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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

5.013 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: China, Coronavirus, Quarantäne ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 11:31
Zitat von NemonNemon schrieb:Edit: Die Junge Freiheit fällt bei Allmy der Zensur anheim :)
Das grenzt ja dann (auch) schon fast an politische Bevormundung. :)
Wenn ich das richtig erinnere, wurden damals die Berufungszeiten an die Berufungszeiten ähnlicher Gremien in anderen Ländern angepasst.
Ist denn irgendwie ersichtlich, dass Lauterbach die dadurch vakanten Stellen durch Speichellecker auffüllte? Ich kenne die 19 Mitglieder der aktuellen STIKO nicht und kann daher auch nichts über ihre fachlicheund/oder menschliche Eignung sagen.
Zitat von NemonNemon schrieb:Ich finde so schnell jetzt keine adäquate Quelle für die heftige Kritik, die frei zugänglich wäre.
Wenn gerechtfertigt, sollte sich die Empörung auch außerhalb "konservativer" Medien finden lassen. Wie wurde es damals in der wissenschaftlichen Welt aufgenommen?


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 11:59
Zitat von Heide_witzkaHeide_witzka schrieb:Wenn gerechtfertigt, sollte sich die Empörung auch außerhalb "konservativer" Medien finden lassen. Wie wurde es damals in der wissenschaftlichen Welt aufgenommen?
Nur noch kurz:
Lauterbach hatte die STIKO wiederholt öffentlich bevormundet, zuletzt beim Thema 4. Corona-Impfung. Kam nicht gut an.
https://www.aerzteblatt.de/news/neue-kritik-an-lauterbach-wegen-aeusserungen-zu-vierter-coronaimpfung-53a57e6c-e9d8-4287-a583-9f60e3ac3de2

Dann die Umbesetzung der STIKO. Einer der Kritikpunkte: Er habe sich ein willfähriges Instrument zur Durchführung seiner Pläne geschaffen. Die Stimmen dazu sind zu stark fragmentiert und auch hinter Paywalls, als dass ich sie jetzt als Fast Food auftischen könnte.

Hier aber die Bundesärztekammer:
Gegen diesen als Alleingang empfundenen Vorgang von Prof. Lauterbach wenden sich die Kammerversammlung sowie die Kassenärztliche Vereinigung M-V (KVMV): Beide Körperschaften fordern das Bundesministerium für Gesundheit auf, die Berufung der Mitglieder der STIKO kontinuierlich und in Absprache mit den oberen Landesbehörden der Länder und den Fachverbänden vorzunehmen! Dabei ist darauf zu achten, dass bei der Neubesetzung auch praktisch impfende und ambulant tätige Ärztinnen und Ärzte – die unabhängig von politischer Einflussnahme - in der Expertenkommission vertreten sind. Die Kammerversammlung und die KVMV sehen in der Neubesetzung einen großen Verlust an Fachexpertise!
Quelle: https://www.bundesaerztekammer.de/presse/aktuelles/detail/kammer-und-kvmv-kritisieren-lauterbachs-plaene-zur-stiko-neubesetzung
Zitat von Heide_witzkaHeide_witzka schrieb:Wenn gerechtfertigt, sollte sich die Empörung auch außerhalb "konservativer" Medien finden lassen.
Wie relevant dieser Punkt ist, darüber könnte man streiten. Zumal für einige Foristen "Nazi" schon bei der WELT zu beginnen scheint. *Achtung, Satire*


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 13:01
@Heide_witzka

Nochmal zum RKI ein ausführlicher Artikel:
Die Protokolle des RKI-Krisenstabs zu Corona zeigen, dass das RKI weisungsgebunden handelte und wissenschaftlich nicht unabhängig war. Das zeigt sich insbesondere bei der Risikobewertung, aber auch bei Themen wie FFP2-Masken, Kontaktbeschränkungen, einrichtungsbezogene Impfpflicht, Nebenwirkungen des Impfstoffs von AstraZenaca, Massentests und der Phrase „Pandemie der Ungeimpften“.
Der Artikel geht auf die einzelnen Punkte nochmal genauer ein, Quintessenz bleibt:
Es wird deutlich, dass das RKI bei vielen politischen Entscheidungen Zweifel hegte, Weisungen für ungewöhnlich hielt und sich die Frage stellte, wie man damit umgehen sollte und ob man sich dagegen wehren könne. Letztendlich hat das RKI die Weisungsbefugnis anerkannt, die rechtlich durch die Fachaufsicht des BMG gegeben ist.
https://www.berliner-zeitung.de/open-source/die-protokolle-des-rki-krisenstabs-li.2294783


Aktuell steht Lauterbach auch immer noch wegen der "Zerschlagung" des RKI in der Kritik:

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/lauterbach-institut-gesundheit-kritik-bzga-rki-100~amp.html
https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/robert-koch-institut-zerschlagung-bipam-1.6397543


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 13:59
Wenn das RKI nicht unabhängig wissenschaftlich arbeiten kann, ist die Einflussnahme umgehend zu beseitigen. Auch eine Einschränkung der Fachexpertise ist in meinen Augen kontraproduktiv.
Was die Umsetzung der Empfehlungen angeht, das ist eine politische Entscheidung.


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 17:23
@abberline aus deinem Link:
Wieler kritisiert politische Einflussnahme – und hält Labor-Ursprung von Corona für wahrscheinlich
nicht nur der Wieler, auch Kekule hält den Labor-Ursprung mittlerweile für wahrscheinlicher.
Das hörte ich heute früh im MDR-aktuell, da wurde ein Ausschnitt aus seinem Podcast gbracht.


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 18:48
@Optimist
Es war halt nicht richtig, die Laborthese gleich aus Verschwörungstheorie darzustellen. Beide Möglichkeiten sind denkbar, die Diskussion ging halt nur zu sehr in eine Richtung
Ein Laborunfall stand von Anfang an als mögliche Ursache der Pandemie im Raum, weil mit sehr ähnlichen Viren genau dort in Wuhan geforscht wurde. Auch die Leiterin des verdächtigten Coronavirus-Labors, Shi Zheng-Li, hatte selbst berichtet, dass sie zuerst an einen Laborunfall dachte, als sie von dem Ausbruch erfuhr.
...
Zweitens verurteilte eine Gruppe von Wissenschaftlern gleich ganz zu Anfang in einem dogmatischen Aufruf die Laborthese als "Verschwörungstheorie". Auch Christian Drosten gehörte zu den Autoren dieses Artikels in der Fachzeitschrift "The Lancet". Der seriösen Ursachenforschung hat man damit einen Bärendienst erwiesen.
Quelle:

https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_100636622/coronavirus-ein-laborunfall-virologe-kekule-ueber-die-pandemie-ursache.html


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 20:03
@abberline
Habe das Podcast von Kekule gefunden wovon heute im Radio ein Ausschnitt gebracht wurde:
https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kekule-corona/index.html

Ab ca. Min 7:10 gehts darum, dass eine amerikan. Forschungsfirma publik gemacht hatte, dass sie ein Virus mit dieser speziellen Furin-Schnittstelle basteln wollte, wie sie Sars-Cov.2 hat, damit es für Menschen ansteckend wird. Und das wollten sie zusammen mit einer Wissenschaftlerin in Whuhan machen. Die hatten also einen Forschungsantrag gestellt, der aber abgelehnt wurde.
Als Kekule das in der Hand hatte, ist er umgeschwenkt und sagte:
"da ist sozusagen der Bekennerbrief ... da schreibt einer rein, ich werde den Gärtner ... den Hausherrn ... erschießen... am nächsten Tag ist er tot ...und der Gärtner sagt: ich wars jetzt doch nicht..."

Was also Kekule mit dieser Metapher mMn sagen will: ist schon ein seltsamer Zufall und da bin ich ganz seiner Meinung und sehe dies schon als ein ziemlich hartes Indiz an, was für mich nicht nur 51% hergeben würde ;) (sh nachfolgend die Prozente der Wahrscheinlichkeit für die Labor-Theorie, wie sie Kekule einschätzt).

bei ca. Min 8:30 spricht er also darüber wie hoch er die Wahrscheinlichkeit einschätzt, dass C aus dem Labor kam und zwar spricht er von 51%
Das ist natürlich nicht viel. Jedoch sehe ich diese Aussage im Zusammenhang damit, dass er später dann sinngemäß davon spricht, dass man es mit China sozusagen nicht verderben sollte ;) (ca. bei 12:30)

Ab 9:20 gehts um die Untersuchung seitens der WHO in China. Da äußert sich Kekule ziemlich skeptisch dazu, u.a. spricht er von einer PR-Veranstaltung der Chinesen und von Unstimmigkeiten und einer konstruierten Geschichte bezüglich der Pelztiere...


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 20:56
Die gleiche Story,
diesmal in UK, der Geheimdienst MI6 soll bereits 2020 der Regierung von Boris Johnson ein Geheimdossier vorgelegt haben, wonach SARS-CoV-2 aus einem Labor stammt, und dies sei mit Rücksicht auf die Beziehungen zu China unterdrückt worden ->

https://www.dailymail.co.uk/news/article-14503159/Labour-Wuhan-lab-leak-pandemic-Boris-johnson.html

In Deutschland wurde das von den einschlägigen Medien aufgegriffen ->



Der Link ist in diesem Forum aus guten Gründen deaktiviert.

Nun, die Fakten sehen etwas anders aus. Der angebliche Chef des MI6 stellt sich als der ehemalige Chef des MI6 von 1999 bis 2004 Richard Dearlove heraus, er war 2020 nur noch eine Privatperson. Das "Geheimdossier" entspricht der Position über einen Laborursprung, die Richard Dearlove seit 2020 immer wieder öffentlich verbreitet hat. Genauso wie die "Enthüllungen" über den BND neulich keine neuen Hinweise über den Ursprung von SARS-CoV-2 liefern konnten, sondern nur den Nebel aus Mutmaßungen und Behauptungen wieder aufgewärmt haben.

Und wie bereits bei der BND-Story liegt das Interesse nicht auf China, sondern darauf, die Labor-Hypothese sei wegen politischer Interessen in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern wie Fauci und Drosten zu unrecht in die Ecke von Verschwörungstheorien gedrängt worden.

Tatsache ist, dass die Labor-Hypothese von Anfang an mit politisch basierten unwissenschaftliften Behauptungen verbunden war und deshalb von Wissenschaftlern zurückgewiesen wurde.

Wenn man den möglichen Laborursprung auf wissenschaftlicher Basis diskutieren würde, dann würde jemand wie Wieler sicherlich sachlich dazu beitragen können, Leute wie Dearlove würden dagegen immer noch zum Kreis der Verschwörungstheoretiker zählen, die einer ernsthaften Aufklärung schaden.

realradioactiveman


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 21:19
Zitat von RRMRRM schrieb:Tatsache ist, dass die Labor-Hypothese von Anfang an mit politisch basierten unwissenschaftliften Behauptungen verbunden war und deshalb von Wissenschaftlern zurückgewiesen wurde.
Auch wenn Du das anders siehst (was natürlich legitim ist, ist ja auch eine Möglichkeit), sehen viele seriöse Quellen die Laborthese als mindestens gleich wahrscheinlich oder gar wahrscheinlicher an.
Erfahren werden wir es wohl nie, da diejenigen die Informationen geben könnten, dieses vermutlich nicht tun werden. So bleiben Wahrscheinlichkeiten und da scheinen inzwischen viele die Laborthese für die wahrscheinlichere zu halten. Nicht mehr, nicht weniger.


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

23.03.2025 um 22:43
@RRM
ich werde aus deinem Post nicht so richtig schlau.
Zweifelst du die Äußerungen des Virologen Kekule an?
Bzw. bezweifelst du, dass z.B. das hier stimmt?:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ab ca. Min 7:10 gehts darum, dass eine amerikan. Forschungsfirma publik gemacht hatte, dass sie ein Virus mit dieser speziellen Furin-Schnittstelle basteln wollte, wie sie Sars-Cov.2 hat, damit es für Menschen ansteckend wird. Und das wollten sie zusammen mit einer Wissenschaftlerin in Whuhan machen



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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

24.03.2025 um 21:27
@Optimist,
Du wirst aus meinem Post nicht so richtig schlau? Anscheinend, weil Du es nicht so richtig gelesen hast. Ich hatte etwas darüber geschrieben, dass die BND-Story auf den MI6 umgedichtet wurde und erneut kursiert. Über die Aussagen von Alexander Kekulé hatte ich gar nichts gesagt. Aber wenn Du es unbedingt willst, das hier sagt Kekulé zur Labor-Hypothese und zu den BND-Enthüllungen der Presse in den vergangenen Wochen:

"Wissenschaftlich sind seit Jahren keine neuen Fakten dazugekommen, auch der BND hat offenbar nichts Neues gefunden."

-> https://www.t-online.de/gesundheit/aktuelles/id_100636622/coronavirus-ein-laborunfall-virologe-kekule-ueber-die-pandemie-ursache.html

Seine eigene Einschätzung über den Laborursprung begründet Kekulé mit seit längerer Zeit bereits bekannten Fakten. Die EcoHealth Alliance in New York hatte Gelder beantragt für ein DEFUSE-Projekt, bei dem in dem Labor in Wuhan bei Coronaviren eine Furin-Spaltstelle eingefügt worden wäre. Weshalb er dann die Laborthese zu mehr als 50% für wahrscheinlich hält.

Nur ist dieses Projekt niemals bewilligt worden, es hat also nicht stattgefunden. Und wenn es denn durchgeführt worden wäre, hätte man dafür Varianten von SARS-CoV-1 verwendet. Es hätte deshalb niemals SARS-CoV-2 dadurch entstehen können. Damit erledigt sich dann auch der Einwand, jemand anders, beispielsweise das chinesische Militär, hätte diese Experimente ja trotzdem machen können. Auch die hätten nach dem Stand der Forschung SARS-CoV-1 oder MERS als Ausgangsbasis benutzt. Keine Chance, dass SARS-CoV-2 dabei versehentlich oder absichtlich herausgekommen wäre.

Kekulé begründet seine Auffassung auch nicht unmittelbar mit DEFUSE oder anderen konkreten Projekten, er weiß, dass die dabei verwendetetn Viren nur ÄHNLICH zu SARS-CoV-2 sind und zieht daraus lediglich eine prinzipielle Möglichkeit für eine Entstehung im Labor.

Im Unterschied zu den Verschwörungstheoretikern argumentiert Kekulé im Kern wissenschaftlich. Nach seiner Beurteilung ist die Furin-Spaltstelle so ungewöhnlich, dass eine künstliche Einfügung in irgendein Ausgangsvirus für ihn wahrscheinlicher erscheint, als der natürliche Ursprung. Weitere Forschungen hatten jedoch ergeben, dass die Furin-Spaltstelle in der Natur bei Coronaviren doch wesentlich häufiger vorkommt.

In Bezug auf den Stand der Wissenschaft vertritt Kekulé also eine Außenseiterposition. Es wäre spannend, wenn er seinen Standpunkt nicht mit Journalisten, sondern mit anderen Wissenschaftler diskutieren müsste.

In einem Punkt zeigt Kekulé dann aber doch viel zu viel Nähe zu den Verschwörungstheoretikern. Mit dem Artikel im Lancet mit dem Wissenschaftler sich 2020 für einen natürlichen Ursprung von SARS-CoV-2 ausgesprochen und vor Verschwörungstheorien gewarnt hatten, hätte man seiner Ansicht nach der seriösen Ursachenforschung einen "Bärendienst" erwiesen. Aber er bräuchte sich nur mal anzusehen, was für ein Bullshit Trump-Anhänger dazu ab 2020 verbreitet hatten.

Es gibt deshalb von Wissenschaftlern auch einen Aufruf gegen die unzähligen Versuche, die Lab Leak Theorie ohne Evidenz zu verbreiten, weil DIES der seriösen Ursachenforschung schadet ->

https://journals.asm.org/doi/epub/10.1128/jvi.01240-24

realradioactiveman


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

25.03.2025 um 03:14
Zitat von RRMRRM schrieb:Nur ist dieses Projekt niemals bewilligt worden, es hat also nicht stattgefunden.
Es ist richtig, dass es nicht bewilligt worden war. Ob es stattgefunden hatte oder nicht, steht für mich nicht fest (und lt. Podcast von Kekule auch in seinen Augen offensichtlich nicht, sh nachfolgend).
Er sagte dazu also etwas in seinem Podcast, was ich in meinem folgenden Zitat angesprochen hatte (er hält das beabsichtigte Projekt und kurz darauf die Existenz von Sars-Cov 2 offensichtlich für keinen Zufall - jetzt mit Unterstreichung und fett):
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Ab ca. Min 7:10 gehts darum, dass eine amerikan. Forschungsfirma publik gemacht hatte, dass sie ein Virus mit dieser speziellen Furin-Schnittstelle basteln wollte, wie sie Sars-Cov.2 hat, damit es für Menschen ansteckend wird. Und das wollten sie zusammen mit einer Wissenschaftlerin in Whuhan machen. Die hatten also einen Forschungsantrag gestellt, der aber abgelehnt wurde.
Als Kekule das in der Hand hatte, ist er umgeschwenkt und sagte:
"da ist sozusagen der Bekennerbrief ... da schreibt einer rein, ich werde den Gärtner ... den Hausherrn ... erschießen... am nächsten Tag ist er tot ...und der Gärtner sagt: ich wars jetzt doch nicht..."

Was also Kekule mit dieser Metapher mMn sagen will: ist schon ein seltsamer Zufall und da bin ich ganz seiner Meinung und sehe dies schon als ein ziemlich hartes Indiz an, was für mich nicht nur 51% hergeben würde ;) (sh nachfolgend die Prozente der Wahrscheinlichkeit für die Labor-Theorie, wie sie Kekule einschätzt).
------------------------------------------------------

Das Unterstrichene in deinen Zitaten ist von mir:
Zitat von RRMRRM schrieb:Und wenn es denn durchgeführt worden wäre, hätte man dafür Varianten von SARS-CoV-1 verwendet. Es hätte deshalb niemals SARS-CoV-2 dadurch entstehen können. Damit erledigt sich dann auch der Einwand, jemand anders, beispielsweise das chinesische Militär, hätte diese Experimente ja trotzdem machen können. Auch die hätten nach dem Stand der Forschung SARS-CoV-1 oder MERS als Ausgangsbasis benutzt. Keine Chance, dass SARS-CoV-2 dabei versehentlich oder absichtlich herausgekommen wäre.
und das steht unumstößlich fest, dass die das mit der Furinstelle nicht hätten schaffen können?
Gewollt hatten sie es aber, sh weiter oben das Markierte in meinem Zitat.
Zitat von RRMRRM schrieb:Kekulé begründet seine Auffassung auch nicht unmittelbar mit DEFUSE oder anderen konkreten Projekten, er weiß, dass die dabei verwendetetn Viren nur ÄHNLICH zu SARS-CoV-2 sind und zieht daraus lediglich eine prinzipielle Möglichkeit für eine Entstehung im Labor
aha, er sieht also eine prinzipielle Möglichkeit, es ist somit nicht ausgeschlossen.
Zitat von RRMRRM schrieb:Im Unterschied zu den Verschwörungstheoretikern argumentiert Kekulé im Kern wissenschaftlich
so sehe ich das auch und deshalb vertraue ich seinen Aussagen auch mehr als anderen mit VTs.
Zitat von RRMRRM schrieb:Nach seiner Beurteilung ist die Furin-Spaltstelle so ungewöhnlich, dass eine künstliche Einfügung in irgendein Ausgangsvirus für ihn wahrscheinlicher erscheint, als der natürliche Ursprung
es war für ihn also möglich - auf künstliche Weise.
Zitat von RRMRRM schrieb:Weitere Forschungen hatten jedoch ergeben, dass die Furin-Spaltstelle in der Natur bei Coronaviren doch wesentlich häufiger vorkommt
das tut doch aber mMn dem keinen Abbruch, dass man im Labor hätte ein Corona-Virus mit dieser speziellen Furinspaltstelle herstellen können.
Dann hätte man es halt nicht auf künstlichen Wege erzeugt, sondern hätte sich die natürliche Entstehung (sh meine Unterstreichung in deinem Zitat) nutzbar machen können - oder mache ich da jetzt einen gedanklichen Fehler? Falls ja, bitte ich um Erklärung worin dieser besteht?

Was ich damit also sagen wollte: die Furinspaltstelle wäre machbar - egal ob auf künstlichem oder natürlichem Wege.
Zitat von RRMRRM schrieb:In Bezug auf den Stand der Wissenschaft vertritt Kekulé also eine Außenseiterposition. Es wäre spannend, wenn er seinen Standpunkt nicht mit Journalisten, sondern mit anderen Wissenschaftler diskutieren müsste
ich an seiner Stelle hätte keine Lust gegen eine Mehrheitsmeinung anzukämpfen und dann womöglich noch als VTler verachtet zu werden.
Könnte also verstehen, wenn auch er dazu keine Lust hätte ;) .


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

27.03.2025 um 14:17
Zitat von RRMRRM schrieb:Und wenn es denn durchgeführt worden wäre, hätte man dafür Varianten von SARS-CoV-1 verwendet. Es hätte deshalb niemals SARS-CoV-2 dadurch entstehen können.
Ich denke, das kann man mit dieser Bestimmtheit nicht sagen. Der Ansatz von Gain-of-function-research besteht in der Untersuchung, welche Mutationen geeignet sind, aus einem noch nicht gefährlichen Virus ein gefährliches Virus zu machen. Aus dem DEFUSE-Antrag geht hervor, dass zu diesem Zweck SARS-ähnliche Viren, die ihre Gefährlichkeit schon gezeigt hatten, dahingehend verändert werden sollen, dass sie durch den Einbau einer Furin-Spaltstelle ansteckender werden.

Bei Genehmigung des Antrages wären also keine Varianten von SARS-CoV 1 verwendet worden, sondern Viren, die ähnlich wie SARS-CoV 1 aufgebaut sind (also Sarbecoviren sind), aber noch nicht das Ansteckungspotenzial entwickelt haben, um eine Pandemie auszulösen. Der Ex-User @Neupythagoreer hatte dazu einiges Material verlinkt, aus dem er den Schluss gezogen hatte, dass es sich dabei u.a. um das Virus RaTG-13 gehandelt habe, welches für die Experimente herangezogen wäre.

RaTG-13 ist SARS-ähnlich, weist aber keine Furin-Spaltstelle auf, so dass das Ansteckungspotenzial von Mensch zu Mensch nicht groß genug ist, um Pandemie-tauglich zu sein. Die Berichte über die Mojiang-Mine, wo sich sechs Arbeiter mit diesem Virus infiziert hatten, von denen drei starben, lässt auf ein hohes Potenzial für eine kommende Pandemie schließen, so dass erwartungsgemäß dieses Virus in den Fokus des Interesses für Gain-of-function-research geraten ist, um die Mutationsdistanz zu einem Pandemie-Virus zu erforschen.

Falls also tatsächlich mit RaTG-13 gearbeitet wurde und tatsächlich im Labor eine Furin-Spaltstelle eingebaut worden ist (Indizien für eine künstliche Implementierung der entsprechenden Basensequenz liegen immerhin vor!), ist durchaus denkbar, dass über die Umsetzung des DEFUSE-Antrages SARS-CoV 2 hätte entstehen können.

Die Tatsache, dass man auf Seiten Chinas die Informationen zu den Labortätigkeiten in Wuhan zurückhält, lässt eine abschließende Beurteilung zwar nicht zu, aber die Möglichkeit, dass SARS-CoV 2 über Labortechniken mittels angewandter Gain-of-function-research hervorgegangen ist, ist durchaus gegeben, zumal mit der gentechnischen Insertion von Furin-Spaltstellen in Spikeproteine von SARS-CoV 1 bereits seit 2006 gearbeitet wurde. Die Überlegung, diese Praxis auf andere Spikeproteine von anderen Sarbecoviren anzuwenden, lag also nahe.


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Corona-Virus - Wuhan National Biosafety Laboratory

29.03.2025 um 17:57
@Plodsz,
irgendwas geht bei Dir durcheinander, einerseits bestätigst Du, dass man für DEFUSE "SARS-ähnliche Viren, die ihre Gefährlichkeit schon gezeigt hatten", verwenden wollte, andererseits behauptest Du dann aber, dass man deshalb keine Varianten von SARS-CoV-1 genommen hätte.

Zur Klarstellung, bis 2019 gab es nur den Begriff SARS, womit die Pandemie von 2003 gemeint war. Nach 2019 kam dann die zweite SARS-Pandemie hinzu und man musste unterscheiden. Das von 2003 wird seitdem rückwirkend als SARS-CoV-1 bezeichnet. SARS ohne Zusatz und SARS-CoV-1 sind also identisch.

Die Pandemie von 2003 war vergleichsweise glimpflich verlaufen. Bei den Forschungen im Wuhan Institute of Virology (WIV) ging es deshalb unter anderem darum, durch welche Mechanismen solche Viren eventuell noch gefährlicher werden könnten, um Rechtzeitig vor einer richtig großen Pandemie, wie wir sie dann ja auch erlebt haben, warnen zu können und ggf. Gegenmaßnahmen zu finden.

Die Warnungen sind vom WIV gegeben worden. Für Gegenmaßnahmen, im Idealfall ein fertiger Impfstoff, hat es nicht gereicht. Vielleicht hätte dazu das DEFUSE-Projekt stattfinden müssen.

Alle Projekte im WIV und ggf. anderswo beruhten deshalb auf Viren, die SARS-Cov-1 ähnlich waren, weil das bereits seine Gefährlichkeit für Menschen bewiesen hatte. Man hätte die Forschungskapazitäten nicht für Experimente mit irgendeinem unbekannten Virus verschwendet.

Und so ein unbekanntes Virus war RaTG13 und es ist entgegen Deiner Annahme nicht SARS-ähnlich, jedenfalls in Bezug auf SARS-CoV-1. RaTG13 lagerte als eine beliebige von 2000 anderen Proben von Coronaviren von Fledermäusen im WIV und wurde erst nach Beginn der neuen Pandemie aus der Anonymität hervorgeholt, weil es eine Ähnlichkeit von 96% zu SARS-CoV-2 aufweist. Menschen und Schimpansen haben eine genetische Ähnlichkeit von 99%.

Zudem existiert von RaTG13 nur eine Gen-Sequenz, man verfügt nicht über lebensfägige Viren, mit denen man hätte experimentieren können ->

Wikipedia: RaTG13

Selbst wenn man doch lebende Viren von RaTG13 gehabt hätte, man hätte es wegen seiner Bedeutungslosigkeit nicht für Experimente ausgewählt. Und selbst wenn man das trotzdem getan hätte, wäre daraus nicht SARS-CoV-2 entstanden. Die Furin-Spaltstelle macht aus 96% keine 100%. Wenn ich auf einen VW-Käfer einen Mercedes-Stern montiere, wird daraus kein Mercedes, obwohl beides Autos sind und sie in ihrem grundsätzlichen Aufbau zu mehr als 90% übereinstimmen.

Alexander Kekulé vertritt deshalb einen wesentlich solideren Ansatz. Er geht davon aus, dass, wie bei einem zu 100% natürlichen Ursprung, die Ursprungsviren von Fledermäusen über Zwischenwirte auf Marderhunde übergegangen sind und mit denen als Versuchstiere zu dem Labor in Wuhan gelangt sind. Dort hätte man in den Marderhunden dann Coronaviren vorgefunden, die zu 99,9% mit SARS-CoV-2 übereingestimmt hätten und man hätte dann die Furin-Spaltstelle hinzugefügt und damit die 100% Übereinstimmung erreicht. Und dann hätte es mit diesen Viren irgendeinen Unfall gegeben. Das ist immerhin wesentlich realistischer als alles, was die Verschwörungstheoretiker verbreiten, aber auch hierbei besteht ein wesentliches Hindernis ->

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10117112/pdf/msphere.00119-23.pdf

Bei den ersten Experimenten mit SARS-CoV-2 im Frühjahr 2020 hat sich herausgestellt, dass die Viren bei den üblicherweise verwendeten Zellkulturen ihre Furin-Spaltstelle sehr schnell verloren hatten. Man konnte SARS-CoV-2 also nicht einfach in der Petrischale züchten, um Medikamente oder Impfstoffe zu entwickeln. Es mussten erst geeignete Zellkulturen gefunden werden.

Dieses Problem hätte in gleicher Weise überwunden werden müssen, wenn man SARS-CoV-2 im Labor entwickelt hätte. Das wäre ein erheblicher zusätzlicher Aufwand gewesen, den man nicht auf ein bis dahin völlig unbekanntes Virus verschwendet hätte.

Hinzu kommt, dass SARS-CoV-2 in zwei Varianten, Lineage A und Lineage B, auf Menschen übergegangen ist. Man müsste deshalb ein Szenario finden, bei dem es zwei Laborunfalle im Abstand von 1-2 Wochen gegeben hätte.

realradioactiveman


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