

06.06.2020 um 15:19
Hallo @eckhart , hallo @alle !


Kaum tippt man die Kürzel AFD, erscheinst du auf der Bildfläche !
Dabei hatte ich doch Knoblauch und ein Kruzifix auf meinen PC gelegt.

Im Gegensatz zu Anderen traue ich der AFD ein bischen was zu, allerdings traue ich denen nicht über den Weg.
Wählen würde ich die nur, wenn es sonst nur die Grünen zu wählen gäbe und das ist sehr theoretisch.
Zitat von eckharteckhart schrieb:Was würde auf der To-Do Liste der AfD stehen?
Das ist eine sehr spekulative Frage !
Ich bin der Überzeugung das man da auch an eine "strategische Bundesreserve" von Klopapier denkt.


Gruß, Gildonus


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Merkel am Ende?

06.06.2020 um 16:31
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Im Gegensatz zu Anderen traue ich der AFD ein bischen was zu
Dann bleib dabei!
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Ich bin der Überzeugung das man da auch an eine "strategische Bundesreserve" von Klopapier denkt.
Ich denke sogar, da denkt die AfD allein dran!


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Merkel am Ende?

06.06.2020 um 17:20
Zitat von eckharteckhart schrieb:Ich denke sogar, da denkt die AfD allein dran!
Da gibt es ja auch wesentlich mehr braune Scheiße wegzuwischen, als in anderen Parteien. :D


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Merkel am Ende?

08.06.2020 um 10:28
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Es ist nicht das Staatsziel dich oder sonstwen vor Krankheiten zu schützen.
Das ist und das bleibt euer ganz persönliches Lebensrisiko !
Doch, ist es. Das ist Aufgabe des Staates, wenn die Bevölkerung das nicht selbst hin bekommt. Jeder hat grundgesetzlich verankert das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Wenn sich dann irgendwelche Spackos auf Coronaparties oder beim Zusaufen auf dem Maigang infizieren und das Virus dann in der Weltgeschichte verteilen, leiden darunter unbeteiligte Personen.
Ich frage mich, wie sich Bewohner von Altenheimen etc. schützen sollen. Die haben sich infiziert, ohne ihr Zimmer zu verlassen.
Zitat von GildonusGildonus schrieb:Nun kristalisiert es sich heraus das die vermutete Gefahr auf Zahlen und Hochrechnungen basieren, die einfach nur falsch (!) waren
Wenn ich mal so in andere Länder gucke, scheinen die Zahlen und Hochrechnungen ja doch nicht übertrieben zu sein.


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Merkel am Ende?

08.06.2020 um 11:10
Zitat von GildonusGildonus schrieb am 04.06.2020:Als normaler Wutbürger erwartet man eigendlich im Falle einer Pandemie das ein medizinisch geschulter Mitarbeiter von Jens Span, also kein Politikwissenschaftler, Praktikant oder Bankkaufmann, eine Schublade öffnet und eine Art To - Do Liste rausholt und das die umgesetzt wird. Im Gesundheitsministerium scheint es aber weder das Eine noch das Andere zu geben. Die Vorbereitung war schon sehr mangelhaft.
@Gildonus

Nur hätten in dieser Schublade sehr viele To do Listen liegen müssen. Es war ja vor einem Jahr nicht klar, dass eine Pandemie mit einem derartigen Virus kommen würde. Dann hätte man gegen alle möglichen, auch völlig unbekannten Erreger schon Szenarien aufbauen müssen und zwar Viren, Bakterien, Pilze, Amöben, Protozoen mit jeweils ganz unterschiedlichen Verläufen und Übertragunswegen.
Zitat von GildonusGildonus schrieb am 04.06.2020:Um das Gesundheitssysthem vor Überlastung zu schützen, hätte man auch die Zahl der Beatmungsgeräte erhöhen können, falls es in Deutschland überhaupt erforderlich wäre.
Nur nützen Beatmungsgeräte ohne geschultes ärztliches und pflegerisches Intensivpersonal so gut wie nichts. Andere Länder hatten da viel knappere Ressourcen, denen könnte man das eventuell mal ins Lastenheft schreiben. Die Idee - so jetzt mal 10.000 Beatmungsgeräte her - und die Beatmungsspezialisten, die die beatmeten Patienten 24/7 betreuen, bestellen wir dann noch mal genau wo? Das kann nicht einfach jeder Arzt nach Lesen der 827 Seiten pdf Anleitung.
Zitat von GildonusGildonus schrieb am 04.06.2020:Einem Wutbürger sollte auch auffallen, das man Pläne, wie z.B. der Eurobond, die man in normalen Zeiten ablehnen würde oder bereits abgelehnt hat, mit einem "Kampf dem Coronevirus Label" erneut vorstellt. Die erhöhte Kaufprämie für E - Autos fällt auch in die Kategorie Etikettenschwindel.
Das sehe ich auch so. Uns wird jetzt das angedreht, was vorher dem Bürger unverkäuflich war. Da werden Volkswirtschaften saniert, die gar nicht erst durch Corona überhaupt nichts in einer gemeinsamen Wirtschaftszone zu suchen hatten. Mich würde auch ein 100er Tempolimit zur Corona Bekämpfung nicht wundern, das dann mir nichts Dir nichts selbst nach Durchimpfung der Bevölkerung bestand hätte, wie die Rückzahlung dieses Wahnsinnsplans von Merkel / Macron. Der würde tatsächlich mit ein bisschen Pech die Verhältnisse in Europa angleichen. Dann sind wir evtl finanziell auf dem Stand von Bulgarien.

Warum eine Infektionskrankheit dazu führen soll, dass wir plötzlich die Schuldenlast des Staates italien abtragen, werden mir Merkel und Macron nicht sinngebend erklären können. Die Italiener dürfte es freuen, die sind heute schon wesentlich reicher als die Deutschen, nicht zuletzt, weil der Staat sie weniger ausgiebig zur Steuerader lässt. Damit werden die Unterschiede dann noch größer und es heisst wieder:

Über Italien lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt.

Es wird höchste Zeit, die Lebenslüge der Merkelära: Wir als reiches Land müssten doch spielend... zu beenden.

Die Steuereinnahmen sind reichhaltig, der Staat ist relativ reich, aber die Bürger sind es nicht.


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Merkel am Ende?

08.06.2020 um 12:24
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Warum eine Infektionskrankheit dazu führen soll, dass wir plötzlich die Schuldenlast des Staates italien abtragen, werden mir Merkel und Macron nicht sinngebend erklären können. Die Italiener dürfte es freuen, die sind heute schon wesentlich reicher als die Deutschen, nicht zuletzt, weil der Staat sie weniger ausgiebig zur Steuerader lässt. Damit werden die Unterschiede dann noch größer und es heisst wieder:
Ist der Merkel Macron plan schon durch oder verarbeitest du noch ungelegte Eier?
Das der Italiener wesentlich, merke wesentlich, reicher ist kann ich wo nachlesen?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Über Italien lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt.
Na du bist ja geil drauf, glaub Italien ist das mit am stärksten betroffene Land der Welt.
Deiner Logik nach jubeln die ja darüber.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:die Lebenslüge der Merkelära
Irgendwie hast du echt ein hartes Leben,vorallem wesentlich ärmer wie ein Italiener. klingt fast nach Jim Carrey.


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