Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

46 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gesellschaft, Akzeptanz, Narzissmus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 11:05
@MexicanLime
Ja es scheint offensichtlich. Die Systeme der Wirtschaft und vieler Machtpositionen sind teilweise darauf ausgelegt, den Effektivsten und nicht den Weisesten den Weg zu Ebnen.
Bei Stress, Schmerz und Leid, neigen wir Menschen im Affekt dazu, rabiater unsere Vorstellungen zu verteidigen. Vorstellungen, Selbstbilder, Status, welche oft sowieso schon zu viel Wert in uns haben, erhalten dadurch noch mehr Gewicht. Und falls der innere Akku durch all das Kämpfen mal völlig leer ist, und der Mensch sich fast hinterfragt, steht die Unterhaltungs- und Werbeindustrie bereit uns mit der Predigt der wundervollen Individualität, und dem Weg zum Glück durch Reichtum und Schönheit, das Ego zu streicheln.
Was ich persönlich bedenklicher finde, dass sich so viele, so leicht, Instrumentalisieren lassen.


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 11:15
Zitat von soomasooma schrieb:Was natürlich auch Quatsch ist, deshalb vielleicht die Reaktionen. Gab hier schon ähnliche Themen mit ähnlichen Verläufen – ehrlicherweise hab ich da das eigentliche Problem auch mehr bei der inneren Einstellung gesehen als bei körperlichen Merkmalen
Es soll in meinem Post hier auch gar nicht speziell um dieses Thema gehen. Das Thema ansich soll hier auch gar nicht diskutiert werden.
Es ist ja auch völlig okay eine andere Meinung zu haben.
Es geht einfach um diese Anti-Empathie, die unter diesem Post so krass zum Vorschein kam. Um die Diskussionskultur. Um das Zusammenleben der Menschen im Jahr 2025, wie wir mit anderen umgehen. Wie mir uns selbst umgehen.

Wie gesagt, mir fiel kein anderes Wort ein als "Narzissmus" und da Narzissmus, mMn ein Spektrum ist und sich vor allem durch Ich-Bezogenheit, Anti-Empathie, Opferhaltung, Kritikunfähigkeit an einem selbst und " Gaslighting" und eben auch durch Abkabselung in diversen Ausprägungen äußert, finde ich passt das am Ende doch.

Mir fällt es auch schwer so einen pessimistisch anmutenden Beitrag aufzumachen, da ich eigentlich jemand bin, der sehr lebensfroh ist und Versuche meist sogar Verständnis für unschöne Charaktereigenschaften aufzubringen und das Objektiv zu verstehen. Aber mir kommt es zurzeit einfach alles nicht mehr richtig vor. Mir fällt das schwer in Worte zu fassen. Ich habe aktuell seit einiger Zeit das Gefühl es gibt nur noch zwei Arten von Menschen nach meinem Gefühl, zu den einen habe ich jegliche Verbindung verloren, ich verstehe sie und ihr Verhalten einfach nicht mehr. Ich fühle auch kein Verständnis mehr, nichts passt mehr. Als wäre ich ein Fisch im Wasser, der verstehen soll wie Vögel fliegen. Das betrifft fremde Menschen wie teils auch langjährige Bekannte. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die ich sofort verstehe, fühle, mich wohlfühle. Es gibt nichts mehr dazwischen.


3x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 11:37
Zitat von MexicanLimeMexicanLime schrieb:Es geht einfach um diese Anti-Empathie, die unter diesem Post so krass zum Vorschein kam. Um die Diskussionskultur. Um das Zusammenleben der Menschen im Jahr 2025, wie wir mit anderen umgehen. Wie mir uns selbst umgehen.
Meinem Eindruck nach ist das eine Diskussionskultur, die nicht erst in diesem Jahr entstanden ist. Ruppige, unempathische bis überhebliche und geradezu boshafte Rückmeldungen erlebe ich schon seit mindestens 10 Jahren in diversen Foren.

Ach ja, und wenn es um technische Fragen oder Probleme geht, dann kommt typischerweise eine Antwort vom Typ ("Das Problem ist nicht das Gerät, sondern der User"). So eine Antwort hat mich vor Jahren mal veranlasst, rasch wieder ein Forum für Fotografen zu verlassen. Ernsthafte Diskussionen über mögliche Ursachen bzg. meiner Fragestellung gab es nicht.


2x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 12:03
Zitat von MexicanLimeMexicanLime schrieb:Ich fühle auch kein Verständnis mehr, nichts passt mehr. Als wäre ich ein Fisch im Wasser, der verstehen soll wie Vögel fliegen. Das betrifft fremde Menschen wie teils auch langjährige Bekannte. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die ich sofort verstehe, fühle, mich wohlfühle. Es gibt nichts mehr dazwischen.
Dein Beitrag ist nicht pessimistisch, sondern realistisch.
Das solltest du auch an Zuspruch sehen. Es gibt viele Menschen, die dich verstehen.
Ich kann mir empathielosen Menschen auch nichts anfangen.

@martenot
Das ist auch so ein typisches Beispiel. Ich finde es armselig, wenn Menschen sich überlegen fühlen und dies auch noch mitteilen.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 12:04
Zitat von YariYari schrieb:Ich kann mir empathielosen Menschen auch nichts anfangen.
Allerdings kann man sich in einem offenen anonymen Forum die anderen Teilnehmer nicht aussuchen, und da jeder User kommentieren kann, kommt man um mehr oder weniger viele empathielose Kommentare kaum herum.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 12:07
@martenot
Genau. In einem Forum geht das natürlich nicht, aber im privaten Umfeld schon und das ist ja viel wichtiger, als anonyme Menschen.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 12:09
Zitat von YariYari schrieb:aber im privaten Umfeld schon
Zum Teil. Im beruflichen Umfeld kann ich es mir allerdings auch eher nicht aussuchen. Ich selbst habe zwar tendenziell Glück: meine Kollegen sind zwar nicht immer super-empathisch, aber auch nicht völlig taktlos. Also das ist soweit okay.

Aber ich habe auch schon was anderes erlebt, und da kann man leider nicht immer ausweichen oder sich andere Kollegen suchen.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 12:13
Zitat von martenotmartenot schrieb:Zum Teil. Im beruflichen Umfeld kann ich es mir allerdings auch eher nicht aussuchen. Ich selbst habe zwar tendenziell Glück: meine Kollegen sind zwar nicht immer super-empathisch, aber auch nicht völlig taktlos. Also das ist soweit okay.

Aber ich habe auch schon was anderes erlebt, und da kann man leider nicht immer ausweichen oder sich andere Kollegen suchen
Ja, im beruflichen Umfeld sieht es wieder anders aus. Da könnte man im schlimmsten Fall den Kontakt aufs Minimum reduzieren.


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 12:52
Zitat von joleenjoleen schrieb:Allerdings würde ich selbst mich davon nicht Freisprechen. Denn je unfreundlichen die Menschen zu mir sind, desto mehr bin ich es auch.
Definitiv. Mich hat das auch selbst zum nachdenken gebracht. Niemand kann sich da ausnehmen. Es ist ein Kreislauf. Ich hab selbst über Dinge nachgedacht in meinem Leben, wo mir dann klar wurde, "da war ich echt ein A*sch oder zumindest impulsiv" ohne über die Ansicht des anderen nachzudenken. Mein Grundsatz ist aber, das man sich dann entschuldigt, wenn man ganz ehrlich mit sich selbst ist und zu dem Schluss kommt, dass man da blöd oder unfair gehandelt hat.

Und genau diese SelbstReflexion und sich vor allem entschuldigen zu können, das scheint immer seltener zu werden. Egal ob im beruflichen,sozialen, politischen, öffentlichen oder privaten Kontext. Es wäre auch noch was anderes, wenn man stur seine Meinung versucht zu verteidigen mit Argumenten, selbst wenn die Meinung objektiv betrachtet völliger Unsinn ist, aber selbst dass tun die Leute ja nicht mehr. Es ist nur noch :" Ich hab Recht. Schuld sind die anderen. " Dann kommt irgendein Totschlag-Argument. Und man beschäftigt sich nicht weiter damit.

Na klar, solche Menschen gab es schon immer.
Aber Ich bin wirklich überzeugt, dass das schlimmer geworden ist und gesamtgesellschaftlich wirklich Problematisch ist. Noch läuft die Gesellschaft ja irgendwie.

Es wird ja von vielen gesagt dass die sozialen Medien "schuld" sind. Ich habe da eine geteilte Meinung.

Die Frage, die wir uns stellen müssen ist doch viel mehr:

Sind es die sozialen Medien, die uns zu alle Narzissten werden lassen oder bringen die sozialen Medien und die Art und Weise wie wir sie nutzen nur die dunklen Eigenschaften so offen ans Licht und dann beginnt der Kreislauf aus Neid, Egoismus, Selbstinszenierung, Gefühle von Versagen usw sich auf das Real Life zu übertragen?


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 12:54
Zitat von MexicanLimeMexicanLime schrieb:Sind es die sozialen Medien, die uns zu alle Narzissten werden lassen oder bringen die sozialen Medien und die Art und Weise wie wir sie nutzen nur die dunklen Eigenschaften so offen ans Licht
Ich würde sagen, die sozialen Medien wirken da wie eine Art Brutkasten. Hier werden die immer schon vorhandenen negativen Charaktereigenschaften der Menschen wie in einer Echokammer verstärkt und vervielfacht.


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 13:23
Zitat von martenotmartenot schrieb:Meinem Eindruck nach ist das eine Diskussionskultur, die nicht erst in diesem Jahr entstanden ist. Ruppige, unempathische bis überhebliche und geradezu boshafte Rückmeldungen erlebe ich schon seit mindestens 10 Jahren in diversen Foren.
Du hast sicher nicht unrecht, ich habe nur das Gefühl, dass sich das anders als vor 10,15 Jahren mittlerweile auch auf den Alltag und das Real Life ausweitet.

Eine Freundin von mir ist Psychotherapeutin. Sie erzählt, dass da mittlerweile vor allem junge Menschen, schwer depressiv und suizidal sind, weil sie sich für Versager halten. Objektiv betrachtet, erzählt sie, sind das keine Versager. Es sind völlig normale Menschen. Es ist der 21-Jährige der denkt er wäre ein schlechter Mann, weil er nur ne Bäckerei Ausbildung gemacht und Angst hat damit keine Familie ernähren zu können, obwohl das sein Traumberuf ist. Es ist die 18-jährige die sich dafür schämt kleine Brüste zu haben und denkt sie wäre keine richtige Frau. Es ist der 35-jährige Marketing-Manager der nach einer Trennung seine Kinder nicht mehr sehen darf und sich wertlos vorkommt. Es ist die 38-jährige Alleinerziehende, die denkt kein Mann will sie mehr.

Was ist nur los? Sowas gab es doch früher nicht, nicht in der Masse. Das Schlimme ist, dass es dann meistens heißt: Selbst schuld, sei dir mehr wert. Du bist dein eigener Herr usw. Und dann geht der Teufelskreis noch schlimmer weiter.
Diese Menschen werden sich nur noch mehr für Versager halten, weil die Gesellschaft Ihnen ja ganz klar sagt: Alles deine Schuld. Du könntest ja. Denk halt anders über dich, Blabla.


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 13:28
Zitat von MexicanLimeMexicanLime schrieb:Manchmal fühlt es sich so an als sei unsere Gesellschaft ein Narzisst, der kurz davor steht völlig zusammen zubrechen, ihm aber noch nicht wirklich bewusst ist, dass es so nicht mehr lange weiter gehen kann. Übertreibe ich hier ?
Hallo. Dein Thema ist interessant. Ich glaube das du auch irgendwie eine Gesamterklärung für Verhaltensmuster gern finden würdest.
Ich glaube man sollte anonyme Beiträge die auch nur im Ansatz andere beleidigen einfach nicht ernst nehmen.
Ich denke mal das man so ziemlich jede Beleidigung so formulieren kann das es einfach nur eine Meinung ist.
Leute haben eben Angst und manchmal ist das für Manche eine Befriedigung mal etwas abzulassen und andere zu beleidigen. Irgendwie ein gutes machtvolles Gefühl und doch traurig das derjenige es nicht anders ausdrücken kann.
ZB wenn einer zum anderen sagt:" du bist blöd"
Könnte man auch differenzieren und sagen " in dem Punkt habe ich eine andere Meinung weil.."

Das machen Menschen wohl auch nicht immer extra weil wir ja in einer ziemlich abgstgesteuerten Welt leben Stichwort Werbung die das hochprofessionel nutzt ..zB um zu sagen:"Kauf das und dann bist du was" Und Werbung setzten sich die meisten Menschen jeden Tag aus.
Die Nachrichten sind (meiner Meinung nach) genauso manipulierend. Manche mehr, manche was weniger.

Weiß nicht, wir sind ja alle Egoisten und versuchen aus unseren Möglichkeiten das beste zu machen.

Grundsätzlich sollte man niemand verurteilen.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Ach ja, und wenn es um technische Fragen oder Probleme geht, dann kommt typischerweise eine Antwort vom Typ ("Das Problem ist nicht das Gerät, sondern der User"). So eine Antwort hat mich vor Jahren mal veranlasst, rasch wieder ein Forum für Fotografen zu verlassen. Ernsthafte Diskussionen über mögliche Ursachen bzg. meiner Fragestellung gab es nicht.
Das gute an diesem Forum hier ist für mich zumindest ausschlaggebend das hier auf die Umgangsform und Ausdrucksweise geachtet wird.
Manche spielen halt damit. Ist vielleicht normal.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Allerdings kann man sich in einem offenen anonymen Forum die anderen Teilnehmer nicht aussuchen, und da jeder User kommentieren kann, kommt man um mehr oder weniger viele empathielose Kommentare kaum herum.
Naja du könntest ja dort wo du schreibst anmerken das du nur auf Nachrichten reagierst die keine schlechten Worte oder Beleidigungen besitzen.
Und wenn diejenigen das nicht respektieren bedeutet das doch das die dich nicht respektieren und keine sachliche Unterhaltung suchen.
Ich wurde hier zumindest noch nie gesperrt weil ich auf eine Nachricht nicht geantwortet habe.

*allgemein zum Thema.
Frauen mögen gut aussehende Männer.
Größer als sie selbst. Etwas selbstbewusst und so das sie sich irgendwie bei einem Mann beschützt fühlen. Das ist nicht bei allen so, aber das ist was ganz normales das von der Natur kommt und wir uns nicht aussuchen. Also was uns gefällt.
Wenn ein Mann klein ist gibt es wohl trotzdem genug Frauen die noch kleiner sind.
Derjenige hat weniger Chancen aber weiß nicht, regelmäßig auf Veranstaltungen gehen, versuchen passende Frauen anzusprechen und einfach dran bleiben. Keine Ahnung. Mittelalter Märkte, Flomarkt oder sonst was.

Ich weiß nur das die Chancen gut sind wenn man versucht etwas auf sein Gewicht zu achten.
Ich habe so Phasen mal 15 kg zuviel und irgendwann bin ich mal wieder auf dem gesunden Pfad und ziemlich dünn.
Dünn ist attraktiv. Das ist nunmal so. 15 Kilo zuviel, da guckt keine nach einem. Das ist aber natürlich und normal. Da kann man niemand einen Vorwurf machen was einem gefällt oder nicht.

An der Größe kann man(n) nix ändern.
Ein Mann unter 1,70 hat es vermutlich recht schwierig im Gegensatz zu einem 1,85 Kerl.
Mit einer freundlichen, selbstbewussten offenen Art und wenn man auch regelmäßig weggeht findet man schon jemanden.
Selbstbewusstsein ist so eine Sache. Das kann man nicht spielen, zumindest habe ich das fast nie probiert. Man sollte nicht versuchen sich zu verstellen um andere zu beeinflussen, was das Gegenteil von Selbstbewusstsein ist, in der Welt mancher Psychopaten ist das aber anscheinend Selbstbewusstsein wenn man sich irgendwie ständig genötigt fühlt andere zu dominieren.
Selbstbewusstsein ist einfach wenn man sich für niemanden verstellt.
Mit der Angst das einen dann vielleicht weniger mögen ist leicht klar zu kommen, da man sich ja selbst mag wenn man so ist wie man ist, fühlt, denkt oder urteilt.
Weiß nicht, wenn da eine ist die einem gefällt,.. hingehen, sagen " du bist mir aufgefallen. Ich würde dich gern kennenlernen".
Sofern eine Frau einen dann irgendwie mag ist damit schon alles getan was man tun kann.


Das Menschen gern einen Partner möchten der ihnen auch gefällt sollte garnicht zu einer Diskussion führen.

Ich habe einen Kumpel der ist etwa 1,90 groß aber war 10 Jahre Single weil er sehr übergewichtig ist.
Nun hat er geheiratet, eine die auch etwas mehr Gravitation ihr eigen nennt.
Der Punkt ist, regelmäßig weg gehen, nicht unbedingt Sauf-Kneipen oder Diskos, und es immer weiter versuchen.
ZB einmal jedes Wochenende weg gehen. Einmal jedes Wochenende versuchen nur eine sympathische Frau anzusprechen.
Nur zuhause auf die Singlebörse hoffen, die eh nur Geld mit einem verdienen will, das ist nicht unbedingt das erfolgversprechende, auch wenn das so in der Werbung verkauft wird.


@MexicanLime
Den Text von dem genannten Poster zu kopieren oder teilweise hier posten geht eher nicht oder?
So könnte man sich selbst einen Eindruck verschaffen. Denn dein Eindruck von dem Text ist ja schön und gut nur mit dem Original könnte man selbst urteilen.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 13:41
Zitat von MexicanLimeMexicanLime schrieb:Es geht einfach um diese Anti-Empathie, die unter diesem Post so krass zum Vorschein kam. Um die Diskussionskultur. Um das Zusammenleben der Menschen im Jahr 2025, wie wir mit anderen umgehen. Wie mir uns selbst umgehen.

Wie gesagt, mir fiel kein anderes Wort ein als "Narzissmus" und da Narzissmus, mMn ein Spektrum ist und sich vor allem durch Ich-Bezogenheit, Anti-Empathie, Opferhaltung, Kritikunfähigkeit an einem selbst und " Gaslighting" und eben auch durch Abkabselung in diversen Ausprägungen äußert, finde ich passt das am Ende doch.
War nicht als Kritik oder Korrektur gemeint, ist nur mein Empfinden. Ich beobachte das ja ähnlich wie Du. Für mich hat insbesondere das Smartphone dazu beigetragen. PC, Games, Messenger, Social Media ... da kann jeder in seiner eigenen Welt leben, für jede erdenkliche Meinung gibt es Zustimmung, Grenzen sind keine gesetzt.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 15:32
Zitat von SpiegelschildSpiegelschild schrieb:allgemein zum Thema.
Frauen mögen gut aussehende Männer.
Größer als sie selbst. Etwas selbstbewusst und so das sie sich irgendwie bei einem Mann beschützt fühlen. Das ist nicht bei allen so, aber das ist was ganz normales das von der Natur kommt und wir uns nicht aussuchen. Also was uns gefällt.
Wenn ein Mann klein ist gibt es wohl trotzdem genug Frauen die noch kleiner sind.
Derjenige hat weniger Chancen aber weiß nicht, regelmäßig auf Veranstaltungen gehen, versuchen passende Frauen anzusprechen und einfach dran bleiben. Keine Ahnung. Mittelalter Märkte, Flomarkt oder sonst was.
Hi erstmal und danke für deine Antwort. Ich würde gerne anmerken, dass es hier bitte NICHT um dieses Thema gehen soll. Ich hätte das vielleicht in meinem Eingangspost deutlicher erwähnen sollen.

Es sollte nur den Kontext (und ein extremes Beispiel) liefern, der mich zu diesem Post veranlasst hast und der Trigger war besonders auf die Verhaltensweisen der Gesellschaft zu achten. Wenn euch das Thema interessiert, bitte nutzt dafür andere Threads oder macht ein eigenes Thema.

In meinem Post soll es um die Umgangsformen und unser Zusammenleben gehen. Um die Frage, ob das wirklich alles so extrem ist wie ich das empfinde und um die Frage, ob die Menschen Narzisstischer geworden sind als früher. Ob ihr das auch so empfindet. Ob die sozialen Medien schuld sind, usw.

Danke :)


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 15:56
Zitat von soomasooma schrieb:War nicht als Kritik oder Korrektur gemeint, ist nur mein Empfinden. Ich beobachte das ja ähnlich wie Du. Für mich hat insbesondere das Smartphone dazu beigetragen. PC, Games, Messenger, Social Media ... da kann jeder in seiner eigenen Welt leben, für jede erdenkliche Meinung gibt es Zustimmung, Grenzen sind keine gesetzt.
Alles gut :) Das habe ich auch nicht als Kritik aufgefasst.

Ich denke man kann statt Narzissmus auch einfach sagen: Eine grassierende Anti-Empathie. Oder das nicht mehr vorhanden sein von Empathie. Oder um es weiter zu definieren: Die Unfähigkeit, das Empfinden anderer zu akzeptieren. Ein um sich Greifender "Solipsismus"

Solipsismus

Mich lässt der Gedanke nicht los, ob man denn nun den Smartphones und co wirklich die "Schuld" für dieses Verhalten geben kann. Das klingt wirklich bekloppt, aber mich macht der Gedanke so unendlich traurig irgendwie, dass "Wir" so sind. Und ich Frage mich, wirklich ernsthaft, wo das in Zukunft hin führt. Oder ob ich, wie in meinem Anfangspost geschrieben, aktuell nur zu sensibel oder übereizt bin oder sowas und voll übertreibe.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 16:26
@MexicanLime
Die alleinige Schuld sicher nicht, es ist auch die Schnelllebigkeit, keine Zeit zum Innehalten, keine Kraft zum Mitfühlen. Und die Corona-Zeit hat auch nicht gut getan.


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 16:33
Zitat von MexicanLimeMexicanLime schrieb:aber mich macht der Gedanke so unendlich traurig irgendwie, dass "Wir" so sind.
Mir geht es ganz genauso. Und zwar nicht nur was das Online-Verhalten betrifft, sondern auch unser alltäglicher Umgang miteinander im Alltag, der immer stärker von gegenseitigem Misstrauen, Aggressionen oder andererseits Ignoranz und Gleichgültigkeit geprägt wird.


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

gestern um 19:26
Sehr interessantes Thema.

@martenot wird gleich aufstöhnen, dass ich es jetzt auch hierher geschafft habe 😉

Dass die Gesellschaft sich verändert, fällt wohl jedem auf. Sie wird (technisch) schnelllebiger und damit bleibt gerade das Soziale auf der Strecke.

Ich bin mit zwei Narzisstinnen aufgewachsen. Bei einer (Oma, die mich mit aufzog) stellte ich das aber erst in ihren letzten drei Lebensjahren fest.
Aber meine Mutter hat schon immer mit den klassischen „Merkmalen“, wie Gaslighting, Abwertung, psychische Gewalt, Lügen etc. gearbeitet, um mich gehorsam, still und abhängig zu halten. Lange mit Erfolg. Und lange habe ich dadurch auch immer weitere Narzissten ins Leben gezogen.

Und so falsch finde ich den Begriff für die heutige Gesellschaft gar nicht.
Selbstverliebte Leute hat es immer gegeben und eine Selbstliebe ist ja erstmal auch nicht verkehrt, ganz im Gegenteil.
Aber es gibt durchaus bei immer mehr Personen die Tendenz, dass diese Selbstliebe in Egozentrik und dann in Egomanie abrutscht. Und das gehört auch zum Narzissmus, da es oft nur eine sehr stabile, unbewusste Fassade stellt.
Es wird aber auch überall so vermittelt. In unseren Breitengraden zählt nicht mehr der Mensch an sich, nicht seine Seele, sondern er wird nur noch über Schul-/Studienabschluss, berufliche Karriere, der Partnerwahl und der Oberfläche definiert. Wo bleibt da noch Platz für Persönlichkeit oder Geist/Seele?

Gleichzeitig ist die Gesellschaft aber auch massiv verunsichert, weil sie gar nicht mehr nachkommt mit den Erwartungen, die an die Einzelnen gestellt werden.
Oberflächlich gesagt, gestern war Fettabsaugung en vogue, heute ist es chemisches Peeling.
Man weiß gar nicht mehr, wo man anfangen soll, dem zu entsprechen und viele wollen und müssen den Anforderungen entsprechen, weil die Angst nicht „dazu zu gehören“ so unfassbar groß ist.

Lieber sich selbst verleugnen, Eigenschaften, Verhaltensweisen oder Persönlichkeitsmerkmale verheimlichen und unterdrücken, als Gefahr zu laufen, ausgeschlossen zu werden.
Diese brutale Angst treibt ganz viele um.
Dass sich da die Emotionen unbewusst unter der Oberfläche sammeln, normal.
Das sie auch die Angst verbergen müssen, ebenso wie ihre Unsicherheiten, um nicht ihr Gesicht zu verlieren…da geht es fast automatisch in Richtung Narzissmus.

Und dass das nicht lange gutgeht, auch klar. Gerade im Internet, in Foren oder auch bei einschlägigen Frage-Seiten, wird das, finde ich sehr deutlich. Hier auch.
Durch das vermeintlich Anonyme ist das einander Ankotzen und Mobben auch viel einfacher.
Ich will da keine Beispiele nennen, sonst werde ich nur wieder grantig.
Dass es dann viele vom Internet in ihr Leben tragen, eh klar.

Ob ich mich glücklich schätzen sollte, noch persönlich und direkt gemobbt worden zu sein, anstatt per Shitstorm im Internet? Nein.
Beides geht auf die Psyche.
Und beides geht von in sich verunsicherten, oft sich selbst ablehnenden Menschen aus.

Ich war selbst lange in der Pflege und hier ist es durchaus sehr extrem zu beobachten, wie sich Menschen verändern. Die Arbeitsbedingungen sind hart, der Stellenschlüssel oft mies und dennoch kann man darauf wetten, dass immer die Gleichen für andere einspringen.
Dem Krankgemeldeten wird per se schon „Blaumachen“ unterstellt, gerade, wenn es „nur“ um psychische Erkrankungen gehen sollte. Da lautet die allgemeine Empfehlung, die mir Kollegen gegeben haben, Pillen fressen und funktionieren oder Suizid, aber ja nicht krank melden.
Als ich mit dem Einspringen aufgehört habe, aus Selbstschutz, weil ich wirklich kurz vor dem Suizid stand, hat man die Augen verdreht.
Und auch von Patientenseite ist manches Verhalten sehr viel extremer geworden. Gerade die Respektlosigkeiten nehmen stetig zu, auch die Übergriffe von Gewalt und sexuell motiviert auf Krankenhauspersonal durch Patienten.
Davon spricht nur keiner, weil es kaum jemanden interessiert, wenn Sr. Martina von Herrn Huber mit einer vollen Flasche Wasser die Nase gebrochen wurde oder der Herr Meier der Sr. Caia die Zunge ins Ohr gesteckt hat, weil er so auf sie steht.
Hätte Sr. Caia den Herrn Meier aber totgespritzt, wäre sie auf der ersten Seite der Tageszeitung.

Es ist ein ungesundes Verschieben.
Die Personen, von denen man Hilfe in der Not verlangt, werden massiv angegangen, respektlos behandelt, ihre Arbeit erschwert oder man greift sie direkt an.

Man zersticht die Reifen eines RTWs, weil man gerade mit dem Auto nicht vorbeikommt. Man stellt sich als Radfahrer der Müllabfuhr in den Weg, weil man nicht willens ist, auszuweichen. Und so weiter.

Die Leute verlieren immer mehr ihre natürlichen Hemmungen. Einerseits gut in Bereichen, wo die künstlichen Autoritäten endlich fallen müssen, andererseits extrem mies, denn es trifft auch (und zumeist) diejenigen, von denen eine Gesellschaft abhängig ist.

Vieles ist sicher einer Überforderung durch diese zunehmende Technisierung und Schnelllebigkeit geschuldet. Aber nicht alles eben.
Sozial sollen immer nur die anderen zu einem sein, man selbst zu anderen? Wozu?

Ich habe mich mittlerweile so gut wie ganz aus der Gesellschaft zurückgezogen. Keine Erfüllung von Erwartungen Fremder (oder Verwandten) mehr, keine altruistische Hilfe (Notfälle oder ältere Personen ausgeschlossen), dafür mehr Spiritualität, mehr Kunst, mehr „Ausleben“ meiner lange unterdrückten Interessen, Wünsche usw.
Sehr zur Feindschaft anderer, die das nicht „können“ und sich oft auch nicht trauen.

Mal sehen, wie sich das alles noch entwickelt.


1x zitiertmelden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

um 08:28
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:@martenot wird gleich aufstöhnen, dass ich es jetzt auch hierher geschafft habe 😉
Nein, warum sollte ich aufstöhnen. Ich freue mich doch. Dein Beitrag ist sehr interessant.
Zitat von CaiaLiaCaiaLia schrieb:Ich habe mich mittlerweile so gut wie ganz aus der Gesellschaft zurückgezogen. Keine Erfüllung von Erwartungen Fremder (oder Verwandten) mehr, keine altruistische Hilfe (Notfälle oder ältere Personen ausgeschlossen), dafür mehr Spiritualität, mehr Kunst, mehr „Ausleben“ meiner lange unterdrückten Interessen, Wünsche usw.
Den Rückzug aus der Gesellschaft habe ich noch nicht vollzogen und habe auch eigentlich von meiner Seite keinen Bedarf dafür. Es ist eher manchmal mein Einddruck, dass sich die Gesellschaft (d.h. die Individuen) zurück zieht, wie Meerwasser bei Ebbe.

Meine altruistische Neigung lebe ich allerdings nur noch dann aus, wenn ich den Eindruck habe, dass sie jemand auch schätzen mag. Das heißt, ich beobachte die anderen Leute und schaue, wie sie prinzipiell auf Begegnungen reagieren. Wirken sie abweisend und gleichgültig, passe ich mein Verhalten an und bleibe auch gleichgültig. Wirkt jemand freundlich und zugewandt, dann bin ich das auch. Und dann helfe ich auch gern, wenn Bedarf besteht.

Zuwendung zu Kunst und Kultur, das mache ich auch zunehmend. Und manchmal hoffe ich, dass man wenigstens in diesen Bereichen noch auf empathische Menschen treffen kann (was vielleicht nur eine Illusion ist).


melden

Leidet unsere Welt an kollektivem "Narzissmus"?

um 09:42
Übrigens, vielleicht passt es in diesen Thread, muss ich momentan sagen, dass ich allmählich daran zweifle, ob ich mich noch länger in Internetforen aufhalten oder beteiligen sollte.

Es passiert mir immer wieder, dass aus simplen bzw. ganz sachlichen Beiträgen Vorwürfe, Unterstellungen, vermeintliche psychische Störungen oder sonstige negative Eigenschaften herausgelesen und interpretiert werden. Das erwischt sowohl mir, als auch andere User. Manchmal wird man wegen einer simplen Aussage gleich total heruntergeputzt.

Jüngstes Beispiel, in einem Forum für ÖPNV:
ich schrieb, dass ich wegen des sehr unzuverlässigen Busverkehrs und zusätzlich falscher Fahrzeitinformationen in der App mit einem ausfallenden Bus konfrontiert war und deswegen einen Arzttermin verpasst hatte.

Daraus wurde mir gleich generelles mangelndes Zeitmanagement unterstellt. Man leitete also aus einer Einzelfallbeschreibung ab, dass ich anscheinend generell nicht in der Lage sei, rechtzeitig aufzubrechen, um pünktlich ans Ziel zu kommen. So mit dem Unterton "Wenn man so dämlich ist, dann geschieht es dir auch ganz recht."

Solche Reaktionen in Internetforen sind inzwischen ziemlich typisch, finde ich. Und langfristig gesehen muss ich sagen, dass sie mich einfach auf die Dauer nerven, stressen, meinen Bluthochdruck fördern, mich beeinträchtigen. Und die Frage ist: muss ich mir das eigentlich antun? Warum schreibe ich eigentlich in Internetforen, wenn man dabei häufig Reaktionen erntet, die einem nicht gut tun? Sollte ich es vielleicht lassen, meiner Gesundheit zuliebe?

Das beschriebene Beispiel ist natürlich vergleichsweise harmlos, und wenn mir mangelndes Zeitmanagement vorgeworfen wird, kann man das als Lappalie abtun. Es ist eher die zunehmende Häufigkeit, und die in der Summe an der Psyche nagende Wirkung, die mir zu schaffen macht. Also nicht der konkrete Einzelfall, sondern die Summe solcher Vorfälle (die mal mehr und mal weniger drastisch ausfallen).

Was hat das mit dem Thema des Threads zu tun? Ich würde sagen, dass solche abwertenden, unterstellenden oder verächtlichen Beiträge auch mit fehlender Empathie oder auch mit Narzissmus der User zu tun haben. Weil sie vermutlich aus dem Denken herrühren "Ich bin besser als der da, mir würde sowas nicht passieren, ich bin klug und durchschaue die Situation, im Vergleich zu dem da"


melden