frauZimt schrieb:Es geht dabei doch nicht auf faktenbasierenden Analysten,
sondern um Lobbyarbeit. Es geht um Gewinnbeteiligungen, Aufsichtsratsposten
usw.
Und selbst wenn AKWs nicht mehr ans Netz gehen sollten, wird mit der Idee
immer noch Geld zu machen sein. Sonst würden solche Ideen doch gar nicht
mehr auf den Tisch kommen.
Ich glaube eher, dass es da um Wählerfang geht. Die Atomkonzerne haben ja schon mehrfach betont, dass sie kein Interesse daran haben, neue Kraftwerke zu bauen - wahrscheinlich würden sie ihre Meinung zwar ändern, wenn der Staat ihnen die Dinger schenkt, aber soweit wird selbst die CDU nicht gehen.
Außerdem wissen die Konzerne doch sehr genau, dass selbst die größten Kernkraftbefürworter ganz schnell ganz viele tolle Gründen finden werden, warum in
ihrer Nachbarschaft kein AKW gebaut werden kann (siehe die CSU, die gerne Atomkraft haben möchte, aber ein Endlager in Bayern ist natürlich ganz ausgeschlossen).
Es wird also de facto keine Neubauten geben, von daher ist es für die CDU relativ ungefährlich, mit dem Versprechen von billigem Strom durch Atomkraftwerke eine konservative Klientel einzufangen, weil sie genau wissen, dass man im Zweifelsfalle dieses Versprechen nicht umsetzen muss. "Wir würden ja gerne, aber die Grünen/die EU/ die Anti-AKW-Bewegung lassen uns ja nicht..." Irgendein Sündenbock wird sich finden, mit dem man dann erklären kann, warum nicht morgen das erste neue AKW ans Netz geht und der Strom fast kostenlos wird.