Nepper, Schlepper, Bauernfänger
02.03.2025 um 11:50diese Kaffeefahrten waren ja auch so ein Phänomen.. da wurde auch viel gewarnt, war ja nicht unbekannt und trotzdem sind Leute da mitgefahren
Meine Vermutung, und auch leichte Erfahrung, ist hierbei auch, wie bei vielen Betrugsfällen, dass Opfer schon kleine Abweichungen von jenem Ablauf vor dem gewarnt wird als "das hier ist etwas anderes"* wahrnehmen.TimScott schrieb:diese Kaffeefahrten waren ja auch so ein Phänomen.. da wurde auch viel gewarnt, war ja nicht unbekannt und trotzdem sind Leute da mitgefahren
ich kenne jemand, der hat sich auf die Art an der Haustür ein Bild aufschwatzen lassen, 100 €...Raspelbeere schrieb:Mein Mann (der Vollständigkeit: geistig fit, zu dem Zeitpunkt Student Mitte 20, belesen, informiert) ließ fast einmal einen Zeitungsdrücker rein. Er wusste grundsätzlich dass es das gibt. Nur er hat das, seiner Aussage nach, in dem Moment überhaupt nicht als dazu gehörig erkannt und fand auch das "Aussuchendürfen einer Zeitung nach einem Interview" völlig unverdächtig, da es ihm sehr ähnlich zu einem Ablauf einer tatsächlichen seriösen Studie an einer Uni, bei dem man als Aufwandsentschädigung einen Gutschein erhielt, wirkte.
Auf so etwas ist vor Jahrzehnten meine Oma mal hereingefallen. Es klingelten Leute und boten Luftaufnahmen vom Haus an...die tatsächlich schon vorher gemacht worden waren, also die hatten Abzüge dabei in verschiedenen Größen. Waren auch ganz passable Bilder, naja, Haus von oben halt, nichts besonderes, aber meine Oma hat einen Satz für 500 Mark abgekauft. Wir haben sie ganz gehörig ausgeschimpft dafür....sie konnte das dann auch nicht erklären, warum. Der Mann sei so nett gewesen...und sie habe nicht nein sagen wollen. Meine Großeltern hatten es wahrlich nicht im Überfluß, mein Opa schlesischer Flüchtling, meine Oma aus einem Taglöhner/Kleinbauernhaushalt. Es gab dann zu Weihnachten für jedes Familienmitglied so ein Hausfoto (heute sind wir ganz froh darum, weil das Haus so nicht mehr steht). Man fragt sich aber, erstens...die müssen ja einen Hubschrauber oder was gechartert haben und entsprechende Ausrüstung. Und dann die Bilder alle gleich dabei zu haben, das kostet ja alles Geld mit dem man in Vorleistung muss, und wenn da eben nicht jede Oma in der Siedlung 500 DM latzt...TimScott schrieb:ich kenne jemand, der hat sich auf die Art an der Haustür ein Bild aufschwatzen lassen, 100 €...
meiner Meinung nach ein 0815 Bild, was man (damals) im Baumarkt für einen viertel davon bekommt hat
fand derjenige aber total normal
einfach nur Klasse -Juanito schrieb:Ne andere witzige Sache ist mir vor, keine Ahnung, 15 Jahren passiert. Telefon klingelt, dran ist angeblich RTL, ich hätte bei einem Preisausschreiben mitgemacht und eine Reise zur Oscarverleihung nach L.A. gewonnen, sie wollten mir gerne dafür einfach das Geld überweisen, damit ich mir das selber buchen kann. Ich so: Na aber sischer dat *LOL* und aufgelegt. Zwei Minuten später derselbe Mensch nochmal, völlig verzweifelt, also er wäre wirklich Redakteur da und es stimme was er sagt. Ich weiß nicht mehr, wie wir letztlich seine Seriosität abgeklärt haben, aber auf jeden Fall stimmte es tatsächlich (ich hatte schon völlig vergessen, dass ich am Münchner Hauptbahnhof wirklich bei so einer Aktion eine Karte ausgefüllt und eingeworfen hatte), und ich bekam von RTL 3000 Euro überwiesen. Zu den Oscars bin ich natürlich nicht geflogen LOL.
Ja, manchmal sieht man auch Schatten, wo keine sind. Aber lieber so als anders, und die Polizei hat sicher Verständnis, wenn man angesichts irgendwelcher Zweifel mal den Dienstausweis zeigen lässt. Wobei, glaube ich, kaum jemand weiß, wie genau der wirklich aussieht, zumal er auch in jedem Bundesland etwas anders aussieht.musikengel schrieb:bei meiner Mutter (82) klingelten im Oktober 2024 , Polizisten , an der Haustür , am Haus meiner Mutter ist eine Überwachungskamera und da bekommt meine Schwester alles mit - aufs Tablet - ...die Polizisten fragten nach der Nachbarin - da würde niemand öffnen und ob sie die Telefon-Nummer hätte., meine Mutter lies die Haustür offen und holte die Tel-Nummer. Lies die Polizisten zwar nicht ins Haus aber immerhin bei offener Haustür stehen. Meine Schwester "faltete" dann meine Mutter zusammen wie sie so leichtsinnig hätte sein können. Die Antwort meiner Mutter "ich habe doch den Waffengürtel gesehen, mit echter Waffe dran". Die waren also wirklich echt.
ja die waren süß, haben meine Mutter nachher noch gelobt, dass sie so vorsichtig gewesen wäre und die beiden nicht ins Haus gelassen hätte.sören42 schrieb:Ja, manchmal sieht man auch Schatten, wo keine sind. Aber lieber so als anders, und die Polizei hat sicher Verständnis, wenn man angesichts irgendwelcher Zweifel mal den Dienstausweis zeigen lässt. Wobei, glaube ich, kaum jemand weiß, wie genau der wirklich aussieht, zumal er auch in jedem Bundesland etwas anders aussieht.
Seniorin im Kreis Paderborn mit angeblichem Geldvermehrungs-Ritual betrogenQuelle: https://www.radiohochstift.de/nachrichten/paderborn-hoexter/detailansicht/seniorin-im-kreis-paderborn-mit-angeblichem-geldvermehrungs-ritual-betrogen.html
Eine angebliche Wunderheilerin hat eine Seniorin aus dem Kreis Paderborn betrogen. Das 73-jährige Opfer verlor einen fünfstelligen Betrag an die Unbekannte. Die Betrügerin hat die Seniorin auf der Straße angesprochen und ihr einiges versprochen.
Die Frau hat der 73-Jährigen versichert, dass sie ihr und ihrer Familie Glück und Gesundheit bringen und Geld vermehren könnte. Die Seniorin ließ sich drauf ein und holte dafür unter anderem den fünfstelligen Betrag an Bargeld von zuhause. Die Scheine sollte sie in ein Tuch einwickeln.
Die Betrügerin nahm dieses Bündel kurz an sich und vollzog das angebliche Ritual. Danach ging die 73-Jährige wieder nach Hause, sie sollte das Tuch erst nach zwei Wochen öffnen. Als sie das jetzt gemacht hat, entdeckte die Frau aus dem Kreis Paderborn in dem Bündel kein Geld, sondern Papierprospekte.
(Sto) Trickbetrüger gaben sich als Zivilpolizisten aus und erbeuteten am Freitagabend eine hohe vierstellige Summe Bargeld bei einer 86-Jährigen.Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/47764/5991688?utm_source=directmail&utm_medium=email&utm_campaign=push
Tagsüber meldeten sich die falschen Polizisten telefonisch bei der Dame und gaben an, sie habe kurz zuvor bei einem Lebensmittelgeschäft mit Falschgeld bezahlt. Um weiteres Falschgeld in Empfang zu nehmen, würden Polizeibeamte vorbeikommen. Noch am selben Tag erschienen zwei angebliche Zivilpolizisten bei der Dame und erhielten unter Vorzeigen eines gefälschten Dienstausweises eine hohe vierstellige Summe Bargeld. Im Anschluss flüchtete das Duo. Die Kriminalpolizei in Wiesbaden hat die Ermittlungen aufgenommen.
Wie haben die da reagiert? Worum ging es?martenot schrieb:Und die Pflegekräfte im Seniorenheim sind für solche Dinge sensibilisiert (das habe ich mal gemerkt, als ich da anrief und man nicht verstanden hatte, dass ich der Sohn bin).
Ich hatte bei der Station angerufen, um über irgendwas im Zusammenhang mit meinem geplanten Besuch zu informieren ("ich komme später / früher als geplant" oder so ähnlich). Dabei hatte ich wohl vergessen, meinen Namen deutlich zu nennen.nairobi schrieb am 21.03.2025:Wie haben die da reagiert? Worum ging es?
Darauf würde ich antworten:musikengel schrieb am 16.03.2025:Falsche Polizisten rufen an und geben an, die / der Angerufene habe kurz zuvor bei einem Lebensmittelgeschäft mit Falschgeld bezahlt. Polizeibeamte würden vorbei kommen und weiteres Falschgeld in Empfang nehmen.