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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

341 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Todesstrafe ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
antigravitation Diskussionsleiter
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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 13:47
geraldo was in europa nicht ordnung ist verdeutlich der post von dragonmike am besten :

"

Aber deutschland is sowieso ein komsiches Land.

Ein Raubkopierer kriegt drei jahre haft,
ein Kindervergewaltiger nur 1 Jahr auf Bewährung.

Kam irgendwann mal in den Nachrichten das da einer nur ein Jahr bekam dafür das es ein Kind missbraucht hat. Da fragt man sich doch was die Deutsche Justiz überhaupt darstellt.


"


Das schönste Erlebnis ist die Begegnung mit dem Geheimnisvollen. Sie ist der Ursprung jeder wahren Kunst und Wissenschaft.
Wer nie diese Erfahrung gemacht hat, wer keiner Begeisterung fähig ist und nicht starr vor Staunen dastehen kann, ist so gut wie tot: Seine Augen sind geschlossen... Albert Einstein



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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 14:24
Ja es war Mord an einer ganzen Regierung !

Das Leben geht weiter bloß kein Stress die Zeit ohne mich bekommt ihr auch weg ;)



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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 14:33
@Fedaykin:
Du scheinst das ad absurdum in deiner Aussage "Wer anderen ihr Grundrecht zu LEBEN nimmt verdient es nicht." nicht zu erkennen. Du sprichst Dich damit selber zugleich des Lebens unverdient, wenn Du diese Ideologie als Grundlage verwendest, über anderer Leben und Tod zu entscheiden.

Wo beginnt psychische Krankheit??? Wer kann sich erheben, zu bestimmen, was normal ist und was nicht? Eine Anmaßung sondersgleichen. Die Geschichte hat zur Genüge aufgezeigt wie fehlbar solche Werturteile sind.

Ich lese diese Frage zum ersten mal von Dir (hab sie vielleicht übersehen), aber ich habe keine Angst vor einer Antwort - wieso auch??? Also: Ja, auch die Hinrichtungen im Zuge der Nürnberger Prozesse waren Mord! Wieso sollten diese etwas anderes sein? Ein funktionierendes Rechtssystem ist nur möglich, wenn es unabhängig von subjektiven oder emotionalen Werturteilen unterschiedslos angewandt wird. Justitia sind nicht umsonst die Augen verbunden. Alles andere öffnet der Willkür und der Fehlbarkeit Tür und Tor.


@t.durden:
Es geht mir nicht um eine Beleidigung, sondern als Stammtischniveau bezeichne ich lediglich den intellektuellen Hintergrund der Argumentationsweise so mancher Befürworter, nicht den Befürworter selber. Meine Position sollte eigentlich klar ersichtlich sein, aber ich stelle sie hier gerne dar:

Todesstrafe? Ein deutliches und klares NEIN! Eine Zivilisation, die in einem langen Prozess unsere heutigen Grundrechte entwickelt hat, in der die Würde und das Leben eines JEDEN Menschen als unantastbar gesichert ist, darf an seinen Werten nicht von jenen rütteln lassen, die solch ein hohes Zivilisationsverständnis nicht erlangt haben. Jene Organe, dir respektabel über das Recht und Unrecht anderer richten, können und dürfen nicht zugleich selber das gleiche Unrecht begehen, über das sie sich zu urteilen befähigt sehen und diesbezüglich das Vertrauen des Volkes genießen. Und wer bitte ist schon in der Lage, sich tatsächlich ein absolutes objektives Bild eines anderen Menschen und seiner Psyche machen zu können? Niemand! Wer kann mit Sicherheit sagen, dass jemand, der einen Mord beging, erneut einen begehen wird, sobald er auf freien Fuß ist? Niemand! Zudem ist die Definition, was Verbrechen ist und was nicht und wie ein Verbrechen zu beurteilen ist, sehr fehlbar und immer abhängig von der gegenwärtigen Ethik und gesellschaftlichen Werten. Würde die Rechtssprechung von solch subjektiver kurzsichtiger Gesinnung beherrscht werden, wie dies hier so mancher zum Besten gibt, wäre dieses Land ein Chaos und hunderte Jahre Entwicklung zunichte gemacht.
Es ist nicht nötig, Mörder umzubringen, um die Gesellschaft zu schützen. Es gibt nicht zu umsonst Gefängnis sowie in bestimmten Fällen sogar lebenslange "Verwahrung" von Personen, die absehbar und unbekehrbar eine Bedrohung für die Gesellschaft darstellen. Ich meine, dass eine 15-jährige Gefängnisstrafe gewiss keine Annehmlichkeit ist. Unsereiner hat noch nicht mal einen Tag in Haft verbracht, und kann sich davon vermutlich keine Vorstellung machen, was dies tatsächlich bedeutet.

@antigravitation:
ich stimme Dir völlig zu, dass es in der Rechtssprechung sowie in der Gesetzgebung auch völlige Unverhältnissmäßigkeiten und Ungerechtigkeit gibt und es noch viel Entwicklungsbedarf gibt, was wohl in der menschlichen Natur liegt. Das alleine aber zeigt bereits auf, wie fehlbar ein solch "mildes" Rechtssystem ist. Menschliche Fehlbarkeit wird durch radikalere Systeme nicht gemindert, sondern zieht u. a. auch entsprechend gravierendere Fehlbarkeiten nach sich. Wir können nicht die Werte solch eines Systems für uns in Anspruch nehmen und genießen, gleichzeitig aber die Türen für gegenteiliges öffnen.


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jeyjo ehemaliges Mitglied

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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 14:37
@ Geraldo

Also Deine Aussage, dass es keinen Unterschied darin gibt, ob ein Mörder oder Vergewaltiger sich an einem kleinen Kind vergeht oder an einem Erwachsenen ist doch sehr verwerflich!!

Um es zu verdeutlichen, ein kleines Kind kann sich für gewöhnlich nicht wehren, ist hilflos, der Täter nutzt die Naivität des Kindes aus, er vergeht sich in seiner Perversion an einem Wesen, dass in ihm möglicherweise eine Art Vaterfigur sieht(Altersunterschied), es ist NICHT normal!!!
Ein Erwachsener jedoch kann zwischen gut und böse unterscheiden, kann sich verteidigen, ist meistens nicht naiv und und und...

Leider entsteht hier der Eindruck,dass das Schicksal vieler Kinde.r hier einige unberührt lässt!!


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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 14:39
Geraldo

unsere heutigen Grundrechte entwickelt hat, in der die Würde und das Leben eines JEDEN Menschen als unantastbar gesichert ist, darf an seinen Werten nicht von jenen rütteln lassen,

toll
und wie unantastbar war das LEBEN des OPFERS ?????

Wie wäre es wenn deine/n Frau/Mann stirbt
hättest du dann bock zu wissen das in 15 Jahren der Täter wieder frei ist ????
und jede Nacht daran zu denken das er zurück kommen könnte und die töten kann. BSP

Der Mörder beim bsp. von Mr.K war auch schon im Gefängniss die 2 Kinder wären noch am Leben wenn wir sie beschütz hätten.........



Das Leben geht weiter bloß kein Stress die Zeit ohne mich bekommt ihr auch weg ;)



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03.04.2005 um 14:41
Richtig ein Kind wiegt höchstens 35 Kilo
der Täter 90 Kilo schon unfair oder?

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jeyjo ehemaliges Mitglied

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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 14:42
Ich bin auch kein allgemeiner Befüworter der Todesstrafe, jedoch denke ich, dass wesentlich härtere Strafen in ganz expliziten Fällen eingeführt werden sollten.


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03.04.2005 um 14:54
@t.durden:
"und wie unantastbar war das LEBEN des OPFERS ?????"
das ist ein falscher Ansatz, da es in dieser Diskussion um das ganze Staatssystem geht, und nicht um das Fehlverhalten eines einzelnen Individuums.

"Wäre.... wenn.... dann".... sowas bringt nichts. "Wenn der tödlich verunglückte Fahrzeughalter eine Minute später losgefahren wäre, dann wäre ihm der von rechts kommende Lastwagen an der Abzweigung nicht reingefahren, und er würde heute noch leben". Egal wie Du's drehst und wendest, die Garantie und Sicherheit im Leben, nach der Du suchst, wird Dir kein System ermöglichen und radikalere Systeme sind diesbezüglich erst recht ein Schuss nach hinten, weil sie in organisierter Form die Achtung vor dem Leben zu missachten beginnen.


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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 14:58
Ein Täter wie der Mörder der Kleinen Kinder hat geziehlt getötet.
und nicht nur weil er gerade jetzt aus dem Haus gegangen ist !!!!
Meine Meinung
deine Meinung

Todesstrafe für alle Kindermörder Vergewaltiger

NO MERCY

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03.04.2005 um 15:00
aber sicher ein Autofahrer zu töten weil er nicht den Lastwagen von Rechts gesehen hat...
Ergebniss dann 4 tote
Nennt man Unfall und wegen eines Unfall ist noch (((niemand))) Hingerichtet wurden oder kannst du mit bsp sagen ?

.....ware falsch

aber wer geziehlt tötet.
NO MERCY




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03.04.2005 um 15:06
@jeyjo:
Es ist unerheblich, dass die Strategie eines Mörders für diesen bei Kindern leichter ist. Tatsache ist dennoch, dass haushoch mehr Erwachsene Mordopfer sind, als Kinder, was alleine schon gegen solche Argumente spricht. Oder bewertet man einen Mord nun danach, wie leicht oder schwer der Mörder es hatte? Wir leben nicht in einem Land, wo Kindesmord an der Tagesordnung steht, auch wenn manche die reißerischen Berichte in den Medien als Alltagsgeschehen nicht zu unterscheiden vermögen.

Es gibt so wenig "ein bißchen Folter", wie es auch kein "doch hier und da mal töten" gibt. Leben ist Leben - ausnahmslos! Wer mit solchen Unterscheidungen "naja, Leben gut und schön, aber nicht der und auch nicht bei dem, und bei dem schon gleich gar nicht" anfängt, hat die Grundethik nicht verstanden. Die Unterscheidung von "werten" und "unwerten" Leben hat es übrigens schon mal gegeben, schon vergessen?


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03.04.2005 um 15:12
@t.durden:
hmmm.... wie Du mein Beispiel mit dem Autofahrer verstanden hast, zeigt mir wiederum deutlich deinen intellektuellen Hintergrund auf. Ich meine, da macht eine weitere Diskussion keinen Sinn.

Nun, erfreulicherweise ist Deine Gesinnung unbedeutend, was auch unsere derzeitige Gesellschaftsordnung, die eben zivilisiertere Wertmaßstäbe lebt, widerspiegelt.


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03.04.2005 um 15:13
Leider Geraldo leider ;D
CU Thread

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jeyjo ehemaliges Mitglied

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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 15:21
@ Geraldo

Schön und gut, dass Du mir und auch allen anderen hier unterstellst, dass wir uns von "reißerischen Berichten" in den Medien hinreißen lassen und auch sonst nicht unterscheiden können zwischen Recht und Unrecht, aber dies gilt dann auch für dich.
Komischerweise ist die Häufigkeit von Gewaltverbrechen an Kindern sehr hoch, an dieser Tatsache kann niemand rütteln.

Wenn es nach Dir geht, dann sollte es auch keine Gerichte geben, denn schließlich sind die Urteile dieser auch nicht immer konfotm mit den Menschenrechten, schließlich werden die Leute ja eingesperrt in Gefängnissen und und und...

Ich denke, Du vermilderst den ganzen Sachverhalt.

Hinzu kommt, es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen einem Mord an einem Kind und einem Mord an einem Erwchsenen. Und zwar ist es der Geisteszustand des Täters. Ein Mensch, der sich an einem Kind vergeht und es dan umbringt ist auf jeden Fall ein perverses und gestörtes Individuum, vielm mehr als ein Mann, der einen erwachsenen Menschen ermordet (ich will natülrich diese Tat nicht verharmlosen). Im Vergleich steckt im Gedankengut eines Kindesmörders viel mehr gefährliches, krminielles und psychisch labiles als in dem eines "normalen" Mörders. Datz genügt es, einfach nur mal kurz nachvollziehen zu wollen, wie ein Mensch zu so einer gestörten Tat fähig sein kann.
Für den Mord an einem Erwachsenen kann es viele Motive geben, Rache, Habgier und und und (natürlich KEINE rechftertigung!!)
aber welches motiv kann es geben ein kind zu ermorden???


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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 15:44
@jeyjo:
nein, ich habe das nicht explizit dir unterstellt. aber die Betonung Kindermorde in der Öffentlichkeit steht in keinem Verhältnis, was sich hier in der Argumentation der meisten Befürworter der Todesstrafe wieder findet. Wenn jeder Mord an einem erwachsenen Menschen gleichermaßen von den Medien behandelt würde, als der Mord an einem Kind, dann wäre Dein Eindruck ein ganz anderer, das darfst du mir glauben.
Ich habe nicht behauptet, dass unsere Gerichte fehl am Platz sind, das unterstellst DU mir jetzt. Soweit deren Urteile gegen die der Diskussion zugrundeliegenden, hierzulande gültigen Menschenrechte verstoßen, hat jedermann die Möglichkeit, diese über die obersten Gerichte - notfalls sogar über den Europäischen Gerichtshof einzuklagen.

"Ein Mensch, der sich an einem Kind vergeht und es dan umbringt ist auf jeden Fall ein perverses und gestörtes Individuum..."
Das ist ein Werturteil - eine Glaubensannahme, nichts weiter. Wer bestimmt, was pervers oder gestört ist, und in welchem Ausmaß, und was nicht????

"...im Vergleich steckt im Gedankengut eines Kindesmörders viel mehr gefährliches, krminielles und psychisch labiles als in dem eines "normalen" Mörders."
Das sind ganz undifferenzierte und pauschale Aussagen von Dir, gepaart mit individuellen, subjektiven und emotionalen Werturteilen. Es ist unverantwortlich und gefährlich, darauf ein Rechtssystem aufzubauen. Studiere hierzu einmal die Menschheitsgeschichte und die menschliche Entwicklung. Es gibt zahlreiche Beispiele, wohin sowas führt.

Der Mörder eines Kindes hat dafür ebenso seine Ursachen und Gründe, wie der eines Erwachsenen. Ich würde noch nicht einmal sagen, dass diese "unnormal" oder "krank" sind, denn was bitte ist schon "normal" oder "gesund". Solche Dinge bemessen wir zumeist an der Quantität, aber das lässt keine absolute objektive Bewertung zu. Versteh mich nicht falsch, es geht mir nicht darum, zu sagen, Mord ist völlig ok, sondern um die Unmöglichkeit, daraus zu einer Urteilsfähigkeit zu kommen, die eine Hinrichtung, oder gar eine "qualitative" Unterscheidung zwischen dem Mord an einem Kind oder an einem Erwachsenen rechtfertigen würde.


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jeyjo ehemaliges Mitglied

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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 15:57
@ Geraldo

Mag sein, dass es sich bei bestimmten Tatbeständen und ihrer Klassifizierung meinerseits oder auch anderen usern dieses forums um subjektive Wertbeimessungen handelt.

Aber ich gehe in diesem Fall wirklich auf "Extrem-Verbrechen" ein, wie eben Gewaltverbrechen an Kindern, Serienmord, Pädophelie.

Ich : "Ein Mensch, der sich an einem Kind vergeht und es dann umbringt ist auf jeden Fall ein perverses und gestörtes Individuum..."

Du darauf: "Das ist ein Werturteil - eine Glaubensannahme, nichts weiter. Wer bestimmt, was pervers oder gestört ist, und in welchem Ausmaß, und was nicht???? "

- Dazu muss man sich fragen, ob es NORMAL ist, dass ein Mensch so etwas tut...Ob es von der gesamten Gesellschaft gebilligt wird...ob man so etwas selber tun würde...ob die eigene Moral und Ethik solch eine Tat gutheißt...

Ich glaube, der gesunde Menschenverstand sagt einem oftmals das Richtige.
Bei diesem Beispiel kann man davon ausgehen, dass es NICHT normal ist, dass Menschen solch grausame Dinge begehen.

Nur ein kranker Geist, der nicht zwischen Recht und Unrecht unterscheiden kann, kein Mitleid empfindet für sein Opfer, sondern Gleichgültigkeit oder sogar Hass, nur so ein kranker Geist kann in der Lage sein, Kinder zu vergewaltigen und zu quälen, Kinderpornos zu drehen, Kinder zu ermorden.
(Ich beziehe absichtlich nur auf diesen "Bereich")
Wenn dem nicht so wäre, dann würde unsere Gesellschaft nur aus Pädophilen und Kindermördern bestehen. Aber dem ist unmal nicht so.

Und das Deutsche Recht sollte meiner Ansicht nach vehemmenter auf solche Straftäter reagieren!


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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 16:30
@jeyjo:

Dennoch.... "das Normale", "die eigene Moral und Ethik", "der gesunde Menschenverstand", "das eigene Handeln oder Nichthandeln" sind im Laufe des Lebens erworbene Wertmaßstäbe. "Unsere Natur" (wenn Du so willst), ist ALLES, was wir Menschen leben und sind, denn sonst wäre es nicht. Als NORM-al wird lediglich jenes erachtet, das von der Mehrheit gelebt und praktiziert wird, besagt aber noch lange nicht, dass es es auch gut ist. Interessant ist in diesem Zusammenhang übrigens, dass es gerade die "normalen" und "rechtschaffenen", "braven" Bürger waren, die sich in der bekannt grausamen Weise in den KZ's als Aufseher und Personal ausgetobt hatten, und nicht von vornherein "kranke", "entartete" Persönlichkeiten. Als solche wurden sie im Nachhinein "erkannt".

"Recht" und "Unrecht" oder "Krank" und "Gesund" hat sich häufig gewandelt und das wird es auch zukünftig tun. Es gab Zeiten, da war es sogar "Unrecht", Heiltränke zu brauen, oder eine andere religiöse Sichtweisen zu vertreten. Es gab Zeiten, da war es "Unrecht", Kinder mit anderen ethnischen Menschen zu zeugen. Und glaube mir... auch wenn uns das heute alles als "falsch" oder lächerlich erscheint - die Menschen der damaligen Zeiten waren davon genauso überzeugt, wie wir heute von unseren Wertmaßstäben, und haben diese genauso als "gesund" und "gut" betrachtet. Soviel zu dem, was "das Normale", "die eigene Moral und Ethik", "der gesunde Menschenverstand", "das eigene Handeln oder Nichthandeln" betrifft.

DU bist es, der Kindermörder so wahrnimmt, wie Du sie in Deinem vorgehenden Beitrag aufzeichnest, was aber nicht heißt, dass diese tatsächlich so sind. Ein Kindermörder hat für sein Unrecht ebenso Verständnis und Nachvollziehbarkeit oder Erklärbarkeit, wie Du für das in Deinem Leben bislang begangene Unrecht hast. Du kennst ihre Biografien nicht, Du kennst ihre Psyche nicht, aber glaubst, über sie urteilen und sie als entartet oder krank bezeichnen zu können, aus deinem subjektiven Verständnis, das nur einen klitzekleinen Bruchteil der gesamten menschlichen Vielfalt darstellt.

Das alles bedeutet für mich aber nicht, dass die Gesellschaft nicht das Recht dazu hat, sich vor potentiellen Mördern zu schützen. Aber bitte in einer zivilisierten und menschenachtenden Art und Weise anstatt mit dumpfen und unüberlegten Radikalismus.


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jeyjo ehemaliges Mitglied

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03.04.2005 um 16:51
Geraldo


Dann wenden wir Deine Sichtweise mal gegen Dich an.
Was ist menschenverachtend?ist es nicht auch nur eine wertebeimessung deinerseits??

Und, es ist nicht normal und war es auch nicht in der Vergangenheit, dass sich Mensche an Kindern ausgelassen haben. Gewisse Werte entwickeln sich, da hast Du Recht, aber bestimmte Werte trägt der Mensch von Anfang an in sich, wie sich das Urteil über Recht und Unrecht bilden zu können.

Wieso soll ich solche Mensche nicht als entartet oder krank betrachten, wenn sie es doch sind?!- Wenn ich 18 Menschen umbringen würde, einen nach dem anderen und mich daran weiden würde, wäre ich dann nicht auch krank???- Nur eine kranke Psyche kann einen Menschen zu solchen Taten bewegen. Dabei ist die Diskussion über Werteentwicklung in diesem Zusammenhang meiner Ansicht nach belanglos. Es wäre eher von Interesse, wie ein Mensch zu solchen Abgründen fähig ist ist.
Das "Verstädnis" für solche Psychoptahen sollte man auch nur deshalb aufbringen, um Präventivmaßnahmen entwickeln zu können und in Erfahrng bringen zu können, wie der menschliche Geist zu solchen "Leistungen" fähig ist.

Ich kann verstehen, dass es psychisch kranke Individuen gibt, die zu schlimmen Taten fähig sind, aufgrund ihrer persönlichen Entwicklung.
Was ich jedoch nicht nachvollziehen kann ist, dass Du diese Personen in "Schutz" nimmst oder versuchst ihre Taten zu verteidigen...es kommt zumindest so rüber...

mfg

jeyjo


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jeyjo ehemaliges Mitglied

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03.04.2005 um 16:59
UND:

In gewisser Weise hast Du Recht, Meinungen sind IMMER Subjektiv ;)

Wenn ich darüber schreibe, dann aus der Sicht eines älteren Bruders, vielleicht auch aus der eines zukünftigen Familienvaters. Und aus dieser Sicht heraus ist es unmöglich nicht die Grausamkeit zu sehen, die manche Täter an den Tag legen.
Ich glaube auch, dass diese Sichtweise sich in den ganzen Jahrhunderten bis heute nicht großartig verändert hat.


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Todesstrafe und Boot-camp -- gute Maßnahmen ?

03.04.2005 um 17:28
Es gab schon eine Menge Justizirrtümer bei der Todesstrafe!!!
Und mal ein Beispiel: Wenn Menschen umgebracht werden, weil sie dem Staat schaden und angeblich auch der Bevölkerung, ist das dann gerecht?
Wer entscheidet denn, ob er gefährlich ist oder nicht?
Waren Rosa Luxemburg oder Erzberger für die Bevölkerung gefährlich?
Man hat sie umgebracht-genau wie die Geschwister Scholl auch!
Warum? Weil sie eine Bedrohung des Staates waren.
Und das Volk stand bei der Judenverfolgung hinter dem Staat-Warum?
Weil dieser so überzeugend propagandistische Mittel hatte!
Heute bestimmen in den U.S.A. auch hauptsächlich die Medien über das Gerichtsurteil-und natürlich das Geld.
Wo ist da noch die Gerechtigkeit?

Was ist schon der Sinn?


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