@dere
dere schrieb:habe versucht, darzustellen, dass Beweisführung und Inhalt der Information hier eine Einheit bilden. Wie man mit dem ganzen umgeht, das ist sehr nutzerabhängig. Der, für den nur der "harte Beweisgegenstand als Beweis zählt, ist offenbar nicht angesprochen. Ich halte es für höchtwahrscheinlich, dass mit Denaerdes Metallgegenstand prinzipiell das Gleiche passiert wäre, als das, was mit den Proben von Objekt M passiert ist. Es ist nur eine Frage des Aufwandes, doch da haben wir wohl verschiedene Meinungen.
So wie ich unseren Skeptikern gegenüber eine andere Meinung bezüglich Seriosität der Argumentation/Beweisführung im Falle der sonst evtl. ja "noch in den Wänden steckenden Matrosen" habe. Und nenne sowas Verdrehung bzw. "unterschwellige Desinformation".
Alles im Leben lässt sich aus einem individuellen Blickwinkel betrachten, die "Beweisführung" von Denaerde, die ja Hand in Hand mit "Informationen" gehen soll, ist da keine Ausnahme. So gesehen wird es in einer pluralistischen Welt immer Menschen geben, die ihm glauben, und welche, die ihm nicht glauben. Ich habe nicht unbedingt einen "harten" Beweisgegenstand nötig, um etwas zu glauben, aber bei Denaerdes Buch wäre er zumindestens nicht fehl am Platze.
Und wie ich schon sagte: es könnte immer eine Möglichkeit geben, einen Beweisgegenstand glaubhaft zu machen, zumindestens Denaerde hätte da durchaus einige Alternativen gehabt. Irgendwelche (angeblich...) anderswo gefundenen Beweise ("Objekt M"), die irgendwo unter irgendwelchen Umständen verschwunden sein sollen, sind da kein wirkliches Gegenargument.
Die Möglichkeit der Wahl zwischen Information und Beweis, die die Jargaraner ihm da angeblich gelassen haben, lässt sich daher nicht mit einem von ihm behaupteten höheren Verantwortungsbewußtsein der Jargaraner in Einklang bringen. Deshalb bleibe ich bei meinem Schlußwort...
wolf359 schrieb:Was mich dabei besonders stört ist die Beweisführung. Denaerde baut ein kleines Utopia auf, dessen Unzulänglichkeiten damit kaschiert werden, das es sich bei den Bewohnern nicht um Menschen handelt, sondern um Jargaraner. Gleichzeitig ist "sein" Utopia der Beweis dafür, das es Jargaraner gibt. Das ist dann widerum der Beweis für seinen Kontakt. Womit wir wider allein bei Denaerde und seiner Wahl zwischen Information und Beweis sind, und wir wissen ja, was er gewählt hat, nicht wahr ?
Die beste Erklärung, die Denaerde hat, ist das die Jargaraner nun mal eben so sind, und das reicht mir nicht...
PS: Es ist bedauerlich, das ich das Buch nicht zur Hand habe. Es wäre durchaus möglich in ihm viele interessante Gedanken zu finden, die man nicht einfach so ablehnen kann, aber diese Inhalte des Buches sind kein Beweis für die Existenz von Jargaranern, es sind wahrscheinlich Gedanken, die sich auch andere Menschen unter anderen Umständen machen können. Der Unterschied ist hier eben, das Denaerde alles von den Aliens erfahren haben will, eingebettet in eine sehr seltsame Geschichte, die auch von der Logik her gesehen schwer zu glauben ist. Wenn aber Denaerde uns hier eine "faustdicke Lüge" erzählt haben SOLLTE, dann müsste man sich nach dem Grund für sein Handeln fragen und das würde vielleicht eine andere Story ans Tageslicht bringen, die zwar auch interessant wäre, aber mit den Jargaranern nicht das geringste zu tun hat...
Die "freundlichste" Alternative, die ich anzubieten hätte, wäre das er vielleicht doch eine Art von Kontakterlebnis hatte, das er nach und nach durch eigene Gedanken angereichert hat, bis es zu etwas wurde, was ich ablehnen muß, andere aber vielleicht nicht...