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Lösungsansätze zur Altersarmut

266 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Altersarmut Rente ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Lösungsansätze zur Altersarmut

07.06.2018 um 00:04
@Dr.AllmyCoR3

Tja, so ist das Leben halt


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Lösungsansätze zur Altersarmut

07.06.2018 um 00:06
@kingari
Darf ich fragen als was du arbeitest?


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07.06.2018 um 00:22
Zitat von stuelpnerstuelpner schrieb:Wer 45 Jahre gearbeitet und eingezahlt hat sollte weiterhin in Rente gehen dürfen.
Naja. Wer mit 15 (Hauptschulabschluss) in die Lehre geht, kommt dann mit 60 in den Genuss der Rente.
Derjenige, der dann das Abitur gemacht hat und dann erstmal studiert (zum Beispiel Medizin, Regelstudienzeit 6 Jahre) kommt dann mit 24 Jahren ins Berufsleben und darf dann bis 69 arbeiten...
Was ist jetzt mit Arbeitslosigkeit? Oder Kurzarbeit? Zählt die als Anwartschaft oder nicht? Ich denke da an Bauarbeiter, die im Winter „stempeln“ gehen... Die kämen dann trotzt 45 Jahren Berufsleben nur auf 38 Jahre und reißen die 45 Jahre und müssten dann defacto noch länger arbeiten.
Oder zählt es als ein Jahr, wenn man „nur“ 1 Tag/1Monat/6Monate+1Tag/??? gearbeitet hat?
Was ist, wenn man nur im Niedriglohnsektor gearbeitet hat und kaum Ansprüche bekommen kamen hat?
Gelten Nebenjobs oder geringfügige Beschäftigungen auch? Wie fallen die ins Gewicht bei den Jahren?

Du siehst, einfach starr „nach 45 Jahren darf man in Rente gehen“ ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Gerade die Kombination mit 15 ins Berufsleben starten und 45 Jahre arbeiten reicht meist nicht für eine ordentliche Rente, weil diese Tätigkeiten meist gering entlohnt werden. Da sorgt das „aufsatteln“ für zusätzliche Rentenanwartschaften.
Zitat von stuelpnerstuelpner schrieb:Für die Rente sollten auch Gewinne durch Spekulationen am Aktien- und Rentenmarkt (heißt ja auch so (fG) )verwendet werden.
Gut: Du hast jetzt zusätzliche Einnahmen im Rentensystem.
Schlecht: Damit erwerben Leute zusätzliche Ansprüche und es gibt Leute (auch im Ausland!) die dadurch überhaupt Ansprüche bekommen. Das fällt dann später zur Last.
Ganz schlecht: Was ist mit solchen Einkünften, wenn man selbst in Rente ist? Wird man von der Rentenversicherung befreit oder erhöhen sich dadurch meine Ansprüche bei der monatlichen Auszahlung?


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Lösungsansätze zur Altersarmut

07.06.2018 um 09:12
Zitat von Dr.AllmyCoR3Dr.AllmyCoR3 schrieb:Mich stört am aktuellen System das alles was ich je eingezahlt habe in dem Moment weg ist in dem ich sterben sollte, mein Geld geht damit an fremde Menschen.
Sorry aber hast du das Rentensystem denn so richtig verstanden, wie das läuft mit dem Solidaritätsprinzip. Im überigen sind deine Rentenbeiträge nicht eine Sparsumme für deine Rente, sondern für die vor dir.

Deine Rentenbeitragszahller gehen vermutlich gerade in die KITA.
Zitat von FichtenmopedFichtenmoped schrieb:Du siehst, einfach starr „nach 45 Jahren darf man in Rente gehen“ ist nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss. Gerade die Kombination mit 15 ins Berufsleben starten und 45 Jahre arbeiten reicht meist nicht für eine ordentliche Rente, weil diese Tätigkeiten meist gering entlohnt werden. Da sorgt das „aufsatteln“ für zusätzliche Rentenanwartschaften.
45 Beitragsjahre dürften gemeint sein. Womit sich die meisten deiner Fragen von selbst lösen.


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Lösungsansätze zur Altersarmut

07.06.2018 um 09:17
Mein Verdienst ist angeblich im oberen Mittelfeld, alles was übrig bleibt (viel ist das nicht) wird in private Altersvorsorge gesteckt. Spaß macht das keinen, die Anlage ist dynamisch und wird daher immer teurer, durch das Wertepaket ist eine gewisse Mindestauszahlung aber zumindest laut AGB garantiert.

Naja, da hoffe ich mal das Beste.

Sollte ich aber berufsunfähig werden, kann ich mir die Beiträge nicht mehr leisten und kann nur hoffen, möglichst schnell unter einer Brücke zu sterben.


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07.06.2018 um 09:18
Alle, wirklich Alle zahlen in die Rentenkasse ein.
Problem gelöst.


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07.06.2018 um 09:21
Zitat von cucharaditacucharadita schrieb:Alle zahlen in die Rentenkasse ein.
Ich bin auch kein Freund von berufsständischen Versorgungswerken. Wie stehst du zur BBG?


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07.06.2018 um 09:27
Das sollte prozentual zum Einkommen weiter mit ansteigen und nicht irgendwann stagnieren.

Kann jetzt allerdings auch sein das ich da was vertüddel, aber es ist doch so, das es irgendwann egal ist wieviel ich verdiene bzw Einkommen im Monat habe, ich nur einen bestimmten Satz einzuzahlen habe, der nicht weiter ansteigt, oder?


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07.06.2018 um 09:30
@cucharadita
So ist es. Gegenwärtig zahlst du nur bis zu einem Einkommen von 6500€ (West), darüber wird gedeckelt.

Naja, würde nicht gedeckelt werden, wären vielleicht noch mehr Besserverdiener dazu motiviert ihre Steuern zu hinterziehen ("der Staat lässt ihnen ja nichts").
Daraus resultieren schon herbe Verluste und eine Steuer-CD alle paar Jahre bringt auch nicht allzu viel. Aber okay, das ist ein anderes Thema


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07.06.2018 um 09:39
@KFB

Da kann man nur wieder sagen, "in was für einem Land leben wir nur?"

Ich schaue mit großer Sorge auf unsere Zukunft und nehme an, das es nur durch einen großen "Knall" gesunden wird, allerdings ist dann auch eher anzunehmen, dass das ganze beschissene Spiel von vorn los geht.

Diese kapitalistisch, globalisierte Welt ist der wahr gewordenen Alptraum in dem wir alle Leben.

Egal, ist ja wieder WM, olé olé :)


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07.06.2018 um 09:41
@cucharadita
Naja, ein Sozialstaat sind wir immer noch, anderen geht's weit schlechter als uns. Hier muss niemand auf der Straße leben, das werte ich als positiv.
Zitat von cucharaditacucharadita schrieb:Egal ist ja wieder WM, olé olé
panem et circenses
:D


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07.06.2018 um 09:47
Ja, als wäre die Sozialistische Armut inklusive Hungernot und Rationierung eine Lösung.

Die Globalisierung ist ein natürlicher vorgang, und wird damit mehr für den Frieden schaffen als die meisten anderen Tendenzen.

Wenn alle voneinander abhängiger werden, dann kann man die Nöte und Probleme nicht mehr an der Landesgrenze auschließen.


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07.06.2018 um 10:10
In Arizona,USA gibt es Sun City,ein Rentnerparadies. Vorraussetzungen für die Auswanderungen dahin sind: dauervisum/Greencard,private Pflege und Krankenversicherung in den USA und ein Mindestalter von 55 Jahren.
Breite Straßen,vergrößerte Straßenschilder,bezahlbare Häuser und die Alten unter sich. Ich war noch nie dort aber das Konzept dieses Stadttyps finde ich äußerst lukrativ,nur ob es in Deutschland "so viel Platz gibt" und man das uns Rentnern überhaupt gönnen möchte,ist eine andere Sache


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07.06.2018 um 10:16
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Sorry aber hast du das Rentensystem denn so richtig verstanden, wie das läuft mit dem Solidaritätsprinzip. Im überigen sind deine Rentenbeiträge nicht eine Sparsumme für deine Rente, sondern für die vor dir.
Im Kern hat sie aber Recht. Auch wenn die Beiträge jetzt nicht auf ein Sparbuch wandern und für 45 Jahre verwahrt werden, so erkauft sich die jetzige Generation den Rentenanspruch gegenüber der nächsten Generation. Das ist an sich auch okay so. Allerdings kritisiere ich, dass man sich daran beteiligen muss. Ein System, bei dem ich nicht für die jetzigen Rentner bezahle, nimmt mir auch den Anspruch gegenüber der kommenden Generation.

Ich halte das nicht für einen Angriff auf das Solidaritätsprinzip. Nehmen wir als Beispiel die Haftpflicht-Versicherung. Nicht jeder hat sie, aber diejenigen die sie haben, folgen untereinander dem Solidaritätsprinzip. Ich könnte es mir in ähnlicher Form auch für die Rente vorstellen. Und ich denke davon könnte jeder Arbeitnehmer profitieren.

Ich zahle aktuell mit einem nicht so wirklich hohen Gehalt knapp 400 € in die Rentenversicherung ein (inkl. AN-Anteil).Wenn ich das monatlich in einen Fond (bei 7.5% Rendite) stecken würde, hätte ich nach 45 Jahren 1.8 Mio € raus. Inflationsbereinigt (2 %) entspricht dies heutigen 740.000 €. Lege ich die durchschnittliche Lebenserwartung von 81 Jahren zu Grunde und arbeite bis 67 kann ich mir diese 740.000 € auf 14 Jahre verteilen, wäre also bei einer jährlichen Rente von 53.000 € steuerfrei. Da braucht man keine Flaschen sammeln gehen.

Und was übrig bleibt, geht nicht verloren, sondern an Kinder und Enkel.


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07.06.2018 um 10:19
Ihr könnt euch alle bei Schröder bedanken. Oder zumindest jene, die den fatalen Fehler begangen haben, sich nur auf die staatliche Rente zu verlassen. Schröder, heute bekannt als "Gas-Gerd", hat die Boni für Benachteiligte (Witwen, Behinderte, Versehrte, etc.) drastisch gemindert. Er hat generell die staatliche Rente gedrosselt. Das hat er getan, weil die Finanzdienstleister, also die Privatversicherungen, Lobbying betriben haben. Soll noch mal einer sagen, die SPD habe ihre Ideale nicht verraten.

Auch Merkel hat nicht viel geändert, außer die Mütterrente eingeführt.

In Östrreich krieg man im Durchschnitt 200-300 Euro mehr an Rente (hier heißt es "Pension"). Sie wurde nie wirklich so zerstört, wie unter Schröder und der SPD in den Nullerjahren.

Gleichzeitig ist es natürlich einfach für die Politik, die Leute zu bescheißen. Jene, die sich auf die rein staatliche Vorsorge verlassen, sind meist auch nicht die hellsten Köpfchen und kreigen es nicht hin, die Rentenformel herauszufinden, bzw konkret zu sehen, was sich im Vergleich zu vor 20 Jahren geändert hat. Da haben Politiker dann natürlich ein leichtes Spiel.

Generell ist die beste altersvorsorge in einer wachsenden Volkswirtschaft die Vorsorge durch ETF-Fonds.
Zitat von cucharaditacucharadita schrieb:im Monat habe, ich nur einen bestimmten Satz einzuzahlen habe, der nicht weiter ansteigt
Ja, jedoch wird die Rentenformel ständig modifiziert und ein steigendes Verhältnis von Renteneinzahler/Rentenbezieher wird durch einen steigenden Beitragssatz kompensiert.


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07.06.2018 um 10:24
Zitat von Dr.AllmyCoR3Dr.AllmyCoR3 schrieb:Mich stört am aktuellen System das alles was ich je eingezahlt habe in dem Moment weg ist in dem ich sterben sollte, mein Geld geht damit an fremde Menschen.
Das ist nicht ganz richtig. Die gesetzliche RV ist ein Umlagesystem. Das heißt: das, was du heute an Rentenbeiträgen einzahlst, gibt die RV IM SELBEN MOMENT als Rentenzahlung an die heutige Rentnergeneration wieder weiter. Das ist ist es ja gerade, was den sog. Generationenvertrag ausmacht.

Es ist also nicht so, dass die RV deine heute eingezahlten Beiträge für dich irgendwie verwahrt oder anlegt, bis du in Rente gehst, und dir dann deine Beiträge wieder auszahlt. Dann wäre sie ja eine Bank, Sparkasse oder dergleichen und eben kein solidarisches Umlagesystem.

Auf dem Kapitalmarkt legt die RV lediglich die gesetzlich vorgeschriebene Nachhaltigkeitsreserve an, also einen gewissen Vorrat an Beitragsüberschüssen, der aber max. die Rentenzahlungen für etwa zwei Monate sichert. Reicht die Schwankungsreserve mal nicht, um die aktuell fälligen Rentenzahlungen aus der Umlage zu sichern, wird Steuergeld nachgeschossen.


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07.06.2018 um 10:35
Ja mir ist schon klar das ich das an die heutigen Rentner zahle :D das ist ja quasi der Punkt der mich stört.
Wenn ich vor der Rente sterbe hab ich nie was bekommen dafür das ich mein Leben lang anderen die Rente quasi gezahlt habe.
Ich möchte mich außerdem nicht auf andere verlassen müssen wenn ich mal Rente bekomme, denn meine Erfahrung hat gezeigt wenn ich mich auf andere verlasse bin ich verlassen


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Lösungsansätze zur Altersarmut

07.06.2018 um 10:42
Zitat von Dr.AllmyCoR3Dr.AllmyCoR3 schrieb:Wenn ich vor der Rente sterbe hab ich nie was bekommen dafür das ich mein Leben lang anderen die Rente quasi gezahlt habe.
Na, das ist ja öfter so, dass man zahlt, ohne selber was dafür zu bekommen. Bei der Arbeitslosenversicherung ist es ja auch so: du zahlst Monat für Monat Beiträge, obwohl du vielleicht nie Arbeitslosengeld brauchst bzw. bekommst. Oder Krankenversicherung: da zahlst du auch, obwohl du vielleicht jahrelang nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus musst. Oder Hausrat-, Haftpflicht- und sonstige Versicherungen.

Gut, in den genannten Fällen will man den Versicherungsfall (Arbeitslosigkeit, Krankheit, kaputte Wohnung etc.) gerade nicht haben, man sorgt nur für den Notfall vor. Vom Prinzip her sind das aber auch alles Umlagesysteme.


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07.06.2018 um 10:55
@Andante
Naja die meisten Versicherungen schließt man aber selbst ab und ist nicht gezwungen.
Bei der arbeitslosen Versicherung sehe ich es ähnlich, durch private Vorsorge könnte man zB auch umgehen das es Langzeit arbeitslose gibt die einfach Kb haben zu arbeiten.
Ein kleiner Betrag wäre ja ok um einem aus der Patsche zu helfen wenn man zB nach der ausbildung nicht direkt was findet oder so, aber das so mancher Monate oder Jahre davon lebt ist scheiße.
Da sollte man sich vill ein anderes System einfallen lassen.
Und bei der KV sieht man ja wie viel Überschuss da ist.
Warum können die Überschüsse nicht am Ende des Jahres an die zahler ausgezahlt werden?
Oder man bekommt Prämien in Form von Fitness angeboten oder sowas wenn man sich gesund hält?
Wenn man nicht Raucher ist zB?
(und ich bin selbst Raucher)


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Lösungsansätze zur Altersarmut

07.06.2018 um 11:19
Zitat von Dr.AllmyCoR3Dr.AllmyCoR3 schrieb:Warum können die Überschüsse nicht am Ende des Jahres an die zahler ausgezahlt werden?
Bei den gesetzlichen Versicherungen, also RV, KV, AV und Pflege, ist es ja meistens so, dass die wenig Überschüsse haben. Gut, momentan hat die KV welche, aber bald hat sie bestimmt wieder ein Defizit.

Es hängt halt immer davon ab, wie die Lage auf dem aktiven Arbeitsmarkt ist, also wieviele Beitragszahler es gerade gibt und wie hoch die hereinkommenden Beiträge sind. Werden momentan vorhandene Überschüsse an die Beitragszahler zurückgegeben, fehlen sie vielleicht schon im nächsten Monat, wenn der Arbeitsmarkt abschmiert und die Arbeitslosigkeit wächst.

Natürlich könnte man die gesetzlichen Versicherungen abschaffen, so dass jeder auf private Vorsorge setzen müsste. Die private Versicherungswirtschaft wäre dann sicher total begeistert, das wünscht die sich ja schon lange ;-)

Rein steuerfinanzierte Sozialsysteme sind auch denkbar, politische Überlegungen dazu gibt es ja schon lange. Ein dabei zu lösendes Problem ist aber die jahrzehntelange Umstellungsphase. Und: auch hier braucht es Finanzierer, also genügend Steuerzahler. Weiter: was machen wir dann zB mit Selbstständigen? Sollen die wie bisher privat vorsorgen, oder sollen sie, da auch Steuerzahler, dann Ansprüche auf die steuerfinanzierten Sozialleistungen haben und können ihre privaten Renten- und Krankenversicherungen canceln? Ihnen zu erzählen, dass sie zwar gerne Steuern zahlen dürfen, dafür aber nichts kriegen, sondern weiter private Versicherungen zahlen sollen, geht ja wohl nicht.

Es ist halt nicht damit getan, zu fordern, dass alle, also auch Selbstständige, Beamte, Bundes- und Landtagsabgeordnete, in die vorhandenen Sozialsysteme einzahlen, um, wie es so schön heißt, dort die Einnahmebasis zu verbreitern. Es ist gleichzeitig zu bedenken, dass dann auch das Heer der Anspruchsteller wächst, so dass am Ende ein Nullsummenspiel herauskommt.

So oder so: die Sozialpolitik wird sich was einfallen lassen müssen.


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