Alter Falter, ich musste mich erstmal Stunden mit dem Handy (Modem) rumschlagen um online kommen zu koennen...
Technik 1:0 Mensch
SirParzival schrieb:Bevor ich anfange möhte ich mich bei meinem Contrahenten schon mal im vorraus für ein Faires match bedanken ^^
Wir wir aus Malcolm Mittendrin wissen - nur Feiglinge kaempfen fair!
SirParzival schrieb:Jeder Mensch ob gebürtig deutsch oder eingewandert hat das Recht seinen Gepflogenheiten oder kulturellen "Traditionen" zu praktizieren,solange es niemandem schadet.
Das waere richtig, aber hier beginnen schon die ersten Probleme, alleine schon aus den verschiedenen Standpunkten koennen wir etwas als schaedlich oder unmoralisches betrachten, was in anderen Kulturkreisen Standard ist, woran verschiedene - meist dogmatische - Gruppierungen festhalten.
Steinigen ist bei manchen normal... bei uns sieht mans eher als nicht so gesund an... Ok, nehmen wir ein anderes Beispiel.
Das haben wir an der langen und auschweifenden Burka-Debatte erleben koennen. Bekleidung, die aus einem praktischen Nutzen fuer die Bedingungen im Nahen Osten zu einem, im Laufe der Jahre..., religioes-gesellschaftlichen Symbol zur Unterdrueckung der Erregung sexueller Gelueste geworden ist - obs nun hilft oder nicht (wohl eher nicht) steht da auf einem anderen Blatt.
In den Laendern, wo sich die Aufklaerung, der Humanismusgedanke, der Feminismus usw. ausgebreitet und etabliert haben wird die Burka - oder auch etwas in aehnlicher Ausrichtung - sehr oft als Symbol der Unterdrueckung angesehen und damit hat man wahrscheinlich gar nicht so unrecht, so wie einzelne Frauen dies durchaus aus Ueberzeugung tragen und man dies auch hier vernehmen konnten, gibt es auch viele Stimmen, ebenfalls von Frauen aus diesen kulturell-religioesen Umfeld, die dies zutiefst ablehnen und trotzdem damit rumlaufen muessen - hier schneidet man uebrigens schon das naechste Thema an, ein manchmal extrem uebertriebener pseudohafter Maennlichkeitskult (Stichwort Gleichberechtigung), der manchmal auch nicht ganz gesund endet.
In einigen Laendern, hier koennen wir z.B. Frankreich oder die Niederlande nennen, ist es soweit gekommen, daß sogar ein Burkaverbot herrscht.
In den Religionsfragen nimmt sichs da insgeheim ja eigentlich gar nix (bei beiden darf man Frauen Schlagen und Unglaeubige massakrieren)
Nun koennen wir ja mit dem Spruch des alten Fritz kommen, jeder nach seiner Farcon... Aber naja, dann muessten wir anfangen wieder die Juden zu unterdruecken, der alte Fritz war nicht grade dicke mit Juden. Taugt also nur bedingt als Vorbild.
Wie der verkalkte Altmeister Schmidt - Bundeskanzler a.D. - feststelle, es gibt erhebliche Diskrepanzen in gesellschaftlichen und moralischen Aspekten zwischen dem - sagen wir Abend- u. Morgenland, da kam natuerlich von den ueblichen Verdaechtigen Kritik.
http://www.focus.de/politik/deutschland/leitkultur-nation-statt-multikulti_aid_201469.htmlNicht nur Schmidt sieht die Multikultur als gescheitert an, auch Frau Merkel, ich selbst bin kein großer Fan von ihnen, auch nich unbedingt ein Fan von einem gewissen Kerl aus dem Ausland, der ebenfalls die Multikultur als gescheitert ansieht, aber vielleicht sollte man sie doch erwaehnen.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,723532,00.htmlhttp://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,743763,00.html
SirParzival schrieb:Ein Deutscher der zB. nach sgen wir in die Türkei auswandert erwartet oder erhofft er sich zumindest das dort seine Traditionen Akzeptiert und tollerriert wird.
Und dann sollte ein Türke der nach Deutschland auswandert wohl hoffen können das er auf die selbige Tolleranz im fremden Land stösst.
In der Tuerkei hat mans als Minderheit, egal ob ethnisch oder religoes, nicht grade leicht, auch in Deutschland nicht, daß kann man nicht leugnen, aber bei Letzteren hat mans doch erheblich leichter.
Ein besseres Beispiel waeren die guten nicht ganz so alten USA, wobei dort Multikultur weniger vorherrscht, als viel eher ein Melting Pot, der zu einem American Way Of Life verschmilzt und... ach... moment! Das ist ja eine Leitkultur!
SirParzival schrieb:Ausserdem ist es schwer sich an die sitten und Gebräuche eines komplett fremden Landes zu gewöhnen Deutschland ist zwar noch ein relativ "unkompliziertes" Land,aber wenn jemand aus einem komplett fremden Land(diese person hatte vielleicht keine andere wahl als auszuwandern)
Das ist etwas womit man sich im Normalfall - was wohl die deutliche Mehrheit gegenueber Kriegs- u. Wirtschaftsfluechtlingen (bei Letzteren sehe ich kaum eine moralische Verpflichtung zur Aufnahme) ist - eben abfinden muss, ja - sogar etwas womit man sich vorher beschaeftigen sollte um abzuwaegen, ob es tatsaechlich das Richtige Land fuer einen ist und wenn man sich an der kulturellen Ausrichtung des Landes stoert und trotzdem dort wohnt muss man doch manchmal ueber die Motivation Einzelner nachdenken und an die Versaeumnisse der Politik.
Ich haette da einige sehr schoene Beispiele, die ich wohl noch im Verlaufe der Diskussion einbringe - ein paar Seitenhiebe gegen die Politik, kommt meistens gut.
Bei manchen Onlinespielen kann man Politiker sogar wirklich verdreschen... ein Traum, aber ich schweife ab!
SirParzival schrieb:sich nun von jetzt auf gleich von den Sitten und Gebräuchen des eigenen Landes auf die Sitten und Gebräuche Deutschlands umstellen müsste wäre es wohl ein ziemlicher "Kulturschock" für ihn/sie.
Genau deshalb sollten sich Einwanderer vorher umfassend damit auseinandersetzen und sich den strittigen Einbuergerungstests unterziehen, nicht wahr? Vielleicht sollte man sogar eine gewisse Leitkultur etablieren und anderweitige Initativen/Schulungen starten, damit man der Ghettosierung und Entstehung von Parallelgesellschaften keinen Vorschub mehr leistet, hm?
Ich meine, die Entstehung von Kulturschock-Geschaedigten ist nicht grade foerderlich fuer das friedliche Zusammenleben zwischen Kurden, Tuerken, Griechen, Armeniern, Iranern, Irakern, Italiener, Albanier usw.
Da scheint der Gedanke einer Leitkultur und der Anpassung - die hat den Ruhrpolen, oder auch den Sorben uebrigens nicht geschadet, oder? - nicht grade fern.
Ich geh ja auch nicht nach Pakistan, oder Saudi-Arabien und wunder mich, warum man nicht das weltbeste (deutsche) Bier findet, oder warums keine Schnitzelbroetchen gibt, ne... ich wuerde mich doch vorher informieren und da braucht man doch nichtmal das Internet.