LionKing10 schrieb:Ich persönlich finde das auch ein Armutszeugnis das keiner an Zivilcourage gedacht haben. Ich möchte den beiden Fahrern auch nicht vorwerfen aber man hätte dazwischen gehen können. Zumindest einschreiten.
Leider symptomatisch für die damalige Zeit. Das hat sich ja etwas gewandelt in den letzten Jahren, nicht nur erst durch die Einführung des Aktenzeichenpreis für Zivilcourage, usw. Heute wäre so ein Szenario kaum noch möglich, da fast überall in solchen Einkaufspassagen, Bahnhöfen diverse Videokameras stehen, sodass eine Überführung eines Täters relativ zeitnah passiert wäre.
LionKing10 schrieb:Dieser Mann lebt wahrscheinlich denke ich mal.
Wer den Namen richtig kennt kann bestimmt herausfinden wo er lebt. So alt war der ja nicht. Im Jahr 1999 war er 31 Jahre alt. Jetzt müsste er 56 um den Dreh sein.
Er tauchte lediglich im Stern Podcast meines Wissens nach auf. In diversen anderen Dokumentationen und Berichten, wird er nicht einmal erwähnt. Das war mir bis dato neu muss ich gestehen, wenn ich vorher nicht den Stern Podcast gehört hätte. Ich kenne den Fall ja auch schon sehr lange, usw.
LionKing10 schrieb:D.A ist 1,70 cm groß und eher nordisch. Und auch nicht kräftig eher korpulent.
Ja, kann man ganz gut an dem Bildmaterial und Filmberichten ersehen, dass er nicht größer als höchstens 1.70 cm ist und von eher korpulenter Statur. Ende der 90er als er noch jünger war, trug er wohl zum Verschwinden von Hilal eine Brille, wenn ich es richtig gesehen hatte. Passt also hinten und vorne nicht mit der Zeugenbeschreibung.
LionKing10 schrieb:Irgendwo mage ich mal gelesen zu haben das die beiden Fahrer glaube ich den Q. Eher zu ordnen konnten als d.A also was anfangen konnten. Bin mir aber nicht so sicher
Ja, es gab eine Gegenüberstellung mit den Busfahrern. Die meinten er könnte es gewesen sein, waren sich aber nicht zu 100 % sicher. Das reichte nicht und damit war der erste Verdächtige den Chedor im Podcast erwähnte und der wohl auch schon einschlägig bei der Polizei vorher bekannt gewesen ist, nicht weiter tatverdächtig im Fall Hilal.
Chedor sagte im Podcast, wenigstens wurde dieser Typ dann zu einer Haftstrafe wegen der Entführung des anderen Mädchens verurteilt und erst einmal für sieben Jahre aus dem Verkehr gezogen.
Dirk A. soll bis dato ein ungeschriebenes Blatt bei der Polizei gewesen sein. Der war vorher noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten und hatte auch keine Vorstrafen.
CaiaLia schrieb:on Äußerlichkeiten auf Verwandtschaft zu schließen bzw. diese auszuschließen; sehe ich als ungut.
Wenn die Mutter bspw. dunkelhaarig und auch olivfarbene Haut hat, kann das auch bei einem rothaarigen Partner im Kind durchstechen.
Genauso wie es eben Fälle gibt, in denen ein optisch hellhäutiges Paar ein eher dunkelhäutiges Kind bekommen haben, weil bei eines der Großelternteile oder Urgrosselternteile dunkelhäutig war.
Einfachstes Beispiel: mein Vater hat dunkle Augen, meine Mutter grüne; ich habe Hellblaue, wie mein Großvater.
Was sich halt an Genen durchsetzt.
Ja sollte man auch nicht zwangsläufig von ausgehen. Es ist aber sehr auffällig wie ich finde. Und daran haben sich ja auch genügend Zeugen erinnern können, dass das doch ein sehr ungewöhnliches Szenario gewesen sei, usw.
CaiaLia schrieb:Aber ja, Wald im Winter…ist schon im Winter/bei Frost im Garten eine Arbeit für mich, im Beet Erde tiefer zu bewegen, um Bokashi zu vergraben. Und ich bin wenigstens halbwegs „sportlich“ und habe Kraft in den Armen.
Waldboden ist im Sommer schon nicht einfach, durch das ganze Wurzelwerk. Da gibt es ja leider auch genug Fälle, wo es gerade zu einem sehr flachen Grab gereicht hat.
Eben. Insbesondere Waldboden ist im Winter noch härter und unzugänglicher als im Sommer, um dort ein Loch oder Grube auszuheben die tief genug ist und wo Knochen nicht von Tieren freigelegt werden können. Das ist wie gesagt sehr zeitintensiv und nur äußerst mühsam zu bewerkstelligen. Da gibt es rund um Hamburg sicherlich einfachere Orte um jemanden für immer verschwinden zu lassen.
Deswegen bin ich grundsätzlich ohne konkrete Anhaltspunkte immer skeptisch, wenn irgendwelche Suchaktionen in Waldgebieten, meist ohne nennbaren Erfolg geleistet werden. Nur weil ein Hund in einem Gebiet anschlägt, heisst es nicht, dass dort auch eine Leiche vergraben sein muss. Das ist schon eine etwas naive Denkweise, wie ich finde.
CaiaLia schrieb:Und nicht wenige Täter verbringen ihr Opfer auch in eine gewisse oder große Entfernung.
Das kommt noch erschwerend hinzu, richtig. Und das ist mit Sicherheit nicht unbedingt der Hamburger Volkspark...
CaiaLia schrieb:Sollte…wäre sicher mal eine interessante Studie Zeugenaussagen zur Optik des Täters mit dem wahren Täter zu vergleichen.
Aber hier gehe ich schon mit. Wikinger und DA? Eher nein. Wikinger stellt man sich doch anders vor…da hat Richard Wagner schon sehr die Vorstellungen des großen, durchtrainierten, harten Wikingers geprägt.
Das kommt natürlich darauf an wie gut die Beobachtungsgabe eines Zeugen ist. Es gibt Menschen die haben ein Gedächnis wie ein Sieb, wenn sie jemanden beschreiben müsssen. Andere verfügen über ein photgrafisches Gedächtnis und können auch Jahre später noch eine Person so exakt beschreiben, wie sie wirklich ausgesehen hat.
Ich glaube aber grundsätzlich, dass Details wie beispielsweise die Körpergröße eher im Gedächtnis haften bleiben. Das ist einfach signifikant und auffällig im Gegensatz zu der Farbe eines PKW`S, ob nun blau oder schwarz, welcher Hersteller usw. Oder auch die Bestimmung des Gesichtes eines möglichen Täters bei der Anfertigung eines Phantombildes halte ich für äußerst schwierig. Nimmst du 10 Probanten, die einen Mann beschreiben sollen, wird es wohl mit Sicherheit kaum Übereinstimmungen geben bei der Beschreibung der Person. Das zeigt ja leider auch die Realität bei vielen ungeklärten Fällen, dass da ein Phantombild nur äußerst selten zielführend ist.
CaiaLia schrieb:Leider kann der Täter auch weder DA noch HJQ sein, sondern ein ganz anderer. Hilal ist leider nicht der einzige ungeklärte Vermisstenfall bzw. Mordfall an/von Kindern in Deutschland. Jeder dieser Fälle ist einer zuviel.
Ja auch das ist möglich. Ich bin mir aber in diesem Fall ziemlich sicher, dass es entweder Zeugen gibt, die da mehr gesehen haben als derzeit bekannt, bzw. es Mitwisser gibt, die genau den Täter zu kennen scheinen.
Es gab, wie bereits bekannt ist zwei konkrete Anrufe zu diesem Fall, wo sich jeweils zwei Männer ( vielleicht sogar der gleiche Mann?) meldeten. Der erste Anruf erfolgte direkt bei der Familie im Jahr 99 und es sollte zu einer Verabredung an einer Kirche mit dem Vater von Hilal kommen. Das Martinshorn der Polizei verhinderte, so vermutete man, dieses Treffen.
Ein weiterer Anruf erfolgte 2018 ( oder 2020?) direkt bei der Polizei. Die Gretchenfrage, die sich mir hier stellt, warum meldete dieser Mann/Männer sich später nicht wieder?
Entweder nur Wichtigtuerei oder vielleicht selbst Dreck unter den Nägeln? Diese Frage bleibt leider ungeklärt. Aber irgendjemand muss da draussen Näheres wissen, davon bin ich überzeugt...