@Individualist
Individualist schrieb:Nicht wirklich, außer ein paar Pöbeleien, gibt es keinen Krieg dass man sagen könnte dass man es untereinander nicht aushält. Liegt vielleicht daran dass du es nicht magst wenn du mit fremden zusammen in einem Bus sitzt.
Wenn die eigene Tochter ständig als „Frischfleisch“angesehen wird, und wenn dein eigenes Kind ständig nach Hause kommt und heult, weil es aufgrund ihrer Nationalität, ihres Aussehens und ihrer Religionszugehörigkeit ständig Probleme mit Jugendlichen aus immer größer werdenden Bevölkerungsgruppen aus Nahost und Nordafrika hat, bewegt dich das schon dazu, zu überdenken, ob das wirklich alles so toll ist wie immer gesagt wird. Ich finde es zugegebnermaßen fast schon genial von euch Linken, wie ihr es schafft eine zum Scheitern verurteilte Gesellschaftsform immer wieder schönzureden. Dass Multikultur nie und nirgendswo auf der Welt ohne „Reibungen“ unter den Etnien und/oder Kulturen funktioniert hat, klammert ihr einfach aus.
@kiki1962 bringt diese kuriose Denkweise auch ganz gut zum Ausdruck, in dem man einen einzelnen Menschen lediglich danach beurteilt „wie er ist“.
kiki1962 schrieb:dieses aufmerksam sein auf andere "ursprünglichkeit" ist doch bedeutungslos - wie jemand aussieht doch auch - wichtiger ist doch wie jemand ist
Wie kann man einen Menschen völlig unabhängig von seiner gruppenspezifischen Identität betrachten??? Menschen leben fast immer in Gemeinschaften. Sie entstammen also bestimmten Gruppen, mit bestimmten Ansichten, Werten, Idealen usw. Sie identifizieren sich also eben genau mit diesen gruppenspezifischen Werten/Idealen, welche sie auch in ihrer Lebensweise vertreten. Ein Mensch kann nie unabhängig von seinem identitätsstiftenden Umfeld betrachtet werden. Daher können Gesellschaften nur funktionieren, wenn die darin lebenden Individuen bestimmte gemeinsame Nenner aufweisen. Oder anders ausgedrückt: Wie soll eine Gesellschaft funktionieren, wenn die Ansichten darin lebender weitesgehend kulturhomogener Gruppen, so weit auseinanderdriften, dass ein Zusammenleben langfristig nicht mehr möglich ist, OHNE dass eine Gruppe von ihren Werten/Idealen zumindest teilweise zurückweicht!?
Individualist schrieb:Das sind keine Gruppen spezifische Unterschiede, die beiden Gruppen haben eine Unterschiedliche Einwanderungsgeschichte. Bei den Vietnamesen handelt es sich meist nicht um die Gastarbeiter die aus der DDR gekommen sind sondern um gebildete Schichten die in Vietnam keine Arbeit fanden. Und bei den Libanesen kamen bereits viele aus armen Milieus mit teilweise Kriminellen Hintergrund. Aber es gibt genauso Vietnamesen die von Sozialhilfe leben, als auch Libanesen die ins Gymnasium und gute Noten schreiben.
Was hat denn die Einwanderungsgeschichte damit zu tun??? Beides sind Menschen mit Migrationshintergrund aus aussereuropäischen Kulturen. Beide finden hier gleiche Bedinungen vor. Den einen gelingt es, den anderen nicht.
In der Zeit heisst es:
Angeworben Mitte der achtziger Jahre, erlebten die Arbeitsmigranten aus dem sozialistischen Bruderland nach der Wende in Ostdeutschland häufig den Absturz in Arbeitslosigkeit und Armut, sie waren isoliert, wurden zum Opfer von Fremdenhass. Ihre Kinder jedoch sind nun dabei, mit ungeheurem Fleiß und Bildungsdrang die deutsche Gesellschaft zu erobern. Denn der Druck, gute Noten zu erzielen, ist in vietnamesischen Familien enorm.
Zugleich stellt der Schulerfolg der Vietnamesen eine ganze Reihe vermeintlicher Wahrheiten der Integrationsdebatte infrage. Wer etwa meint, dass Bildungsarmut stets soziale Ursachen hätte, sieht sich durch das vietnamesische Beispiel widerlegt. Auch die These, Migranteneltern müssten selbst gut integriert sein, damit ihr Nachwuchs in der Klasse zurechtkomme, trifft auf die ostasiatischen Einwanderer nicht zu. Gewiss, vietnamesische Eltern der ersten Generation hatten – anders als die Türken oder Italiener – oftmals selbst einen höheren Schulabschluss. Aber auch sie sprechen meist kaum Deutsch, leben in einer Nische unter sich und bilden so etwas wie eine Parallelgesellschaft.
Dass ihre Kinder dennoch zu den Musterschülern unter den Migranten wurden, ist der Beleg für die Kraft einer Kultur, deren Strebsamkeit selbst unter widrigen Bedingungen zum Aufstieg führt. http://www.zeit.de/2009/05/B-VietnamesenOh! Doch kulturelle Unterschiede??
Und Einzelfälle gibt es immer. Sie sind aber nicht aussagekräftig. Es sind halt nur 10% libanesischstämmige Menschen in diesem Land gibt, die eben keine Transferleistungen beziehen. Woran liegt das nun? Nicht nur an "sozialen Urachen"!