@tomDeine persönliche Sicht auf die Dinge steht dir völlig frei, ich denke aber, dass du deine persönliche Sichtweise darauf nicht zur Allgemeingültigkeit erklären solltest. Denn wenn du selbst in diesem Bereich tätig bist, solltest du wissen, dass Phänomene sich nicht kategorisieren und in Schubladen stecken lassen. Es wären sonst keine Phänomene mehr. Auch finde ich es schon etwas gewagt uns unsere Erfahrungen abzusprechen, obwohl du es strenggenommen nicht beurteilen kannst. Ich persönlich finde (und das soll nicht abwertend herüber kommen), dass dir die Offenheit fehlt. Du siehst die Dinge zu sehr von deiner Haltung, deinem Standpunkt aus, was an sich ja nicht schlimm ist. Aber wenn es um das Thema "Paranormales" geht, könnte genau diese verkrampfte Haltung dazu führen, dass du sogar Phänomene gar nicht mehr siehst und anderen diese absprichst, weil du für dich eben keine Bestätigung findest. Das es paranormale Phänomene gibt, ist ja keine Erfindung von Ghosthuntern, sondern bewegt die Menschheit ja schon seit Jahrhunderten. Der Paraforscher Walter Lucadou räumt diese Phänomene ja selbst ein und hat dafür Erklärungsmodelle entworfen. Es stellt sich also nicht die Frage, ob Phänomene existieren, sondern was dahinter steckt und in welcher Form diese sich zeigen/mitteilen/offenbaren.
Die Tatsache, dass du z.B. die ITK anzweifelst, obwohl Wissenschaftler sich seit Dekaden damit auseinandersetzen, sagt eben auch viel darüber aus, was du überhaupt bereit bist zuzulassen. Und ich habe den Eindruck gewonnen, dass (bitte verübel mir das nicht) nur du entscheidest, was als paranormal gewertet wird. Alles, was nicht in dein Schema passt, ist irrational, reine Unterhaltung oder generell Mist. Das ist nicht nur schade, sondern auch etwas unfair. Findest du nicht?
Leider vergleichst du auch etliche Ghosthunterteams miteinander, was dazu führt, dass du dir bereits ein Gesamturteil gefällt hast und dir dadurch die nötige Unvoreingenommenheit im Umgang mit diesen Teams fehlt. Vorurteile an sich sind menschlich, doch kann man auch lernen vorurteilsbewusst zu sein. Der Unterschied besteht darin, dass man offen bleibt und die Dinge individuell bewertet.
Du behauptest ja u.a. unser großes Vorbild wären die Geisterakten, obwohl wir uns allein schon vom Stil völlig unterscheiden. Und die Tatsache, dass wir Interviews abgeben, hat nichts mit dem Format der Geisterakten zu tun. Du findest solche Interviews in sämtlichen Dokumentationen oder Unterhaltungsserien.
Solange wir uns nicht als Wissenschaftler bezeichnen, können wir doch mit Geräten arbeiten, wie wir es nach unserem Verständnis für richtig halten. Man muss hier eben unterscheiden, dass wir nicht nach wissenschaftlichen Kriterien arbeiten müssen. Es ist einfach die reine Freude am Thema und diese dürfen wir doch für uns erfahrbar machen, wie wir denken, dass es Aussicht auf Erfolg hat.
Dazu sei noch gesagt, dass "wissenschaftlich arbeiten" bedeutet, dass etwas reproduzierbar, objektivierbar etc. sein muss. Ich denke, bezugnehmend auf unsere Gesetzmäßigkeiten ist das sicherlich alles sinnvoll. Allerdings widersprechen Phänomene unserem Verständnis von Naturgesetzen, bewegen sich außerhalb davon. Hier muss also eine völlig neue Betrachtungsweise daher. Und wenn es Botschaften von "drüben" gibt, die uns erklären wie es funktioniert und es dann wirklich funktioniert, dann ist das doch eine Bestätigung. für die Richtigkeit der Botschaft.