Jenny Böken - Tod einer Kadettin
12.09.2018 um 17:19Nö, geht er nicht.taren schrieb:und der verlinkte Artikel aus der Ostsee Zeitung geht nun in diese Richtung
Nö, geht er nicht.taren schrieb:und der verlinkte Artikel aus der Ostsee Zeitung geht nun in diese Richtung
mmh viel spieldraum bleibt da nicht.taren schrieb:Das wurde so nie ausgesagt, es hieß nur keine Vergewaltigung, daraus auf ein Einvernehmen zu schließen ist falsch.
Ok, könnte auch stimmen aber das würde ich aus der Formulierung nicht schließen. Wenn sie ihr Einverständnis gegeben hat, dann ist es nicht gegen ihren Willen. Wenn es gegen ihren Willen war wie du schreibst Vergewaltigung oder eben sexueller Missbrauch falls sie z.B. durch Alkohol massiv beeinträchtigt war. Es fehlen hier zugegeben noch zuviele Informationen.Photographer73 schrieb:Gegen ihren Willen bezieht sich auf den ungeschützten Sex, nicht auf den Sex generell, sonst würde man von Vergewaltigung sprechen. Klingt für mich eher danach, daß sie wollte, daß er ein Gummi benutzt, er wollte nicht und sie ließ sich dann irgendwann doch darauf ein. Deshalb machte sie sich später auch Gedanken darüber, ob sie schwanger geworden sein könnte.
Das Ganze wurde zudem gefimt, sie drohte damit alle anzuzeigen, die daran beteiligt waren.
Nicht nur das, der "Zeuge" spricht ja davon, daß sie Freunde waren.Fedaykin schrieb:ICh finde das ganze schon gedreht das 4 Fremde Leute sich alle in Düsseldorf auf PArty begegnen 3 oder mehr davon noch mit Böken auf der Gorch Fock waren etc
. Der spätere Zeuge bekam daraufhin ebenfalls Angst. Kurz darauf besuchten ihn drei Freunde, die auch auf der Party waren, in der Kaserne. Die Sache sei erledigt, er müsse sich keine Sorgen mehr machen.Da kommen also die drei zu ihrem Kumpel und erzählen ihm von einem Mord. Und er macht... Nix.
Was sie meinten: Jenny war zu diesem Zeitpunkt tot. Sie sei erdrosselt worden, wurde dann ins Wasser geworfen, so der Zeuge. Juristisch wäre das wohl Mord.
Versteh ich jetzt nicht. Ich erkläre dir mal meinen Gedankengang und dann du mir deinen.Fedaykin schrieb:Sorry ohne Parka Untergehen ist noch schwieriger.
Sorry aber das mit dem Auftrieb bzgl des Parkas halte ich für Irrelevant. Vor allem wenn dann noch einer der "LEiche" die Jacke ausziehen muss etc ist das eher Kontraproduktiv.Ilvareth schrieb:Grundsätzlich geht ein Mensch im Wasser unter. Wenn ich eine Leiche über Bord werfe, möchte ich ja eher nicht, dass man sie schnell findet, am besten noch jemand vom Schiff sie treiben sieht oder so. Sondern möchte eigentlich schon, dass sie schnell in der Tiefe verschwindet. Ich will ja meine Tat verdecken dadurch, wenn man nach zehn Minuten die Leiche wieder aus dem Wasser zieht, ist mir das ja nicht gelungen.
Gesetz dem Fall, dass das mit dem Auftrieb durch den Parka stimmt, hätte doch ein Täter, so er davon wusste, ihr den Parka ausgezogen, damit sie untergeht.
Da ist es egal ob Parka oder nicht. Man kann sich das ja mal ausrechen und selbst bei dem Daniel haben wir aktuell gesehen wie schwer es ist einen wiederzufinden, und wie lange ein Wendemanöver dauert.Ilvareth schrieb:Klar geht sie auch mit Parka unter, wenn der sich vollgesogen hat. Nur besteht in der Anfangszeit im Wasser, wenn das Schiff noch in der Nähe ist, ja das größte Entdeckungsrisiko. Das möchte man minimieren. Und viel weiter, zeitlich gesehen, wird ein hypothetischer Täter eventuell auch gar nicht gedacht haben.
So wie einige sich das hier Kontruieren müssen die unheimlich weit gedacht haben.Ilvareth schrieb:Und viel weiter, zeitlich gesehen, wird ein hypothetischer Täter eventuell auch gar nicht gedacht haben.
Wenn auf einem fahrenden Schiff eine Person über Bord geht, dann ist schneller achteraus als man denkt dann noch Wellen und mitten in der Nacht, dazu dann noch der dunkelblaue Parka, da braucht man mehr als Glück um den Verunglückten wieder zu finden. Bis man da ein Rettungsboot abgefiert hat das Schiff schon diverse Meter zurückgelegt. Hinzu kommt noch, dass in diesem Falll die Verunfallte keinerlei Zeichen geben konnte. Der Parka spielt da in meinen Augen keine Rolle ausser die Sichtbarkeit weiter zu erschweren.Ilvareth schrieb:Wenn ich eine Leiche über Bord werfe, möchte ich ja eher nicht, dass man sie schnell findet, am besten noch jemand vom Schiff sie treiben sieht oder so. Sondern möchte eigentlich schon, dass sie schnell in der Tiefe verschwindet.
Dietz sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, zu den Unterlagen gehöre eine eidesstattliche Erklärung: Ein früherer Kadett habe erklärt, dass kurz nach dem Auffinden der Leiche von Jenny Böken ihn mehrere Männer - darunter Marineangehörige - in einer Kaserne besucht hätten. Sie sollen angedeutet haben, dass die junge Frau erdrosselt worden sei. Dietz sagte, die Personen müssten für die Behörden identifizierbar sein und angehört werden.https://www.aachener-nachrichten.de/nrw-region/staatsanwaltschaft-prueft-neue-eingabe-im-fall-jenny-boeken_aid-32908019
Der Verfasser der eidesstattlichen Erklärung war laut Dietz während der Ausbildungsfahrt nicht auf der „Gorch Fock“ gewesen. Der Mann habe nach eigener Aussage mit Jenny Böken zuvor auf einer Party in Düsseldorf in alkoholisiertem Zustand Sex gehabt. Filmaufnahmen davon seien auf der „Gorch Fock“ kursiert, habe Böken ihm am Telefon noch erzählt, berichtete Dietz aus der eidesstattlichen Erklärung. Böken habe gedroht, das Kursieren der Aufnahmen zu melden.
Damit ist Vergewaltigung, bzw. sexueller Missbrauch auch vom Tisch. Es ging nur um die Aufnahmen, bzw die Verbreitung dieser (wenn man dem Zeugen glauben kann und es den Film überhaupt gab)Heide_witzka schrieb:Böken habe gedroht, das Kursieren der Aufnahmen zu melden.
War das so auch einem hypothetischen Täter klar, wenn man ihn unter den anderen Kadetten vermutet? Schließlich waren das blutige Anfänger. Schneller als man denkt, ja, aber kann man hier unterstellen, dass ein hypothetischer Täter das so klar vor Augen hatte?Heide_witzka schrieb:Wenn auf einem fahrenden Schiff eine Person über Bord geht, dann ist schneller achteraus als man denk
Richtig, aber wie viel „Alltag“ war denn da an Bord? Jenny Böken selbst tar gerade zwei Monate Dienst auf der GF. Deshalb stelle ich mir ja die Frage, ob das alles, was du ja richtigerweise anführst, einem hypothetischen Täter in einer Stresssituation auch so klar vor Augen und präsent war.Heide_witzka schrieb:Jeder Kadett sieht doch täglich wie schnell das Schiff fährt. Kann man aber auch ausrechnen und es gehört zum Alltag jedes Seemanns Kurse zu berechnen
Wenn es eine Tat im Affekt war, und wir behalten dabei immer im Hinterkopf, dass es für einen Mord keinerlei tragfähige Belege gibt, dann war es dem Täter wurscht weil halt im Affekt.Ilvareth schrieb:Deshalb stelle ich mir ja die Frage, ob das alles, was du ja richtigerweise anführst, einem hypothetischen Täter in einer Stresssituation auch so klar vor Augen und präsent war.
Exemplarische Darstellung der Ausbildung zum Truppenoffizier
Exemplarische Darstellung der Ausbildung zum Truppenoffizier Die Ausbildung zum Truppenoffizier der Marine beginnt am 1. Juli eines jeden Jahres mit einer sechsmonatigen militärischen und seemännischen Basisausbildung.
Darauf folgt ein sechsmonatiger Offizierlehrgang an der Marineschule Mürwik, inklusive einem fünfwöchigen Praktikum Bordbetrieb auf Einheiten der Marine. Im Anschluss absolvieren die frisch gebackenen Seekadetten ihr erstes Führungspraktikum in der Truppe auf der Ebene eines Unteroffiziers- Offizieranwärter mit technischem Studium dagegen ein technisches Praktikum im öffentlichen Bereich oder der privaten Wirtschaft.
Mit nur 39 Monaten Regelstudienzeit schließt sich im Regelfall ein Studium an den Universitäten der Bundeswehr an, bevor eine längstens 12 bis 15-monatige Fach- und Systemausbildung bezogen auf ein bestimmtes Waffensystem absolviert wird. Anschließend treten die jungen Offiziere ihren ersten Dienstposten in der Flotte, im Marineamt oder im Bereich der Streitkräftebasis an. Die Ausbildung ist in allen Teilen für weibliche und männliche Offizieranwärter identisch und dauert im Regelfall etwa sechs Jahre.
Man hat ja relativ schnell eine Rettungsinsel ins Wasser geworfen, die sollte die Position schon gut markieren und auch einen Anhaltspunkt für denjenigen im Wasser geben.Heide_witzka schrieb:Wenn auf einem fahrenden Schiff eine Person über Bord geht, dann ist schneller achteraus als man denkt dann noch Wellen und mitten in der Nacht, dazu dann noch der dunkelblaue Parka, da braucht man mehr als Glück um den Verunglückten wieder zu finden. Bis man da ein Rettungsboot abgefiert hat das Schiff schon diverse Meter zurückgelegt. Hinzu kommt noch, dass in diesem Falll die Verunfallte keinerlei Zeichen geben konnte. Der Parka spielt da in meinen Augen keine Rolle ausser die Sichtbarkeit weiter zu erschweren.
Auch richtig. Aber dann kommt der Zeitpunkt, an dem die Leiche vor dem hypothetischen Täter liegt und dieser realisiert, dass der Kreis möglicher Verdächtiger auch nicht besonders groß ist. Und dann muss man die Leiche loswerden. Das kann aber durchaus nach anderen Denkmustern ablaufen als die Tat selbst.Heide_witzka schrieb:Wenn es eine Tat im Affekt war, und wir behalten dabei immer im Hinterkopf, dass es für einen Mord keinerlei tragfähige Belege gibt, dann war es dem Täter wurscht weil halt im Affekt.
Kommt jetzt drauf an, wie man „ein paar Monate“ definiert.Heide_witzka schrieb:dann hatte JB schon ein paar Monate Grundlagen gebüffelt, bevor sie aufs Schiff kam
Warum sollte es vom Tisch sein, weil sie es nicht thematisiert hat, nicht wirklich.Photographer73 schrieb:Damit ist Vergewaltigung, bzw. sexueller Missbrauch auch vom Tisch. Es ging nur um die Aufnahmen, bzw die Verbreitung dieser (wenn man dem Zeugen glauben kann und es den Film überhaupt gab)
Hat hier nicht jemand Marine Traffic dann müsste es doch dort Aufzeichnungen von damals geben wie sich die Gorch Fock bewegt hat zum Unglückszeitpunkt.Heide_witzka schrieb:Selbst wenn alle über sich hinaus wachsen und in 2 Minuten das erste Rettungsboot bemannt und abgefiert wurde ist die Verunfallte schon über 400m abgetrieben.
Für den amtlichen Sportküstenschifferschein hast du vielleicht 10 -15 Stunden theoretischen Unterricht, das entspricht dann etwas 2 Schultagen. Beim SKS musst du auch navigieren, Kurse berechnen, Fahrt durchs Wasser, Geschwindigkeit über Grund ect..Ilvareth schrieb:Das macht knappe zwei Monate Theorie.
Ich glaube nicht, dass das viel bringt.Eine Rettungsinsel wird bei Windstärke 7 ganz anders abgetrieben. Wahrscheinlich verwirrt das mehr als es hilft.taren schrieb:Man hat ja relativ schnell eine Rettungsinsel ins Wasser geworfen, die sollte die Position schon gut markieren und auch einen Anhaltspunkt für denjenigen im Wasser geben.
Niemand hat das je thematisiert, eine Vergewaltigung oder ein sex. Mißbrauch ist lediglich eine Interpretation von dir. JB drohte damit das verbreiten des Videos zu melden, lt. Zeuge, aber eine Vergewaltigung oä ließ sie unter den Tisch fallen ? Sie ging nicht zur Polizei, nicht zum Arzt, erzählte es nicht ihren Eltern oder Freunden. Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, aber es muß stattgefunden haben, weil es sonst wieder kein Motiv für den angeblichen Mord gibt.taren schrieb:Warum sollte es vom Tisch sein, weil sie es nicht thematisiert hat, nicht wirklich.
wenn sie -laut Zeugenaussage- damit gedroht hat, die Verbreitung des Videos anzuzeigen, nicht aber gedroht hat, eine Vergewaltigung anzuzeigen, dann kann man mit Fug und Recht annehmen, dass es keine Vergewaltigung gab.taren schrieb:Warum sollte es vom Tisch sein, weil sie es nicht thematisiert hat, nicht wirklich.
das sollte nun für eine so simple Erkenntnis, dass bei Seegang nachts eine bei Fahrt über Bord gehende Person nur schwer zu finden ist, gereicht haben. Für diese Erkenntnis sollte sogar die Lektüre der Zeitung reichen, denke mal an den Fall Küblböck, der gerade durch die Presse geht: bei dem wurde das Über-Bord-Gehen ja sogar von einem Zeugen gesehen, es wurden sofort Suchmassnahmen eingeleitet, gefunden ist er dennoch bislang nicht.Ilvareth schrieb:Das macht knappe zwei Monate Theorie.
da gibt es doch auch Aufzeichnungen zu, die in der Doku gezeigt wurdentaren schrieb:Hat hier nicht jemand Marine Traffic dann müsste es doch dort Aufzeichnungen von damals geben wie sich die Gorch Fock bewegt hat zum Unglückszeitpunkt.