Warum ist es verpönt, keinen Job zu haben?
29.05.2017 um 01:34@lightfoot Manchmal können einige Menschen das vielleicht nicht?
deshalb schrieb ich ja "meist"...donnerherz83 schrieb:Manchmal können einige Menschen das vielleicht nicht?
Ich bezog mich auf deinen Kommentar "körperlich, geistig oder seelisch", nicht nur auf Letzteres, wie du hier grad suggerieren willst. Ich schätze, du hast da auch nicht mehr Erfahrung, wie viele Menschen trotz schwerer psychischer Erkrankung in einer Behinderteneinrichtung oder anderswo arbeiten?Hyphaema schrieb:Gut, ich merke, dass du sowohl mit schweren psychischen Erkrankungen wenig Erfahrung hast
Sachlicher als Bier und Feinripp wars schon :D und was ist daran arrogant? Ich schrieb ja, die meisten behinderten Menschen WOLLEN arbeiten, weil es ihnen damit besser geht.Hyphaema schrieb:nicht dazu in der Lage bist, einen einigermaßen sachlichen und nicht über alle Maßen arroganten Ton einzuschlagen.
genau das was ich mit dem hier meinteNaPalmkatzl schrieb:psychisch Kranke müssten sich nur zusammenreissen, dann könnten sie auch arbeiten gehen.
in meinem Fall Angststörungen mit denen ich bis heute zu kämpfen habe.Venom schrieb:Weil es ungerecht anderen gegenüber ist und man ihnen "auf der Tasche liegt". Ich war mal auch so einer, allerdings hatte es bei mir nichts mit Faulheit zu tun sondern mit etwas wofür ein Teil der Menschen aber trotzdem kein Verständnis hat.
Klingt aber trotzdem sehr negativ...Sector7 schrieb:Auch Menschen mit diesen Einschränkungen können, sollten und wollen meist trotzdem arbeiten, zB in Behindertenwerkstätten.
Als ich noch gearbeitet habe, war ich Heilerziehungspfleger und habe mit behinderten Menschen, sowohl geistig als auch körperlich oder beides, gearbeitet. Ich kenne die Werkstätten und ich weiß auch, dass dort bei Weitem nicht alle Menschen "arbeiten", viel mehr werden sie dort einfach nur betreut, weil sie nicht dazu in der Lage sind, produktiv etwas zu leisten. Das trifft sicherlich nicht auf alle zu - der Großteil verrichtet sogar gern dort seine Arbeit, auch wenn sie nicht gerade viel verdienen.Sector7 schrieb:Ich bezog mich auf deinen Kommentar "körperlich, geistig oder seelisch", nicht nur auf Letzteres, wie du hier grad suggerieren willst. Ich schätze, du hast da auch nicht mehr Erfahrung, wie viele Menschen trotz schwerer psychischer Erkrankung in einer Behinderteneinrichtung oder anderswo arbeiten?
"Auch da muss man seinen Hintern jedoch hinschieben und kann nicht den ganzen Tag auf der Couch liegen und im Internet surfen, das ist soweit korrekt... :)"Sector7 schrieb:Sachlicher als Bier und Feinripp wars schon :D und was ist daran arrogant? Ich schrieb ja, die meisten behinderten Menschen WOLLEN arbeiten, weil es ihnen damit besser geht.
Ist zwar nicht an mich gerichtet aber ich beantworte das jetzt einfach mal mit NEIN.Sector7 schrieb:Würdest du denn nicht auch sagen, du hättest, anstatt 24h / Tag im Internet zu surfen (übertriebene Annahme, nicht auf dich bezogen), nicht auch als Admin, Programmierer, Telefonist, Schreibkraft von zu Hause aus arbeiten können, entsprechende Skills vorausgesetzt?
Ich sehe da nach wie vor keinen besonderen Unterschied und das Ding mit dem Leistungsdruck ist Vertragssache...
Nope, du argumentierst mMn. auch so authentisch.Hyphaema schrieb:ch könnte dir hier nun all meine Beschwerden auflisten, die ich hatte, als ich noch arbeiten musste, aber ganz ehrlich: Wozu? Muss ich mich vor dir rechtfertigen?
Das habe ich hier ja auch bereits negiert, weil das kann ich auch zu jedem sagen, der nur n 0815-Job von 8-16 Uhr macht, obwohl er zu mehr fähig wäre, aber zu faul ist. Das ist vergleichsweise noch schlimmer, da dann ja nicht mal ne Krankheit vorliegt. Nur mittels des Status Job / kein Job kann man keinen Menschen beurteilen.Venom schrieb:"ach, die haben es ja gut, dass sie dies und das machen/nicht machen"
Weil hier jetzt deinerseits schon des Öfteren Klischees wie "Couch", "Internet surfen", "WoW" und "Fantasiewelt" gefallen sind: Glaubst du wirklich, jeder Joblose, ob nun prinzipiell erwerbsfähig oder nicht, würde 24/7 nur mit seinem faulen Hintern auf dem Sofa sitzen und sich seines Lebens freuen? Findest du das nicht selbst schon ein bisschen zu klischeehaft?Sector7 schrieb:Bin mir nicht sicher, was du mit "versklaven" genau meinst, sowas wie ne temporäre Aufgabe?
Führt das zu einer Flucht in eine Fantasiewelt im Internet oder WOW oder sowas? Wieso ist dafür genug Energie und Konzentration vorhanden, erschließt sich mir nicht wirklich?
Und genau das fing bei mir vor nun schon cirka 7 Jahren an und hatte dann vor allem in den letzten 4 Jahren katastrophale Auswirkungen auf mich, unter anderem, dass ich in den letzten 3 Jahren über 600 wenn nicht sogar über 700 mal erbrochen habe, seit cirka 2 Wochen hat es zumindest großteils aufgehört, aber vll ist es wieder nur eine kurze "Ruhepause" (ich rede nur von Erbrechen gerade)Hyphaema schrieb:Der Sklave deiner Angst bist du, wenn du Panikattacken bekommst, sobald du das Haus verlässt und drohst ohnmächtig zu werden, aus heiterem Himmel, als krasses Beispiel. Die Symptome sind irrational, aber äußerst real. Herzrasen, Kopfbrennen, Hyperventilation, Schüttelfrost, Schwächeanfälle, Schmerzen, Blutdruckabfall, Ohnmachtsgefühle ... auf der Arbeit, in der U-Bahn, im Supermarkt. Ist nichts, was ich irgendjemandem wünschen würde.