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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

77 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Verschwörung, Jesus, Alexander Der Große ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

15.12.2016 um 19:09
@Trimalchio
Klaaaar, viel wahrscheinlicher ist doch, dass Jesus Wasser zu Wein gemacht hat und nach der Kreuzigung auferstanden ist.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

15.12.2016 um 21:35
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Klaaaar, viel wahrscheinlicher ist doch, dass Jesus Wasser zu Wein gemacht hat und nach der Kreuzigung auferstanden ist.
Ah, verstehe. Du hältst also Alexander den Großen für ne erfundene Gestalt, die nie real existierte. Denn
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Wie gesagt, soll Alexander auch Wunderheilungen vollbracht haben usw.
Beitrag von Sherlock2016 (Seite 2)


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 06:13
@perttivalkonen

Das war sarkastisch gemeint.
Ich glaube so oder so nicht an Wunderheilungen.

Und nein, der wurde bestimmt nicht erfunden. Im Gegensatz zu Jesulein hat er reichlich Spuren hinterlassen.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 09:03
@perttivalkonen
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb: Alexander, der große Knabe, umzog die Erde52 bis zum Ozean, er durchmaß die
Städte, bevor Christus von der Jungfrau Maria geboren worden ist.
Gut war der große Knabe. Er ist in Afrika geboren. Zum Vater hatte er einen Philister,
eine Mutter aus Bethanien. Er umzog die ganze Welt und errichtete Alexandria.
Zitat von perttivalkonenperttivalkonen schrieb:
Wo steht'n, daß Maria aus Betlehem stammt? Josef ist der mit der Ahnenreihe aus Betlehem! Und Betanien ist ein Ort am Ölberg bei Jerusalem, nicht Betlehem weiter südlich im Gebirge Juda. Betphage, Betel etc., das sind alles verschiedene Orte, die nur mit einem "Bet" = "Haus" im Ortsnamen anfangen.
Ich muss mich in diese Materie erst einlesen, aber auch Gelehrten stellt sich immer noch die Frage, wer jetzt Joseph und wer Maria ware. Und warum hinterfragst du den Textteil mit seinen Eltern nicht, der doch eindeutig Bezug auf die Jesusgeschichte hat? Maria von Bethanien z.B. Was soll Alexander mit denen am Hut gehabt haben?

Und nochmals zu den Münzen. Die stammen angeblich aus dem 5. Jhd. Und für diese Zeit wurde behauptet, der Alexanderkult wäre erloschen gewesen. Um das 4 Jhd. fand Alexander in der Geschichtsschreibung für lange Zeit nicht mal mehr eine Erwähnung, was viele Gelehrte stutzig gemacht hat.

@Trimalchio
Ja dann begründe mal, warum er existiert haben muss. Aber fange mir bitte nicht mit christlichen Quellen an. Und ich möchte darauf hinweisen, dass die Christen damals die Kontrolle hatten. Was haben die Mönche denn in den Klostern getrieben? Schriften aufgesetzt, überarbeitet und zensiert.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 12:40
Da stellt einer ne steile These in den Raum und fordert sofort Beweislastumkehr. Ich bin erst neu hier. Aber ist das so üblich? Ich hoffe mal nicht.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 13:09
@Sherlock2016
Es gibt zahlreiche antike römische und jüdische Quellen. Lies zB. nochmal was perttivalkonen am 14.12. um 16:11zu Plinius minor geschrieben hat. Dazu die Christenverfolgung durch Nero 64 n.Chr. ... Und warum soll das was die Christen über sich selbst sagen falsch sein? Das die grossen Paulusbriefe etwa zwischen 48 und 58 n.Chr. entstanden sind, bestreitet kein ernstzunehmender Wissenschaftler. Aber du hast von alldem keine Ahnung, kommst mit assoziativem Hokuspokus und forderst von andern Belege weil die Fakten deinen Vorurteilen widersprechen? So wird das nichts mit dem Erkenntnisgewinn.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 14:21
@Trimalchio

Die Kirche fälschte später sogar die Geschichte der Menschheit zur Vorgeschichte des Christentums ..."

Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900


Meines Wissen gibt es nur 4 !!! Infos aus nicht christlichen Quellen. Hammermäßiger Beweis!

Plinius der Jüngere, Sueton und Tacitus erwähnen allerhöchstens mit ein paar kurzen Sätzen Christ oder Christus was aber kein Name sondern viel eher ein Titel war und soviel wie der Gesalbte heisst. Beschäftige duch mal mit Osiris, um zu verstegen, woher der Begriff kommt.

Jedenfalls ist der Wert des Pliniusbriefes als "Beweis" der Existenz Christi wertlos, da er nicht von "Jesus von Nazareth" spricht, noch bezieht er sich auf irgendein Ereignis in seinem angeblichen Leben. Aber ihr messt halt mit zweierlei Maß. Da ist es ok, wenn Hinz und Kunz einfach mal was behaupten!

An Paulus scheiden sich die Geister. Es wird immer noch bezweifelt, dass die Paulusbriefe echt sind. Warum tauchen die Briefe erst im 2. Jahrhundert auf? Warum spielt er zwischen 50 und 60 schon auf die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 an? Warum etwa schreibt Paulus an die römische Gemeinde einen langen Brief, wenn er anschließend gleich selbst nach Rom reist? Weshalb erwähnt ihn sonst nur die Apostelgeschichte und keine andere zeitgenössische Quelle, wenn er angeblich doch so eine überragende Persönlichkeit war? Von 14 in der Bibel enthaltenen Paulusbriefen, stammen nur 7 aus derselben Feder und das wurde bewiesen. Die als echt anerkannten Paulusbriefe, die ältesten schriftlichen christlichen Quellen, erwähnen nicht Johannes den Täufer, nicht die Namen von elf der zwölf!! Apostel, Kajaphas, Pilatus, Lehrreden, Heilwunder und Gleichnisse Jesu, Betlehem, Nazareth, Kafarnaum und die meisten Passionsgeschichten. Maria erwähnt er auch nicht. War also nur eine weitere Märchengeschichte, da viel zu oberflächlich und unkonkret.

Zitat von Valerie Tarico:

Es existiert keine einzige säkulare Quelle aus dem ersten Jahrhundert, die die tatsächliche Existenz eines Yeshua ben Yosef belegt.

Die frühesten Autoren des Neuen Testaments scheinen keine genauere Kenntnis von der Lebensgeschichte Jesu gehabt zu haben; die Einzelheiten kristallisierten sich erst in späteren Texten heraus.

Die Erzählungen des Neuen Testaments nehmen nicht für sich in Anspruch, Berichte aus erster Hand zu sein.

Die Evangelien – unsere einzigen Berichte über einen historischen Jesus – widersprechen einander.

Heutige Gelehrte, die von sich behaupten, den wahren historischen Jesus entdeckt zu haben, liefern eklatant unterschiedliche Schilderungen seiner Person.

Zitat von Bart D. Ehrman:

Wikipedia: Bart D. Ehrman

„Was haben heidnische Autoren, die zur selben Zeit lebten wie Jesus, über ihn zu sagen? Nichts. So seltsam uns das auch erscheinen mag, keiner seiner heidnischen Zeitgenossen hat ihn jemals erwähnt. Es gibt keine Geburtsurkunde, keine Niederschrift des Prozesses, keine Sterbeurkunde; es gibt keine Interessensbekundungen, keine hitzigen Verleumdungen, keine beiläufigen Erwähnungen – nichts. Wenn wir unsere Betrachtungen auf die Jahre nach seinem Tod ausweiten – sogar wenn wir das gesamte erste Jahrhundert unserer Zeitrechnung betrachten – finden wir nicht einmal eine einzige Bezugnahme auf Jesus in irgendeiner nicht-christlichen, nicht-jüdischen Quelle. Ich möchte betonen, dass wir über eine große Zahl an Dokumenten aus dieser Zeit verfügen – etwa die Werke von Dichtern, Philosophen, Historikern, Wissenschaftlern und Staatsbediensteten, ganz zu schweigen von der großen Sammlung an erhaltenen Inschriften auf Stein sowie privaten Briefen und juristischen Dokumenten auf Papyrus. Nicht eins aus dieser Unmenge an erhaltenen Schriftstücken erwähnt den Namen Jesus auch nur.“


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 14:30
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Das war sarkastisch gemeint.
Ändert nichts daran, daß es auch Wundergeschichten zu Alexander gibt - oder was ist Deiner Meinung nach ein göttlicher und kein irdischer Vater, bis hin zur "Himmelfahrt"? Nee, Du, mit Deiner plumpen Abweisung einer Historizität Jesu schießt Du auch Alexander historisch ab, und etliche Cäsaren gleich mit.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Und nein, der wurde bestimmt nicht erfunden. Im Gegensatz zu Jesulein hat er reichlich Spuren hinterlassen.
Dir ist schon klar, daß Du damit nur Dich selbst Lügen strafst, wenn ein Wunderbericht nun doch nicht das Ausscheidungskriterium für Historizität ist.

Mit Deinem neuen Historizitätskriterium freilich sprichst Du rund 99,99% der antiken Menschheit die Existenz ab. In seinen Hochzeiten lebten im Römischen Reich womöglich bis 50 Millionen Menschen zeitgleich. Wie viele von denen sind dokumentiert? 5000? Das wären dann die übrigbleibenden 0,01%. Nur 5000 Menschen lebten im Römischen Reich zur selben Zeit, denn die anderen haben ja keine Spuren hinterlassen. Echt, was für ne erbärmliche Argumentation.

Herrscher, Generäle, Politiker, so'n Kroppzeuch hat noch in jeder Epoche leichtes Spiel, in Annalen verewigt zu werden, in Stein gemeißelt zu überdauern, von zeitgenössischen Biographen festgehalten zu werden. Das zum andere ausschließenden Historizitätskriterium zu machen ist denkbar ungeeignet.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Ich muss mich in diese Materie erst einlesen
Bis dahin solltest Du Dich mit Thesen zurückhalten.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:aber auch Gelehrten stellt sich immer noch die Frage, wer jetzt Joseph und wer Maria ware
Inwiefern?
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Und warum hinterfragst du den Textteil mit seinen Eltern nicht, der doch eindeutig Bezug auf die Jesusgeschichte hat?
Warum sollte ich?
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Maria von Bethanien z.B. Was soll Alexander mit denen am Hut gehabt haben?
Was fragst Du mich? Frag den kruden Gedichtschreiber, wieso der dem Alex ne Mutter aus Betanien zuschustert. Wieso es allerdings dann die dortige Maria sein soll und nicht ihre Schwester Marta, das frag ich dann mal Dich.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Und nochmals zu den Münzen. Die stammen angeblich aus dem 5. Jhd. Und für diese Zeit wurde behauptet, der Alexanderkult wäre erloschen gewesen. Um das 4 Jhd. fand Alexander in der Geschichtsschreibung für lange Zeit nicht mal mehr eine Erwähnung, was viele Gelehrte stutzig gemacht hat.
Klar war der Alexanderkult da weitestgehend erloschen. Wieso in solch einer Zeit dann ein Alexander wieder auf Münzen etc. erscheinen konnte, hatte ich ja bereits gesagt. Insofern wundert es mich doch arg, wenn dies Gelehrte stutzig machen würde. Da fordere ich besser mal nen Beleg für von Dir, nicht daß DuDir das bloß ausgedacht hast.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Und ich möchte darauf hinweisen, dass die Christen damals die Kontrolle hatten.
Nicht in den ersten Jahrhunderten. Bis in das vierte Jahrhundert hinein gab es Christenverfolgungen. Erst Konstantin stellte das Christentum den anderen Religionen gleich, erst einer seiner Nachfolger machte es zur Hauptreligion. Die Christenverfolgung unter Traian um 112 war ja nicht mal die erste, auch nicht die erste dokumentierte. Schon im Jahr 64 hat Nero nach dem Brand Roms die Christen dafür verantwortlich gemacht und zahlreich töten lassen. Nicht nur im Zirkus durch die Tiere, wie man das noch aus jedem Sandalenfilm mit Nero kennt. Tacitus berichtet darüber, mit welcher Grausamkeit Nero vorging (z.B. ließ er das nächtliche Rom mit Christen als lebende Fackeln erhellen). Selbst Römer, die die Christen massiv ablehnten und verurteilten, sollen von Neros Brutalität angewiedert gewesen sein. Im Jahre 64 lebten auf jeden Fall noch Zeitgenossen und Augenzeugen Jesu. Oder nach Deiner Vorstellung jene,diesich den Jesus ausgedacht haben. Glaubst Du, jemand, der sich nen Jesus ausdenkt, ist bereit, für diesen Jesus bis in den äußerst brutalen Tod zu gehen?
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Was haben die Mönche denn in den Klostern getrieben? Schriften aufgesetzt, überarbeitet und zensiert.
Tscha, hättste Dich doch erst mal informiert. Ich meine, richtig informiert. Und nicht etwa nur im Net nach Seiten suchen, die dasselbe aussagen, was man eh schon glaubt. Die vielbeschworene Überarbeitung der Bibel ab Konstantin und so durch a) Textveränderung und b) Rausschmiß zahlreicher Schriften ist eindeutig als falsch erwiesen a) durch zahlreiche Handschriftfragmente neutestamentlicher Schriften aus den ersten Jahrhunderten sowie b) durch die Dokumente der Kanongeschichte wie z.B. den bekanntesten, den Kanon Muratori von um 200, aber auch durch weitere Zeugnisse. Selbst Gnostiker, die ja bekanntlich zahlreiche weitere Schriften hervorbrachten und diese als christliche Schriften vorgaben, selbst Gnostiker dokumentieren, wenn sie von unter den Christen anerkannten Schriften sprechen, ausschließlich solche Schriften, die auch heute in der Bibel vorkommen, und nicht eine einzige Schrift, die heute in der Bibel fehlt.

Nicht daß es keinerlei Zensur gegeben hätte und keinerlei Abänderung von Schriftgut. Wir sehen ja den Einschub des TestimoniumFlavianum in Flavius' Werk - freilich ohne daß dieses Werk gleich gänzlich umgeschrieben wurde, oder daß sich solch ei Einschub in jedem Werk fände - und selbst in der Bibel kam sowas vor, siehe das Comma Johanneum, woein Abschreiber eine kleine Passage umänderte, um die Trinität einzuschummeln - aber selbst das ist in der Überlieferung des Bibeltestes die große Ausnahme (vergleiche noch die beiden eingefügten Versionen für den verlorengegangenen Markusschluß).
Wikipedia: Comma Johanneum
Wikipedia: Evangelium nach Markus#Sekund.C3.A4rer Schluss

Klar kam sowas vor, wie es überall in der Geschichte der Menschheit bei allen Kulturen vorkommt. Oder glaubst Du, Alexanderwurde tatsächlich von Ammun gezeugt etc? Denkst Du, daß es in Germanien wirklich jene Elche gab, von denen Julius Cäsar berichtet? Die, die keine Knie haben und sich deshalb nachts an Bäume lehnen, um zu schlafen? Und die Germanen jagen die Elche, indem sie heimlich die Schlafbäume ansägen? Aber hallo hat da jemand den großen Cäsar angeflunkert! Und nicht nur solche Nebensächlichkeiten; selbst die Gründungslegende Roms mit dem Brüderpaar und der Wölfin ist alles andere als historisch. Oder die Behauptung der römischen Heiden, die Christen würden in ihren Zeremonien Kinder verspeisen - später erzählten das die Christen von den anderen...

Es gab immer "erfundene Tatsachen", egal, welchem Glauben man anhing etc., dafür bist Du selbst doch das beste Beispiel hier.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 14:37
@perttivalkonen
Nur weil die Menschen damals an Wunderheilungen geglaubt haben, muss ich doch nicht auch daran glauben?! Überleg mal, auf welchem Wissensstand diese Menschen damals waren. Das hat doch mit meiner Hypothese überhaupt nichts zu tun. Es geht um die frappierende Ähnlichkeit in den Erzählungen/Darstellungen zwischen Jesus und Alexander.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 15:24
@Sherlock2016
Gut. Dann sprechen wir auch gleich Tacitus und Horaz und sonstwem die Existenz ab. Sind ja nur durch Abschriften von Mönchen belegt, und die haben ja bekanntlich alles nur gefälscht. Au weia.

An Paulus scheiden sich auch keine Geister. Da gibts die holl. Radikalkritik. Die nimmt aber ausser Dir keiner für voll.

Und zu behaupten die Bithynischen Christen hätten nicht an Jesus geglaubt, oder eine Geburtsurkunde zu verlangen (die gab es erst ab Einführung der Kirchenbücher im späten Mittelalter) ist schon einigermassen idiotisch. Hier paart sich blanke Unwissenheit mit antichristlichen Ressentiments. Gemischt mit einer abwertenden, undankbaren Anspruchshaltung ist das nichts, wofür ich meine Freizeit opfern möchte.


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 15:45
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Meines Wissen gibt es nur 4 !!! Infos aus nicht christlichen Quellen. Hammermäßiger Beweis!
Mal abgesehen, daß schon einer ausreichen würde, vier also ein verdammt guter, ausreichender Beleg wären, so zählt allein schon die Wikipedia mehr als vier auf.
Wikipedia: Außerchristliche antike Quellen zu Jesus von Nazaret
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Christus was aber kein Name sondern viel eher ein Titel war und soviel wie der Gesalbte heisst.
Whow, was Du mittlerweile schon alles weißt. Tut zwar überhaupt nix zur Sache, aber egal.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Beschäftige duch mal mit Osiris, um zu verstegen, woher der Begriff kommt.
Whow, was Du so alles noch nicht weißt. Das griechische "christos" ist die Übersetzung des hebräischen "maschiach", und das ist schlicht ein israelitischer bzw. frühjüdischer terminus technicus für einen König Israels bzw. Judas. Im königlosen Judentumwurde dann aber ein neuer König erhofft und erwartet, so gut wie einst David, aus der Quelle Davids selbst, dem Begründer der einzig rechtmäßigen Königsdynastie. Maschiach, übersetzt wie gesagt Christos, wurde nichtübersetzt als Messias wiedergegeben. Klar ist das kein Name. Aber es ist eine feste Titulatur, ein Epithet, und kann daher wie ein Name verwendet werden. So sind die Bezeichnungen der altkanaanäischen Götter "Baal" und "El" keine Namen, sondern Epitheta. Baal heißt "Herr", und El "Gott". Auch Satan ist kein Name, sondern ein Epitheton, heißt "(Rechts)Gegner", "Widersacher", "Anfeinder". Und so ist auch Christos ein Epithet Jesu und kann wie ein Name verwendet werden, also ohne einen Artikel. Also "Christus ist auferstanden" statt "der Christus ist auferstanden". Letzteres ist möglich, aber seltener gebräuchlich.

Osiris hat damit nicht die Bohne zu tun.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Es wird immer noch bezweifelt, dass die Paulusbriefe echt sind.
Nur die Antilegomena, die "unechten Paulusbriefe". Über die Homologumena, die "echten Paulusbriefe, herrscht in der Forschung Einheitlichkeit.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Warum tauchen die Briefe erst im 2. Jahrhundert auf?
Weil Funde von Papyrus oder sonstigem verhgänglichem Schreibmaterial sowas von selten ist. Erst ab einer gewissen Verbreitung kann damit gerechnet werden, daß eine Abschrift mal ganz oder teilweise erhalten bleibt.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Warum spielt er zwischen 50 und 60 schon auf die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 an?
Tut er nicht. Das kommt im Markusevangelium vor, das nach allgemeiner Ansicht nicht vor 66 entstanden sein soll. Ab da zeichnete sich der Konflikt einschließlich einer massiven römischen Intervention bereits ab. Und wer nicht der Überzeugung war, daß das winzige, militärisch schwache Judäa den Goliath Rom in die Knie zwingt, für den war die Zerstörung Jerusalems wie des Tempels eine ernstzunehmende Option.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Warum etwa schreibt Paulus an die römische Gemeinde einen langen Brief, wenn er anschließend gleich selbst nach Rom reist?
Ein theologisches Briefing der römischen Gemeinde für spätere darauf aufbauende Gespräche erscheint mir durchaus sinnvoll.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Weshalb erwähnt ihn sonst nur die Apostelgeschichte und keine andere zeitgenössische Quelle, wenn er angeblich doch so eine überragende Persönlichkeit war?
Weil er eben nur innerhalb des und für das Christentum eine solche Persönlichkeit war. In meinen rund elftausend Beiträgen hier im Forum wirst Du auch nicht viel über europäische Adelshäuser oder TV-Promies finden, obwohl die für so viele Menschen doch so überragende Persönlichkeiten darstellen. Für mich aber nicht. - Und Paulus eben nicht für jene,deren Niederschriften heute "außerchristliche Quellen" genannt werden.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Von 14 in der Bibel enthaltenen Paulusbriefen, stammen nur 7 aus derselben Feder und das wurde bewiesen.
Na sagen wir mal, das wurde gut begründet, vielleicht gar belegt. Auch meine Wenigkeit hat dafür einen Beleg gefunden, der in der Forschung noch nicht angeführt wurde. Aber "bewiesen"? Im Wissenschaftsbereich wird nicht so sehr mit Beweisen gearbeitet, im Bereich des Historischen schon gar nicht. Ês ist ja gerade Dein Irrtum für den historischen Bereich anzunehmen, ohne Evidenz keine Existenz. Mit diesem ANsatz aber kann kein Historiker vernünftig / sauber arbeiten.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Die als echt anerkannten Paulusbriefe, die ältesten schriftlichen christlichen Quellen, erwähnen nicht Johannes den Täufer, nicht die Namen von elf der zwölf!! Apostel, Kajaphas, Pilatus, Lehrreden, Heilwunder und Gleichnisse Jesu, Betlehem, Nazareth, Kafarnaum und die meisten Passionsgeschichten. Maria erwähnt er auch nicht.
Richtig. Für Paulus ist das Historische in seinen Briefen nachrangig, sagt er sogar. Dennoch erwähnt er "die Zwölf", auch Jakobus, den Herrenbruder (Galater1,19), ferner die drei "Säulen" Jakobus, Kephas und Johannes (Galater2,9), was schon mal zeigt, daß er mehr als nur einen Apostel namentlich nennt - woher Du diesen Schwachsinn auch immer hast, geprüft hast Du ihn jedenfalls nicht. Selbst die leibliche Mutter Jesu erwähnt Paulus nebenbei (Galater4,4). Na und das grandiose Christusbekenntnis in 1.Korinther15 benennt auch das Passions- und Ostergeschehen.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Nur weil die Menschen damals an Wunderheilungen geglaubt haben, muss ich doch nicht auch daran glauben?!
Hab ich nicht verlangt und tut auch nichts zur Sache. Wenn Du aber die christlichen Belege für Christus deswegen abtust, weil es darin wundersam zugeht - und das hast Du getan - dann spricht das nach Deiner Logik nun mal genauso gegen Alexander und weitere.
Zitat von Sherlock2016Sherlock2016 schrieb:Es geht um die frappierende Ähnlichkeit in den Erzählungen.
Die Du ja noch nicht herausgestellt hast. Du bist nur auf die Heroen-Motive eingegangen, die wie ich ansprach bei diversen Gestalten vorkommen und deren Überschneidungen bei diversen Heroengeschichten schlicht nichts auszusagen imstande sind. Auf solche Sachen sind die Menschen immer wiedergekommen, wenn sie an ner Heroenvita bastelten, in verschiedenen Weltgegenden gar und in verschiedenen Epochen. Damit ist diese Deine These also erledigt, unhaltbar. So hast Du denn auch gar nichts darauf entgegnet, als ich das vorgetragen hatte. Wo also bleiben jetzt die eigentlichen biographischen Details, also Charakterzüge, Taten, Erlebnisse, all das ganze Pipapo? Die bei Jesus und Alexander so ähnlich wären? Hat Jesus zeit seines Lebens Länder in gewaltigen Schlachten erobert? Lehrte Alexander die Menschen ethisches Verhalten und die Ankunft des Gottesreiches? Gründete Jesus Städte? Vergab Alexander anderen Menschen ihre Sünden?


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War Alexander der Große Vorlage für Jesus?

16.12.2016 um 18:51
@perttivalkonen

Nein nein, das verstehst du falsch. Ich schätze dein Wissen. Ich möchte nur selbst erst mal recherchieren aus verschiedenen Quellen, um mir dann eine Meinung zu bilden. Ich habe meine Hypothese nicht in Stein gemeiselt. Wer weiß, vllt entdecke ich etwas ganz anderes.

Also die Parallelen zur ägyptischen Mythologie müssten dir doch auch auffallen....aber ok. Und dass der Ausdruck "Christos" oder -wie auch immer schon ein Beweis für dich ist, dass Jesus existiert hat, verblüfft mich.

Ihr habt nichts als Geschichten, die sich widersprechen und in sich unlogisch sind. Dieser Paulus erwähnt nicht mal wichtige Protagonisten, Ereignisse und auch ansonsten bleibt es eher dünn. Und wegen der Wund(er)heilungsgeschichten und dass ich damit ebenfalls die Existenz Alexanders abspreche: Also wir haben eine Fülle von Beweisen für die Existenz Alexanders. Angefangen von Augenzeugenberichten, über Städte wie Alexandria, bis zum Grab Philipps des II. Und Alexander hat weit vor Jesus gelebt.

Hier müssen wir uns nicht nur auf Berichte von Verrückten verlassen, die noch im Mittelalter wegen ihrer kranken Ideologie arme Frauen als Hexen verbrannt haben. Wenn heute einer auf die Straße geht und erzählt, ihm sei der Erzengel Gabriel erschienen, dann kann ich dir sagen, wo du ihn wiederfinden wirst. In der Klapse, wo er hingehört!

Warum muss ich hier sofort Beweise bringen, wenn es das Christentum bis heute nicht geschafft hat? Ich habe nie behauptet, einen Doktortitel auf diesem Gebiet zu besitzen. Mir scheint, ihr haltet euch hier für eine Elite... Alles qualifizierte Professoren hier.... Nur stichhaltig fundierte Thesen, die hier gepostet werden oder hoch philosophische Threads wie "Wo hat sich Gott versteckt?" Ja wo nur???
Hallo? Wir sind hier auf Allmystery!

Also meinetwegen kann der Thread hier geschlossen werden. Ich recherchiere für mich weiter.


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