Rauchverbot - Eure Meinung
20.04.2007 um 20:18Zwischen Rauchen und Saufen gibts scheinbar einenZusammenhang!
Studie:
Rauchverhalten von Jungen und Mädchenunterschiedlich
Jungen und Mädchen in
Deutschland greifen aus unterschiedlichenGründen zur Zigarette und unterscheiden sich
auch in ihrem Rauchverhalten. Das ist einErgebnis der Studie „Rauchen im Jugendalter“,
die die Deutsche AngestelltenKrankenkasse (DAK) am Donnerstag in Berlin vorlegte.
Demnach rauchen etwa 29 Prozentder befragten Schülerinnen und knapp 32 Prozent der
Schüler im Alter zwischen elf und20 Jahren regelmäßig, gut die Hälfte von ihnen täglich.
Dabei seien die Jungen inhöherem Maße körperlich abhängig: Der Anteil täglicher Raucher
ist höher als bei denMädchen. Mehrheitlich rauchen die Jungen die erste Zigarette des
Tages bereitsinnerhalb der ersten Stunde nach dem Aufstehen.
Mädchen rauchen der
Studiezufolge dagegen häufiger aus psychischen Gründen - etwa um ihre Stimmungzu
verbessern oder um Hungergefühle zu unterdrücken und auf diese Weise abzunehmen.Die
Familie beeinflusst das Rauchverhalten der Jugendlichen stark. Bei Jungen undMädchen,
die rauchen, greifen die Eltern ebenfalls häufiger zur Zigarette als dieEltern
jugendlicher Nichtraucher. Mehr als doppelt so häufig wie die jugendlichenNichtraucher
haben die befragten Raucher zudem auch rauchende Geschwister. ImFreundeskreis
ergibt
sich ein noch deutlicheres Bild: Mehr als die Hälfte derrauchenden
Jugendlichen gibt an, dass „die meisten“ ihrer Freunde es ihnen gleichtun,bei nicht
rauchenden Schülern ist nur knapp jeder achte überwiegend mitRauchern
befreundet.
Das Freizeitverhalten von jugendlichen Rauchern undNichtrauchern
unterscheidet sich der Studie zufolge deutlich: So neigen rauchendeSchüler zu 62 Prozent
und damit mehr als dreimal so häufig zu Rauschtrinken wie ihrenicht rauchenden
Mitschüler. Daneben verbringen sie an Schultagen mehr Zeit vor demFernseher und am
Computer, sind schneller gelangweilt und vermehrt rebellisch. Jederdritte Raucher fühlt
sich demnach an seiner Schule nicht wohl, gegenüber nur etwajedem fünften Nichtraucher.
Die Raucher sind außerdem häufiger mit ihren schulischenLeistungen
unzufrieden.
Zwei Drittel der rauchenden Schüler denken nach eigenenAngaben
darüber nach, weniger zu rauchen, die Mehrheit möchte möglicherweise ganzdamit aufhören.
Allerdings haben auch fast zwei Drittel der jugendlichen Raucher schonerfolglos
versucht, ihren Zigarettenkonsum zu beenden - im Durchschnitt bereits dreiMal. Dennoch
bleiben viele optimistisch: Vier von fünf Rauchern meinen, dass sie „ganzsicher“ oder
„wahrscheinlich“ auf Zigaretten verzichten könnten.
Für die Studie„Rauchen im
Jugendalter“ befragte das Kieler Institut für Therapie- undGesundheitsforschung im
Auftrag der DAK 1.738 Schülerinnen und Schüler der siebten bis13. Klasse an zwölf
Schulen Schleswig-Holsteins. © afp/aerzteblatt.de